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  • DE-10318 Berlin, DE-10360 Berlin
  • 03/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-211222)

Schulerweiterung und Neubau Sporthalle Lew-Tolstoi-Grundschule


  • ein 3. Preis


    Landschaftsarchitekten
    HOLZWARTH Landschaftsarchitektur, Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Gerd Holzwarth

    Mitarbeit
    Philipp Rösner

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: DIERKS & CRAMER

    Preisgeld
    9.200 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der vorgeschlagene Erweiterungsbau schließt im Bereich des Bestandstreppenhauses an den Altbau im Winkel an. Dabei wird der Sanitär- und Treppenhaustrakt entkernt zugunsten einer großzügigen Erschließung sowohl über den alten Eingang als auch über den Hof von Norden. Das Foyer des Altbaus wird dabei mit dem des Neubaus über Stufen und Sitzstufen gestalterisch ruhig und angemessen verbunden.

    Die Gliederung des Baukörpers in einen Sockel mit aufgesetztem Kubus wird aus gestalterischer Sicht kritisch gesehen.

    Der Neubau ist als Dreibund ausgebildet mit Gruppen- bzw. Gemeinschaftsräumen in der Mittelspange, die sich zu einem 3-geschossigen Luftraum orientieren, jedoch nicht ausreichend natürlich belichtet erscheinen. Die Umsetzbarkeit in Hinblick auf den Brandschutz wird diskutiert, aber als machbar beurteilt. Die Räume der Verwaltung werden aus dem UG des Altbaus in das EG des Neubaus verlegt zugunsten einer kompakten und gut auffindbaren Lage.

    Die Sporthalle wird hinter die Gebäudeflucht an der Zwieseler Straße zurückgesetzt, was im Hinblick auf die Dimension der benachbarten Gebäude positiv bewertet wird. Auch die getrennte Erschließung, zum einen von der Schule, zum anderen von der Zwieseler Straße, ist gut gelöst. Die Belichtung der Sporthalle von vier Seiten wird sportfachlich kritisiert.

    Als Material wird sowohl für den Schulanbau als auch für die Sporthalle Klinker gewählt - in bewußtem Kontrast zum Bestand. Beim Schulanbau setzt sich wie bei der Sporthalle der obere Gebäudeteil vom Sockel ab, was zu einer gestalterischen Ruhe beiträgt. Die Fassaden sind klar und fein strukturiert und deuten eine hohe Qualität im Detail an. Die Freianlagen sind ruhig und angemessen strukturiert im Hinblick auf den komplizierten Zuschnitt des Grundstücks. Die Bestandsbäume werden soweit wie möglich erhalten.