loading
  • DE-77871 Renchen, DE-77871 Renchen
  • 04/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-219975)

Um- und Neubau von Bettenhäusern - Fachklinik Haus Renchtal


  • Anerkennung


    Landschaftsarchitekten
    Treibhaus Landschaftsarchitektur Berlin/Hamburg, Berlin (DE), Hamburg (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Deniz Dizici

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: nyx architekten und ingenieure, Nürnberg (DE)
    Landschaftsarchitekten: LAVALAND Laura Vahl, Berlin (DE)
    Architekten: studio.Zfm, berlin (DE)
    Visualisierer: THIRD, Leipzig (DE)

    Preisgeld
    2.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Verfasser versucht mit der städtebaulichen Idee einen Abschluss der Agglomeration im Norden zu finden.

    Dies stellt eine interessante Entwurfsvariante dar.

    Durch den Abschluss entsteht ein geschützter Mittelbereich im Zentrum der einzelstehenden Häuser, der als gewinnbringend angesehen wird.

    Allerdings wird durch das Einschieben des Baukörpers in den bestehenden Wirtschaftshof eine künstliche, nicht notwendige oder gewinnbringende räumliche Enge erzeugt.

    Die notwendige Adressbildung wird durch die oberirdisch nur eingeschossige Sichtbarkeit in der Konsequenz nicht erreicht.

    Durch die Stellung werden viele gut belichtete Räume auch im Gartengeschoss geschaffen, allerdings wird das Aufeinandertreffen von Gelände und Baukörper in den Geschossen durchgängig nicht gelöst.

    Das Baufenster wird im südöstlichen Bereich der Hangkante überschritten.

    Der gewachsene Baumbestand wird einer letztlich nicht überzeugenden Stellung der Baukörper geopfert. Ein sensibler Umgang mit dem Bestand ist nicht erkennbar.

    Die Vorteile der Dachform erschließen sich dem Preisgericht nicht. Eine konsequentere Ausbildung als typisches Satteldach oder 0-Grad-Dach wäre wünschenswert.

    Der innovative Ansatz eine neue Wohnformgestaltung zu schaffen wurde im Preisgericht intensiv diskutiert und auch gewürdigt. Die Grundrisstypologie wurde am Ende der Diskussion jedoch als nicht nur zweckdienlich für den therapeutischen Ansatz bewertet.

    Eine Teilnahme an der Gemeinschaft kann im späteren Therapieverlauf wohl wünschenswert sein, berücksichtigt jedoch den anfänglich strengen Rückzugswunsch
    der Patienten nicht ausreichend.

    Eine komplette akustische und optische Abschottung z. b. durch schallisolierende Drehtüren würde den Entwurfscharakter maßgeblich verändern. Auch wird in Frage gestellt, ob die Belichtung des privaten Wohnbereichs durch die Verschattung der Nasszelle noch genügend wahrgenommen wird.

    Die innenräumliche Wirkung erinnert an ein hochwertiges Wohnen, ob der wirtschaftliche Investitionsrahmen richtig gewählt ist, wird in Frage gestellt.

    Die aufwändige Grundrisstypologie scheint originär dafür verantwortlich, dass im Altbau Flächeneffizienz verloren geht, dies führt zu keiner allzu wirtschaftlichen Lösung.

    Der Neubau ist mit 28 Zimmern zu umfangreich angelegt. Im Altbau wurden zu wenig Zimmer geschaffen. Im Altbau sind die Duschen im Innern angeordnet, dies scheint nachteilig. Die Spiel- und Therapieräume sind gut dimensioniert und positioniert.

    Die Fassade wirkt modern und angemessen, nicht überambitioniert. Für eine abschließende Bewertung fehlt dem Preisgericht die Ansicht weiterer Fassaden. Dies wäre wünschenswert gewesen.

    Die Differenzierung von Privatheitsgraden ist Kern des Entwurfskonzeptes.

    Diese überzeugen am Ende nicht restlos.


INFO-BOX

Angelegt am 05.05.2016, 12:40
Zuletzt aktualisiert 08.03.2017, 21:41
Beitrags-ID 4-120535
Seitenaufrufe 62