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  • DE-69469 Weinheim, DE-69469 Weinheim
  • 05/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-213869)

Neubau Schulzentrum mit 2-Feld-Halle


  • 2. Preis

    kein Bild vorhanden
    TGA-Fachplaner
    Ingenieurbüro Hausladen GmbH, Kirchheim (DE), München (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: löhle.neubauer_architekten BDA pmbb, Augsburg (DE)
    Landschaftsarchitekten: lohrer.hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner gmbh, München (DE)
    Tragwerksplaner: Furche Geiger Zimmermann Tragwerksplaner GmbH, Köngen (DE), Hannover (DE)

    Preisgeld
    21.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf entwickelt den Neubau als stimmige Weiterentwicklung aus der Typologie des Rolf-Engelbrecht-Hauses, sodass das Schul- und Kulturzentrum sich als eine harmonische Baustruktur darstellt. Dabei ist insbesondere die Integration der Topografie über ins Gelände führende Sitzstufenanlagen hervor zu heben.
    Parallel zur Breslauer Straße bildet das Ensemble aus REH und Schulneubau das gewünschte neue öffentliche Gesicht im Stadtraum.

    Die Gliederung des Schulzentrums in vier gegeneinander versetzte Pavillons entlang einer zentralen Erschließungsachse schafft klar ablesbare Adressen der Funktionseinheiten innerhalb des Gebäudes wie auch einen in vier optimal nutzbare Teilräume strukturierten Freiraum. Die im Westen liegenden Pausenhöfe bieten dabei großzügig dimensionierte und gegliederte Freiräume für schulische Aktivitäten; die im Osten liegenden Eingangsbereiche bilden klar ablesbare Zugänge ins Schulzentrum wie auch in die Sporthalle mit den entsprechenden Parkierungsanlagen für Fahrräder und Pkw. Durch Erhalt der Bestandsbäume im Norden, wie auch die vorgeschlagene Bewegungslandschaft im Süden, entstehen dabei identifizierbare Adressen. Positiv fallen dabei die zahlreichen Übergänge aus dem Gebäude in den Freiraum auf.

    Die innere Organisation der schulischen Cluster um grüne Höfe mit Kommunikations- und Bibliotheksflächen ist in Lage und Dimension gelungen. Kritisch gesehen wird die Anbindung des 1. Obergeschosses über eine Treppenanlage im schmalsten Bereich der zentralen Achse.

    Die Gestaltung des Forums mit den angrenzenden variabel zu öffnenden Räumen von Mensa, Musik- und Multifunktionsraum bilden das Zentrum der Anlage. Die dazugehörigen Nebenräume, Küche und Anlieferung liegen optimal im Grundriss und können konfliktfrei angedient werden.

    Die gewählten Fassadenmaterialien und -struktur schaffen eine unaufgeregte Architektursprache, die die Selbstverständlichkeit des Entwurfes unterstützt.

    Die ökologischen Anforderungen werden durch die Verwendung regenerativer Energien und Optimierung der Gebäudehülle erfüllt. Die technische Grundlüftung mit 1,3-fachen Luftwechsel wird dabei kritisch gesehen.

    Die Pkw-Stellplätze konzentrieren sich in zwei Anlagen: An der Breslauer Straße und im Bereich der Turnhalle. Fehlende Parkplätze sind ausreichend durch Fahrradabstellmöglichkeiten kompensiert. Das umfangreiche Angebot an Fahrradabstellmöglichkeiten (ca. 100) ist kompakt im Schuleingangsbereich angeordnet. Eine Kiss & Ride Zone ist nicht ausgewiesen.

    Insgesamt stellt der Entwurf eine hervorragende gestalterische und wirtschaftliche Lösung der Entwurfsaufgabe dar.