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  • DE-74076 Heilbronn, DE-74072 Heilbronn
  • 11/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-198396)

Erweiterungsbau des Polizeipräsidiums


  • 3. Preis

    Perspektive, © h4a Architekten

    Architekten
    h4a Gessert + Randecker Architekten | h4a Gessert + Randecker + Legner Architekten, Stuttgart (DE), München (DE), Düsseldorf (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Martin Gessert , Albrecht Randecker

    Mitarbeit
    Nicolas Henn, Felix Halder, Lucas Ziegler, JiaBei He, David Klug

    Preisgeld
    16.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das Gebäude des Polizeipräsidiums ist freigestellt und im Erdgeschoss schlüssig an den Bestand angebunden. Die Lage im Freiraum lässt zur Wohnbebauung den nötigen Abstand und bildet im Westen mit dem Bestand eine angenehme öffentliche Hofsituation. Damit erscheint die bisherige Freifläche um das Polizeipräsidium weiterhin großzügig. Der geradlinige Verbindungsweg trennt die Wohnbebauung von den markanten Einzelgebäude im Westen. Der optionale Erweiterungsbau im Süden würde sich gut in die städtebauliche Gesamtkomposition einfügen.

    Dementsprechend bleibt der Haupteingang im Altbau. Der Neubau übernimmt die Materialität des Altbaus als Sichtbetonfassade. Statt der Bänderung der Fensterfassaden werden geschosshohe Fertigteilelemente mit Einzelfenster vorgeschlagen. Diese betonen die gewünschte Eigenständigkeit und Klarheit des Neubaus. In der klaren Gebäudefassade betont die zweigeschossige Glasfassade nach Westen den Personalzugang, ermöglicht den Blick ins Atrium und bildet den Auftakt in das Haupttreppenhaus. Er spielt mit den Gebäudetiefen und kann somit die erforderlichen Funktionalitäten gut erfüllen.

    Besonders positiv wird die erdgeschossige Anlage des Raums für Lageeinweisung bewertet, die bei entsprechenden Großlagen und Einsatz von Fremdkräften funktionale Vorteile bietet. Die Lage und Größe des FLZ im 4. OG erscheint optimal, die entsprechenden Sonderräumlichkeiten sind auch in der Anordnung schlüssig. Die Erschließungsbereiche werden gut mit Tageslicht versorgt. Die an der Organisation der Grundrisse ist gut gelöst, könnte jedoch etwas großzügiger ausfallen.

    Die Arbeit bietet eine gute Lösung über Erweiterung der Tiefgarage im UG des Neubaus und eine gute Lösung für die Notausfahrt bzw. Zufahrt. Zusätzliche Stellplätze werden entlang der Quartierserschließung angeboten.

    Die Wirtschaftlichkeit des Neubaus ist durch die Wahl der Fassade, der Energieeffizienz und insbesondere unter der Maßgabe, dass eine Tiefgarage angeboten wird, gegeben.

    Insgesamt erfüllt die vorliegende Planung die Anforderungen in städtebaulicher und funktionaler Hinsicht.