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  • DE-12489 Berlin, DE-13055 Berlin
  • 02/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-213466)

Wohnen am Campus II


  • 1. Preis

    © roedig . schop / plancontext

    Landschaftsarchitekten
    plancontext gmbh landschaftsarchitektur, Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: roedig . schop architekten, Berlin (DE)

    Preisgeld
    20.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit zeigt eine klare und gut lesbare räumliche Struktur. Sie gliedert sich in drei Zonen, die in sich einen eigenen Charakter zeigen und eine Korrespondenz zu den Quartieren jenseits des Oktogons bzw. der Tramtrasse herstellen.

    Der Gebäudestreifen an der Karl-Ziegler-Straße gliedert sich in gut proportionierte Wohnhöfe, die durch eine schmale differenzierte, gleichwohl geschlossene Randbebauung mit Laubengängen vor dem Gewerbelärm geschützt wird.
    Am Alexander-von-Humboldt-Weg folgt eine aus Einzelbauten zusammengefügte Zone, die Motive aus dem südöstlichen Quartier (jenseits der Tramtrasse) zwar aufnimmt, aber räumlich zu offen gestaltet ist.

    Schließlich wird das neue Quartier an der nordöstlichen Ecke mit einem hohen und freigeformten Solitär abgeschlossen. Dieser Solitär, der multifunktional gedacht ist, bildet ein eindrucksvolles stadträumliches Gelenk und zugleich ein markantes Merkzeichen an der richtigen Position zwischen den kompakten Wohnquartieren und dem weiträumigen Park. Während der Solitär an dieser Stelle sinnvollerweise für Gewerbe, Gastronomie und Einzelhandel ausgewiesen wird, erscheint die großflächige Ausweisung des Parkens im Erdgeschoss, insbesondere an der Herrmann-Dorner-Allee, fragwürdig.

    Die Jury beurteilt die Verknüpfung der inneren Freiräume mit der umgebenden Landschaft positiv. Es entstehet im neuen Quartier eine Vielfalt nutzbarer und klar gefasster Freiräume, die zur Adressbildung beitragen werden und gute wohnungsnahe Aufenthaltsqualitäten versprechen. Im Detail lassen die Freiräume allerdings die gewünschte gestalterische Qualität vermissen. Dennoch verspricht das Gesamtkonzept ein hohes Maß an Stabilität und gleichermaßen eine gute Anpassungsfähigkeit. Die Bezüge zwischen den Grundrissen im Erdgeschoss und den angrenzenden Freiräumen sind schlüssig beschrieben.
    Die Arbeit schafft es, mit einer entspannten Gebäudekonfiguration im oberen Bereich von Bruttogeschossfläche und Wohnungszahl zu liegen. Insgesamt wird die Arbeit als überaus leistungsfähige Grundlage für die nachfolgende architektonische Realisierungsplanung gewürdigt, sowohl konzeptionell wie auch ökonomisch.