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  • EG Alexandria, DE-10623 Berlin
  • 11/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-192336)

Neubau der Deutschen Schule der Borromäerinnen


  • 1. Preis

    Modell - modellwerk weimar

    Modellbauer
    modellwerk weimar | Architekturmodelle, Modellbau, Frässervice, Laserservice, Weimar (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: worschech architects, Erfurt (DE)
    Landschaftsarchitekten: RSP Freiraum GmbH, Dresden (DE)
    TGA-Fachplaner: HPI HIMMEN Ingenieurgesellschaft, Köln (DE), Andernach (DE), Erfurt (DE)

    Preisgeld
    28.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser schlagen fünf solitäre Baukörper vor, die sich um einen zentralen Hof gruppieren und über Stege miteinander verbunden sind.

    Die äußere Erschließung erfolgt über einen klar definierten Weg von der Vorfläche für die Busse, über einen überdachten Weg, der aus dem auskragenden Vordach selbstverständlich entsteht; kreuzungsfrei für Schüler, Lehrer und Besucher zum Haupteingang.

    Die Gliederung und Anordnung der 2. Bauabschnitte in Form des Kindergartens, der Kongregation sowie des Schwimmbades überzeugen insofern, als dass auch bei einer späteren Realisierung die verbleibenden vier Baukörper eine in sich geschlossenen Anlage bilden.

    Die klar gegliederte und ablesbare Zuordnung der Funktionen zu den einzelnen Häusern erleichtert die Orientierung und schafft, durch die jedem Haus zugeordnete vertikale Erschließung, kurze Wege.

    Der Entwurf kommt mit einem Aufzug aus und funktioniert behindertengerecht durch ein obergeschossig umlaufendes System aus Stegen und Fluraufweitungen. Diese liefern in
    Form von außenliegenden Klassenräumen und Pausenbereichen ein positives Zusatzangebot mit angenehmen Aufenthaltsqualitäten.

    Weitere Pausenflächen befinden sich im zentralen Hof und in den kleineren Höfen zwischen den Baukörpern, die jeweils Jahrgangsstufen zugeordnet sind.

    Die Anordnung der Aula an zentraler Stelle mit der Möglichkeit einer Bespielbarkeit der Bühne von innen und außen sowie einer Öffnung zum Innenhof wird positiv bewertet.
    Foyer und Bistro werden als ein Raum angeboten. was zu gegenseitigen Störungen führen kann. Die gewünschte, direkte Anbindung der Aula an die Küche ist nicht gewährleisteL

    Die Lage der zweigeschossigen Kapelle ist folgerichtig. zentral angeordnet und entspricht dem zurückhaltenden gewünschten Bild.

    Der Verfasser löst auf vorbildliche Weise, die im pädagogischen Konzept gewünschten Cluster, wobei er innenliegende Räume vermeidet und für jede Altersstufe eine eindeutige
    Adressbildung schafft.

    Die Verwaltung im Obergeschoss ist über kurze Wege und abseits lärmintensiver Bereiche angeordnet.

    Oberhalb der Umkleidebereiche der Sporthalle, die über tribünenartige Sitzstufen den Blick auf die Außensportflächen freigibt, entsteht ein großzügiger überdachter Aufenthaltsbereich. Dieser wird durch Tischtennis und Schachangebote genutzt und gewährleistet auch die Verbindung aller Häuser.

    Die tiefer liegenden Sportflächen sind nachgewiesen, lassen jedoch darüber hinaus keine überdurchschnittliche Qualität erkennen.

    Die Wahl der Materialien erscheint mit verputzten bzw. geschlämmten Mauerwärkswänden als Ausfachung eines Stahlbetonskelettes angemessen robust und erhält durch die Kombination mit Holzpaneelen einen warmen Charakter.

    Die eingesetzte Klimatechnik berücksichtigt lokale Standards und lässt eine wartungsarme und damit nachhaltige Konstruktion erwarten.

    Die passiven Maßnahmen zur Gebäudeklihlung sind: Querlüftung, Nachtlüftung sowie baulicher und beweglicher Sonnenschutz, der den Kühlenergiebedarf reduziert. Das Gebäude weist einen hohen Fensterflächenanteil, insbesondere auf der Ostseite auf, was als weniger ideal bewertet wird. Die Teilklimatisierung des Gebäudes wird durch wassergekühlte Multisplit, die Wärmebereitstellung durch eine Multisplit Wärmepumpe mit Brunnen erzielt. Der Entwurf sieht keine Photovoltaikanlage oder Solarthermie vor.

    Angenehm zurückhaltend wird die Landschaftsarchitektur dargestellt. So kommt der Eindruck von sehr homogenen Außenanlagen zustande, die sich als rasterförmige Baumpflanzungen in das orthogonale Grundsystem der Höfe einordnen. Die Varianz der Spielmöglichkeiten ist dadurch allerdings begrenzt. Keine Aussage wird dazu gemacht, wie Wurzelräume für die Bäume in den Platzflächen geschaffen werden. Flüssige
    Bewegungen, wie sie für Kinder typisch sind, werden durch die rechten Winkel erschwert. Problematisch wird die komplette Anhebung des Niveaus gesehen.

    Die Investitionskosten der Arbeit werden als durchschnittlich bewertet, die voraussichtlichen Lebenszykluskosten als mittel. Bei einer mittleren BGF verteilt auf 2 Geschosse, geht lediglich der Glasflächenanteil kostensteigernd in die Investitionskosten
    ein.

    Insgesamt entspricht der Entwurf der Bauaufgabe Schule in Form und Funktion in besonderer Weise.