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  • Anerkennung


    Landschaftsarchitekten
    KRAFT.RAUM., Krefeld (DE), Düsseldorf (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: h4a Gessert + Randecker Architekten | h4a Gessert + Randecker + Legner Architekten, Stuttgart (DE), München (DE), Düsseldorf (DE)
    TGA-Fachplaner: SCHREIBER Ingenieure Systemplanung / Gebäudetechnik GmbH, Ulm (DE)
    Tragwerksplaner: Rehle Ingenieure GmbH, Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    10.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Baukörper ist in zwei aufstrebende Bauteile über einer zweigeschossigen Basis gegliedert. Die Fassade wird zur Eichgärtenallee über zwei Geschosse ohne Versatz oder Gliederung durchgezogen, sodass trotz der grundsätzlichen Gliederung der Baumasse in zwei Baukörper die gewünschte Körnigkeit nur eingeschränkt wahrnehmbar wird. Geforderte Möglichkeiten, zwischen Eichgärtenallee und Wieseck fußläufig zu queren, sind innerhalb des Gebäudes nicht und im Außenraum während der Interimsphase über schmale Treppen nur sehr eingeschränkt gegeben. Für den Interimszustand wird das Gelände auf das Niveau der Eichgärten angehoben. Zum Bestand hin wird der Höhenversprung durch Mauern eingefasst. Die Zufahrt von der Ringallee führt auf das erhöhte Niveau. Das Campusseitige Plateau bietet Raum für Anlieferung mit Umfahrt und einige Stellplätze. Hinter der Baumreihe liegt die Tiefgaragenzufahrt, die die Situation im Interimszustand sehr verengt.

    Der gegliederte Baukörper wird von einem klaren vertikalen Lamellensystem eingehüllt, das nur bei der gläsernen Eingangshalle und der Verbindungshalle der oberen Geschosse auf die Funktionen reagiert. Ansonsten ist die hinter der Struktur liegende Fassade als Lochfassade ausgebildet. Die mittig liegende Eingangshalle grenzt an einem zentralen Innenhof, und verbindet das Erdgeschoss mit den zwei darüber liegenden Etagen. Leider ist das dritte Obergeschoss nicht mit den darunterliegenden Etagen über die Halle verbunden. Hier führt der Weg über zwei in der Ecke liegende Treppenhäuser. Die Funktionen scheinen in dem Gebäude übersichtlich angeordnet, jedoch zeigen sich einige funktionale Mängel. So scheint z.B. die zweigeschossige Labor- und Werkstatthalle in ihrer Lage parallel zur Eichgärtenallee mit der Ausrichtung auf die gegenüberliegenden Wohngebäude problematisch. Auch sind Anlieferung und Lagermöglichkeiten unklar. In den Obergeschossen sind Anordnung der Flure und Erschließungsstruktur unbefriedigend. Innenliegende Besprechungsräume, Treppenvorbereiche und vor allem die vertikale Erschließung zum 3. OG problematisch.

    Die hessischen Vorgaben zur Energieeffizienz können im Rahmen des Entwurfs eingehalten werden. Das Energiekonzept ist in sich schlüssig und nachvollziehbar dargestellt.

    Das Gebäude soll über Nahwärme, eine Wärmepumpe und Solarthermie mit Wärme versorgt werden. Die Stromversorgung soll durch Erneuerbare Energien aus Fotovoltaik und ggf. einer Klein- Windkraftanlage ergänzt werden. Der Glasflächenanteil in der Fassade von ca. 30% erlaubt den Schluss, dass das Gebäude ohne besondere technische Aufwände konditioniert werden kann. Die Relation von Investitionskosten zu Energieeinsparpotential wird trotz der Redundanz in der Anlagentechnik als angemessen bewertet. Die Arbeit liegt im Hinblick auf die voraussichtlichen Baukosten im vorgegebenen Rahmen.

    Der kraftvolle Auftritt der Arbeit wird durch die Schwächen, die vor allem im städtebaulichen Bereich, aber auch in funktionalen und architektonischen Aspekten vorliegen, stark reduziert.