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  • DE-96337 Ludwigsstadt, DE-96337 Ludwigsstadt
  • 04/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-230190)

Jahnshof - Revitalisierung Jahns Bräu-Areal


  • 2. Preis

    Blick vom Loquitzbalkon, © Architekturbüro Gatz, silands | Gresz + Kaiser, Höhnen und Partner

    Landschaftsarchitekten
    silands | Gresz + Kaiser Landschaftsarchitekten PartG mbB, Ulm (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Architekturbüro Gatz, Bamberg (DE)
    Bauingenieure: Ingenieurbüro Höhnen und Partner, Bamberg (DE)
    Visualisierer: Architektur & Zeichnung, München (DE)

    Preisgeld
    17.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Abgeleitet aus dem Motiv des Loquitz Baches wird ein schlüssig begründetes Konzept fließender und sich öffnender Räume entwickelt. Damit gelingt sowohl ein ausgeprägter Bezug zur Ortsmitte wie auch eine schön differenzierte Raumbildung im Inneren des Geländes zwischen den Bestandsgebäuden.

    Durch die Wegnahme von Haus 23 entsteht ein großzügiger Eingang in das Gelände der ehemaligen Jahns-Bräu und ein attraktiver Antritt an dem Zusammenfluss von Loquitz und Hassbach. Entlang des Gewässers wird der Weg in Richtung Stadtmitte weitergeführt; mit dem Informationspunkt an der Kronacher Straße entsteht von der Stadtmitte her gesehen ein attraktiver Auftritt.

    Die Funktionsbereiche sind gut angeordnet, der Parkplatz liegt nah und doch abgeschirmt, der Biergarten und die erhöhte Restaurantterrasse haben einen schönen Bezug zur Loquitz. Mit den Rasenterrassen und der Bühne ergibt sich ein interessanter Veranstaltungsort. Für den an der Loquitz angeordneten Spielplatz werden Gefahren und Risiken auf Grund der hohen Fließgeschwindigkeit gesehen.

    Das ehemalige Sudhaus wird mit angemessenen Mitteln zu einem markanten Merkzeichen, welches auch genutzt wird, freigestellt und gestaltet. Die Betreiber bemängeln die aus der dezentralen Anordnung der Läden resultierenden Schwierigkeiten bei der personellen Besetzung und den Betriebskosten der Läden.

    Die Topografie wird sorgfältig aufgegriffen und zu differenzierten Einzelräumen weiter entwickelt. Die Räume sindgezielt und angemessen gesetzt.

    Die Ladenpavillons greifen die Formensprache von Kieseln im Bach auf und ordnen sich auch in dieser Weise an. Diskutiert werden die durchgehenden Glasfronten hinsichtlich Funktionalität der Läden. Die Verwendung des Materialkanons Putz – Schiefer – Holz ist richtig und dem Ort angemessen. Seine Verwendung in Bezug auf die Fassadengestaltung wird unterschiedlich beurteilt.

    Herstellung, Betrieb und Unterhalt der Gesamtanlage wird mit angemessenen Mitteln zu schaffen sein. Insgesamt wird in dieser Arbeit ein wertvoller Beitrag gesehen, der es nach sorgfältigen Auseinandersetzung mit dem landschaftlichen und ortstypischen Gegebenheiten schafft, diese zu einem neuen Raumgefüge weiter zu formulieren.