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  • DE-79227 Schallstadt, DE-79227 Schallstadt
  • 07/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-218774)

Neubau Rathaus


  • 4. Preis


    Landschafts- / Umweltplaner, Landschaftsarchitekten
    faktorgruen, Freiburg im Breisgau (DE), Rottweil (DE), Heidelberg (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: K9 ARCHITEKTEN Borgards.Lösch.Piribauer, Freiburg im Breisgau (DE)

    Preisgeld
    6.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der kompakte, dreigeschossige Baukörper mit der gestalterischen Betonung des zurückgezogenen und weit geöffneten Erdgeschosses wird von der Jury mehrheitlich als interessanter Entwurfsansatz gewertet und ist prinzipiell als Rathausbau im städtebaulichen und landschaftlichen Umfeld vorstellbar.
    Das Gebäude ist allerdings etwas zu weit nach Norden geschoben, sodass der befestigte Vorbereich zu groß und die Distanz zum Betzenbach hin als etwas zu weit eingeschätzt werden.
    Die bauliche Ausformung des Bachufers durch Stufen ist zwar vorstellbar. Das Angebot an öffentlichen Flächen und aufwendig gestalteten Freianlagen im Süden des Gebäudes wird als insgesamt zu groß eingeschätzt. Positionierung und Orientierung des Sitzungssaales in Verbindung mit dem Foyer sind sinnvoll und ermöglichen interessante Ausblicke. Das Angebot einer Festwiese südwestlich des Gebäudes wird jedoch in Frage gestellt. Erschließung und Zugänglichkeit vom öffentlichen Raum und von der Parkierungsanlage sind gut gelöst und gestalterisch betont. Die Zugänglichkeit des Gebäudes durch den nördlichen Nebeneingang ist in der dargestellten Form jedoch nicht möglich.
    Insgesamt sind die funktionalen Anforderungen im Verwaltungsbereich des Rathauses erfüllt. Die getrennte Nutzung der Raumgruppe Sitzungssaal, Trauzimmer und Foyer ist bei der vorgeschlagenen Anordnung jedoch nicht möglich oder erfordert erhöhten organisatorischen Aufwand.
    Der kompakte Baukörper wäre kostengünstig herstellbar und durch den Einsatz angemessener Haustechnik wirtschaftlich zu betreiben.
    Die vorgeschlagenen Fensterformate mit großflächigen Festverglasungen würden allerdings einen erhöhten Pflegeaufwand erfordern.
    Die Gesamterscheinung des Baukörpers als „prismatischer Solitär“ wird zwar als interessanten Beitrag zur Lösung der Bauaufgabe gesehen, in seiner gestalterischen Umsetzung jedoch in der Jury widersprüchlich diskutiert.