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  • DE-80999 München, DE-80802 München
  • 12/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-219883)

Ehemaliges Diamalt-Gelände


  • 1. Preis

    kein Bild vorhanden
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    Visualisierer
    Helldoor Visual Studio, Stuttgart (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Stadtplaner, Landschaftsarchitekten: pp a|s pesch partner architekten stadtplaner GmbH, Dortmund (DE), Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    28.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Beitrag besticht durch eine ausgeprägte Klarheit in der Grundkonzeption: Drei Flanken aus sinnfällig differenzierten Bändern mit Hofgruppierungen umschließen einen inneren dreiecksförmigen Grünraum, der ähnlich den englischen Squares allseits von Erschließungsstraßen eingefasst ist. In diesem Grünraum, der hohe Aufenthaltsqualitäten verspricht, steht das Kesselhaus freiplastisch als beherrschendes, dem Quartier Identität gebendes Bauwerk. Allerdings sind die Grundstücksgrenzverläufe beim Kesselhaus ebenso wenig berücksichtigt, wie dessen Stellplätze und Gebäudezugänge. Der Umgang mit den denkmalgeschützten Gebäuden im Übrigen, also der Suppenwürzefabrik und dem Werkstättengebäude, überzeugt dagegen uneingeschränkt. Mit den vorgeschlagenen Nutzungen und der Freiflächengestaltung könnte hier eine höchst attraktive Quartiersmitte entstehen. Ebenso positiv bewertet das Preisgericht mehrheitlich die Ausbildung des Randbereichs der Georg-Reismüller-Straße. Es gelingt den Verfassern einerseits eine wirkungsvolle bauliche Fassung des Straßenraums, andererseits eine in der Maßstäblichkeit und Offenheit der Baukonfiguration ausgezeichnete Vermittlung zum bestehenden westlichen Nachbarquartier. Auch die sehr gute Zugänglichkeit zum inneren Grünraum für die angestammte Bewohnerschaft wird gewürdigt. Der vorgeschlagene Standort für die Kindertagesstätte im nordwestlichen Mündungsbereich der Georg-Reismüller-Straße in die Ludwigsfelder Straße wird dagegen kritisch bewertet, weil ihre Freiflächen dort dem beträchtlichen Verkehrslärm ausgesetzt wären. Die Hofgruppierungen im Norden und Osten sind nicht üppig dimensioniert, verfügen aber über hohe räumliche Qualitäten. Ihre kompakten Abmessungen ermöglichen zudem die Anlage des geräumigen, inneren öffentlichen Parks. Das Erschließungskonzept ist einfach, effizient und bedient überzeugend alle Baufelder. Die vorgeschlagene Anbindung im Nordwesten an die Ludwigsfelder Straße ist wegen des Konfliktpotentials in diesem Knotenbereich nicht möglich. Die Vorschläge zur Unterbringung des ruhenden Verkehrs in einigen kleineren, separat erschlossenen Tiefgaragen wird begrüßt. Auch die Teilbarkeit der Grundstücke und die Aspekte der Wirtschaftlichkeit sowie der Nachhaltigkeit sind sehr gut berücksichtigt.
    Mit dem Zauneidechsenhabitat wird rücksichtsvoll umgegangen. Insgesamt stellt die Wettbewerbsarbeit
    einen besonders qualitätvollen Beitrag zur Lösung der komplexen Aufgabenstellung
    dar.


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