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  • DE-30167 Hannover, DE-30169 Hannover
  • 10/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-216119)

Wohnbebauung an der Adolfstraße


  • 4. Preis

    Lageplan, © RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten

    Landschaftsarchitekten
    RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn (DE), Hamburg (DE), Köln (DE), Mannheim (DE), Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Nieberg Architect, Hannover (DE)
    Bauingenieure: Ingenieurbüro Harmening GmbH, Bückeburg (DE)

    Preisgeld
    16.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die aufgezeigte städtebauliche Setzung der Gebäude am Übergang zwischen Blockrandbebauung und Regierungsgebäuden der 50er Jahre erscheint auf den ersten Blick sinnvoll, kann aber hinsichtlich der Stellung und Dimensionierung der Baukörper letztlich nicht überzeugen. Die Ausbildung des Kopfbaus mit seiner Querausrichtung zum Quartierseingang wird gewürdigt. Die in der Zwischenpräsentation dargestellte Großform wird untergliedert und in ihrer architektonischen Formenvielfalt reduziert. Bei der Anordnung der Bebauung entlang der Molthanstraße wird der vorhandene Baumbestand berücksichtigt - jedoch erscheint der Rücksprung zwischen 3 und 6 Metern als Aufstellfläche für die Feuerwehr (Hubrettungsbühne) zu gering. Einige Wohnungen liegen im Baumkronenbereich. Die Grenzabstände der Gebäude untereinander werden fast überall, insbesondere aber im Bereich des Winkelbaus Ecke Molthanstraße / Mittelstraße unterschritten. Die im Vergleich zu den anderen Arbeiten überdurchschnittlich hohe Traufkante führt zudem zu einer starken Verschattung innerhalb des Quartiers, die sich hauptsächlich im Bereich Kommanddanturstraße / Ecke Molthanstraße und am Winkelgebäude Molthanstraße / Mittelstraße abzeichnet. Die Lage der Tiefgarageneinfahrt außerhalb der Gebäude wird kritisch gesehen und entspricht nicht der Anforderung aus der Auslobung. Die vorgeschlagenen dreispännigen Gebäudekörper werden jeweils mit nur einem zentralen Treppenhaus erschlossen. Die daraus resultierenden großen Flurlängen innerhalb der Wohnungen sind wie auch die hohe Anzahl großer Wohnungen verbesserungswürdig. Die gewählte Satteldachausbildung mit aufgesetzten Reitern zur Belichtung und Nutzung der Dachgeschosse erscheint als Reminiszenz an die historische Stadtpalais-Bebauung nachvollziehbar, allerdings birgt diese insbesondere im Hinblick auf Ihre bautypologische Anmutung, die innenräumlichen Nutzungen sowie die v.g. Abstandsflächenproblematik Schwierigkeiten.
    Die Anordnung von unterschiedlich gestalteten grünen Vorzonen zum Straßenbereich wird wie die Gestaltung des Innenhofs mit unterschiedlichen Aufenthalts- und Spielbereichen grundsätzlich begrüßt. Allerdings muss das Innenhofkonzept im Hinblick auf die erforderlichen Aufstellflächen für Rettungsfahrzeuge konkretisiert werden.
    Insgesamt liegt die Arbeit bei einer vergleichsweise guten Ausnutzung des Grundstücks im mittleren wirtschaftlichen Bereich. Der in der Ausschreibung formulierte Mindestenergiestandard kann problemlos eingehalten werden.