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  • 3. Preis

    © w+p Landschaften und Ackermann + Renner Architekten

    Landschaftsarchitekten
    w+p Landschaften, Berlin (DE), Offenburg (DE), Schiltach (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Ackermann + Renner Architekten GmbH, Berlin (DE)
    Architekten: ERNST² ARCHITEKTEN AG, Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    21.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Seminargebäude und DDK werden, zusammen mit dem Gebäude Deutscher Sprachatlas, zu einem guten und selbstverständlichen Ensemble gefügt. Die Höhenentwicklung ist mit vier Obergeschossen moderat. Die Baukörper werden durch eine kraftvolle gefaltete und massiv ausgeführte Fassade gestalterisch gut strukturiert; sie entspricht positiv den Inhalten und ist angemessen. Die gleiche Fassadengestaltung verbindet beide Gebäude zu einem Ensemble. Sie bilden gemeinsam eine klare Geometrie sowohl zum Pilgrimstein als auch zum inneren Boulevard, so entsteht ein ruhiger Gesamteindruck auf diesem schwierig geformten Grundstück.

    Es wird eine Gasse zwischen den neuen Gebäuden gebildet, die durch die Anlagerung des Foyers des Seminargebäudes und des Veranstaltungssaals des DDK auch funktional belebt sein wird. ‚Campusterrasse‘ und ‚Campusboulevard‘ sind barrierefrei auf einem Höhenniveau, was zu Anpassungen bei dem Gebäude Deutscher Sprachatlas führen wird.

    Das Konzept des Vorentwurfs für das DDK wird grundsätzliche übernommen und schlüssig optimiert. Die Haupttreppe steht frei in einem klar geformten Luftraum und wird so ins Zentrum gerückt und markant inszeniert; eine neu geplante Dachterrasse wirkt attraktiv in diesen hellen Luftraum hinein.

    Das durchgehende Motiv der geschossweise variierenden Fassadenfaltung ermöglicht ein interessantes Wechselspiel, das horizontal und vertikal gut gegliedert ist und auch bei den geschlossenen Flächen vor den Archivräumen nicht zu monolithischer Anmutung führt. Das Angebot, durch ‚Photobeton‘ die Exponate nach außen sichtbar zu machen, wird kritisch diskutiert.

    Flächen und Wirtschaftlichkeit liegen bei beiden Gebäu¬den im Durchschnitt der eingereichten Arbeiten bzw. im Rahmen des ‚Nullprojekts‘.

    Die Vorgaben zur Energieeffizienz können im Rahmen des Entwurfs gut eingehalten werden. Das Energiekonzept ist in sich schlüssig und nachvollziehbar dargestellt. Die Stromversorgung soll durch Erneuerbare Energien aus Fotovoltaik ergänzt werden. Der gemittelte Glasflächenanteil in der Fassade von ca. 33 % im DDK und ca. 45 % im Seminargebäude erlaubt den Schluss, dass die Gebäude, auch wegen des guten sommerlichen Wärmeschutzes, ohne besonderen zusätzlichen Aufwand konditioniert werden können. Bezüglich der Energieeffizienz befindet sich diese Arbeit im soliden Mittelfeld der abgegebenen Arbeiten. Die Relation von Investitionskosten zu Energieeinsparpotential wird als angemessen bewertet. Insgesamt kann das Konzept als intelligente und wenig aufdringliche Weiterentwicklung des Basiskonzepts überzeugen; ein schön geformtes Ensemble mit guter Funktionalität und attraktiven Außenräumen.