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  • AT Wien, AT-1100 Wien
  • 09/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-230864)

Quartiershäuser 2015, Leben am Helmut-Zilk-Park


  • Sieger Grundst. C.22.A


    Projekt
    GeQ Das Gesundheits.Quartier

    Architekten
    einszueins architektur ZT GMBH, Wien (AT) Büroprofil

    Mitarbeit
    Markus Zilker, Markus Pendlmayr, Lorenzo Menato

    In Zusammenarbeit mit:
    Private Bauherren: NEUE HEIMAT - Gemeinnützige Wohnungsbau GmbH, Wien (AT)

    Erläuterungstext
    WOHLFÜHLEN UND GESUND BLEIBEN!

    Die Stadt der Zukunft wandelt sich zum Gesundbrunnen und Gesundheit wird zum städtischen Lebensprinzip. Folgt man den Prognosen der Trendforschung wird die Stadt der Zukunft zu einem Lebensraum, der sich ganz der Gesundheit ihrer Bewohnerinnen und Bewohner verschreibt.

    Das Gesundheits.Quartier ist ein Baustein für die gesunde Stadt– ein Ort, der Gesundheit und Wohlbefinden – physisch und psychisch – beim Wohnen und darüber hinaus aktiv fördert. Das Projekt ist ein inspirierender (Frei-)Raum für Körper, Geist und Seele. Thematisiert werden wichtige Lebensbereiche wie: Ernährung, körperliche Betätigung, Naturkontakt und nicht zuletzt auch das integrative soziale Umfeld. Das Gesundheits.Quartier wird aktiv gelebt, die Menschen können mithilfe der gestellten Angebote ihre Gesundheit leicht selbst in die Hand nehmen.


    Qualität des Nutzungskonzepts:
    Gesundheit ist ein zentrales Thema der Gesellschaft. Daher sind wir überzeugt den gewünschten Effekt des Quartiershauses optimal zu erfüllen, indem wir ein gesundes Haus verwirklichen, dass Gesundheitsaspekte sowohl baulich als auch in der Nutzung auf allen Ebenen berücksichtigt. Bioladen & Buchshop/Rezeption, Seminar & Bewegungsräume und die Quartiersküche beleben das Quartier und stellen für die BewohnerInnen und NachbarInnen ein Angebot dar auf niederschwellige Weise Gesundheitspflege zu betreiben.

    Qualität der Architektur und Bezug zur Stadtstruktur:
    Das Gesundheits.Quartier ist ein freigespielter Baukörper, mit klarer Struktur, der Verbindungen zwischen Straßenraum und Park schafft. Durch die „luftige“ Widmung werden großzügige Raumhöhen möglich, die gemeinsam mit großen Spannweiten eine neutrale Programmierung und langfristige Umnutzbarkeit ermöglichen. Die Erschließung im Baukörper ist von 2 Lufträumen geprägt die für eine helle Atmospähre sorgen und Blickkontakt über mehrere Geschosse ermöglichen.
    Nachhaltigkeit wird nicht nur im Programm, sondern auch in der intelligenten, vom Baustoff Holz geprägten Systembauweise sowie der Holzfassade umgesetzt. Die Materialität des Bauwerkes drückt Wärme und Freundlichkeit aus. Die grünen Wände werden mit Experten umgesetzt um beständige, schöne und inspirierende Orte zu schaffen.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das Projekt stellt ein rundes und glaubhaftes Gesamtkonzept dar und ist in der Zusammenschau am weitesten ausgereift. Im Zentrum steht eine ganzheitliche Auffassung von Gesundheit, die verschiedene Arten durch das Gebäude übersetzt wird. Das QEG schätzt die Qualität, die das Projekt durch die weitere Überarbeitung erfahren hat. Die städtebauliche Lösung des eingeschoßigen Sockels wirkt gut platziert, die Öffnung des Hauses zum Park wird stadträumlich positiv gesehen. Daraus resultierende Konsequenzen hinsichtlich der Lärmbelastung zum Hof sollten in der Umsetzung geprüft werden, eventuell ist zusätzlicher Lärmschutz nötig. Ebenso wesentlich wird das städtebauliche Zusammenspiel mit dem Nachbargrundstück sein. Es ist unklar, wie BB 45 eingehalten ist. Die Darstellung der Architektur wirkt insgesamt freundlich und einladend, wenngleich die Mittelgangerschließung nicht als optimale Lösung bewertet wird. Die Architektursprache wird als zurückhaltend und gängig wahrgenommen. Das Erdgeschoß funktioniert gut. Die Übernahme koordinativer Verantwortungen durch Mieter im Haus stellt ein positives Merkmal hinsichtlich der Prozessqualität dar. Die Wohnungen wirken gut nutzbar, die Berücksichtigung des Wohnungsnachfragesektors 55+ wird geschätzt und stellt auch in Zusammenhang mit den Baugruppenprojekten ein wichtiges Merkmal dar. Außerdem ergänzen die Mietwohnungen des Clusters gut die sonst angebotenen Eigentumswohnungen. Das Programm und die Nutzungsangebote im Sockel gehen über das Wohnen hinaus und prägen das Projekt, ihre räumliche Übersetzung ist gut durchdacht, es gibt eine Vielzahl von guten PartnerInnen, die sich einbringen werden. Die Nutzung bietet weiters den Vorteil, dass NutzerInnen aus anderen Vierteln geholt werden. Von den Nutzungen wird eine quartiersübergreifende Wirkung erwartet. Durch Aktivitäten, die sich bis in den Abend hinein erstrecken können, wird auch der Einfluss auf das unmittelbar umliegende Quartier als gegeben angenommen. Die Gestaltung des Hofs und die vorgesehene partizipative Planung des BB3-Areals werden positiv aufgenommen. Das Gebäude ist als Quartiershaus am weitesten ausgereift und bietet Mehrwert fürs Umfeld