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  • DE-70771 Leinfelden-Echterdingen, DE-70771 Leinfelden-Echterdingen
  • 03/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-211242)

Neubau Bürogebäude Stadtwerke


  • Anerkennung

    kein Bild vorhanden
    TGA-Fachplaner
    Engineering- Consult Gesellschaft für Heizung, Lüftung und Sanitär mbH, Karlsruhe (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Jöllenbeck & Wolf Architekten BDA, Walldorf (DE)

    Preisgeld
    1.900 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Verfasser schlägt einen schlanken 4-geschossigen Riegel vor, der mit dem bestehenden Bauhof ein orthogonales Ordnungssystem bildet und zwischen Bauhof und Neubau einen Vorplatz formuliert. Diese städtebauliche Setzung, die zur freien Landschaft einen klaren Abschluss formuliert, wird positiv bewertet, wobei sie um den Preis einer Baugrenzenüberschreitung in Süden erkauft wird. Auch der neu geschaffene Freiraum zum Bauhof wird erst möglich, wenn die Nord-Süd-Umfahrung realisiert wird, was erst in weiter Zukunft der Fall sein dürfte.

    Das Gebäude ist als zweibündige Anlage mit Ost-West-orientierten Büroräumen konzipiert. Die Erschließung erfolgt über 4 Eingänge, wobei der Haupteingang an der Nord-West-Ecke liegt und typologisch nicht überzeugt. Die Bedeutung des Zugangs vom Bauhof liegt auf der Längsfassade im Westen und erscheint aus Sicht der Jury überinterpretiert und überinszeniert. Der Zugang der externen Nutzer auf der Ostseite wirkt hingegen eher wie ein Hintereingang. Der Personaleingang liegt richtig zu den Stellplätzen orientiert auf der Ostfassade. Die vertikale Erschließung wird in der Ostfassade als deutlich sichtbares und gliederndes Element hervorgehoben. Leider wirkt sich die Lage der einläufigen Treppe an der Fassade im Grundriss nicht positiv aus, im Gegenteil, es entsteht eine Aufdopplung der Flure, da die Treppe durch eine Nebenraumspange vom Mittelflur getrennt wird.

    Die Technik und das DataCenter befinden sich im 3.OG ganz oben. Der Entwurf kommt dadurch ohne Untergeschoss aus und erhält durch die 4-Geschossigkeit die notwendige Baumasse, um die städtebaulich heterogene Bestandssituation neu und gelungen zu arrondieren. Die Ausbildung des „Innenhofes“ im 3 OG, wird kontrovers diskutiert.

    Die konventionelle Stahlbetonkonstruktion lässt eine wirtschaftliche Erstellung erwarten, der Entwurf liegt mit seinen Kennwerten im unteren, wirtschaftlichen Bereich. Die Fassade mit großformatigen festverglasten Feldern ist im Wechsel mit Betonfertigteilen funktional, wenn auch spröde in seiner Erscheinung gestaltet. Hervorzuheben sind die integrierten Lüftungsklappen, die eine freie Nachtlüftung ermöglichen. Das beschriebene Energiekonzept ist komplex, erscheint aber realisierbar, der Sonnenschutz ist funktional und wirksam. Die offenen Lüftungskanäle unter den Decken überzeugen hingegen nicht.

    Der Brandschutz wird im Wesentlichen erfüllt, das Treppenhaus muss entsprechend abgetrennt werden. Die angedeuteten Galerien verbinden max. 2 Geschosse, der 2. Fluchtweg ist durch Anleitern gesichert, wenn entsprechende Rettungsfenster vorgesehen werden.

    Insgesamt wird die Arbeit als positiver Beitrag bewertet, der vor allem durch seine städtebauliche Setzung gewinnt. Die Schwächen werden in der typologischen Durcharbeitung der Grundrisse und Fassaden gesehen.