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  • DE-47138 Duisburg, DE-47167 Duisburg
  • 02/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-225718)

St. Barbara Duisburg


  • Anerkennung

    © terra.nova landschaftsarchitektur / LAUX Architekten

    Landschaftsarchitekten
    terra.nova Landschaftsarchitektur, München (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Yvonne Baur

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: LAUX ARCHITEKTEN GMBH, München (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das Städtebaukonzept bildet eine starke und eindrucksvolle Figur, die in der Umsetzung über einen hohen Wiedererkennungswert verfügen würde. In der Überarbeitung wurde die kritisierte Massivität des Randes etwas aufgelockert und dieser in Teilbereichen unterbrochen.

    Erschließungshöfe markieren nicht nur die eindeutigen Adressen, sondern ermöglichen von außen klar ablesbare große Zugänge zum inneren Barbara – Park, der als große öffentliche Grünfläche das Herz des Quartiers bildet. Die teilweise erhaltene Gebäudesubstanz des ehem. St. Barbara Hospitals bildet an einem Quartiersplatz einen wichtigen Baustein. Die ehem. Schule wird ebenfalls erhalten und reiht sich in Verlängerung des neuen Quartiersrandes ein.

    Die Schaffung eines Parks rund um die ehem. St. Barbara Gebäudesubstanz wird positiv bewertet, wenngleich sich die Verfasser den großen öffentlichen Raum zu Lasten zu kleiner privater und halböffentlicher Bereiche „erkaufen“. Ob dies die richtige Antwort insbesondere auch im Bereich der Stadthäuser ist, wird bezweifelt. Ebenfalls kritisch beurteilt wird der Verzicht auf die identitätsstiftenden Grünstrukturen im Bereich der ehem. Straße im Westen des Plangebietes. Hier entfallen wertvolle Bestandsbäume zu Gunsten der gewählten Gebäudefigur.

    Das Programm hat einen zu hohen Anteil an Geschosswohnungsbau. Hier werden zwar anhand von Beispielgrundrissen verschiedene Typologien und Größen aufgezeigt, der Nachweis von funktionierenden Grundrissen im „Bogen“ wird jedoch nicht erbracht. Der Wohnungsmix wirkt insgesamt sehr additiv und konventionell. Die aufgezeigte Architektur und benannte Materialität werden dagegen ausdrücklich gewürdigt. Sie zeigen einen gestalterisch sensiblen Umgang mit dem besonderen Ort.

    Die Arbeit zeichnet sich durch eine entschlossene städtebauliche Herleitung aus, die jedoch in ihrer Konsequenz auch viele Probleme und Schwächen nach sich zieht. Die Figur und die gewählten städtebaulichen Mittel sind konzeptionell nachvollziehbar, passen aber in ihrer Dimension und Massivität nach Auffassung der Empfehlungskommission auch nach der Überarbeitung nicht an den Ort. Auch konnten einige offene Fragen und Zweifel z.B. zu Grundrissen nicht endgültig ausgeräumt werden. Die Schaffung eines großzügigen St. Barbara - Parks wird jedoch als interessanter Beitrag bewertet.