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  • DE-66606 St. Wendel
  • 11/2004
  • Ergebnis
  • (ID 2-478)

Neubau eines Sport- und Eventbades


  • 2. Preis

    Entwurf 1.500

    Landschaftsarchitekten
    terra.nova Landschaftsarchitektur, München (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Ralph Walczyk, München (DE)
    Architekten: EISENLAUER Architektur & Stadtplanung, München (DE)
    Architekten: Voith Architektur und Stadtplanung, München (DE)

    Erläuterungstext
    Thema
    Neubau eines Sport- und Eventbades am westlichen Stadtrand von St. Wendel, der zweitgrößten Kommune im Saarland, als Bestandteil des Transformationsprozesses von zwei ehemaligen Kasernenarealen in den ´Wendelinuspark´, eine neue Freizeiteinrichtung mit überregionaler Bedeutung.

    Die Position des Gebäudes an der Südwest-Ecke des Areals ergänzt den Siedlungsrand und setzt einen markanten Akzent an der Stadteinfahrt von Westen. Sein äußeres Erscheinungsbild wird durch eine tansluzente Glashaut bestimmt, die durch eine spezifische Oberflächenbehandlung eine zwischen matt und glänzend changierende Wirkung erhält, die an das Glitzern einer leicht bewegten Wasserfläche im Sonnenlicht erinnert. Damit entsteht ein heller, lichterfüllter Innenraum, mit Durchblicken an ausgewählten Orten. Dei Dunkelheit erscheint der Körper als eindrucksvoll leuchtendes Objekt am Stadtrand von St. Wendel.

    Funktionen
    Hallenbad mit Schwimmer-, Nichtschwimmer- u. Erlebnisbecken, Kinderplanschbecken, Sanitär- u. Personalbereiche, Cafeteria mit Außenterrasse, Schwimmbad-, Versorgungs- u. Energietechnik, Lager, Instandhaltung, sowie Außenbereichen mit Aufenthaltsqualität (Liegewiese / Außenbecken)

    Daten
    Planungsbereich ges. ca 1,02 ha
    BGF ca. 3.600 m²
    BRI ca 15.600 m³
    GFZ ca. 0,35
    Baukosten geplant ca. 3,6 Mio EUR

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf besticht durch eine städtebaulich und architektonisch stimmige Konzeption. Dem großteils gerundeten und verglasten Baukörper mit aufgesetzten Lichtkanonen entsprechen im Inneren die Behandlung und Führung von Funktionszonen und Schwimmbecken. Der architektonische Stil wirkt städtebaulich als starker Blickfang westwärts, nach Osten öffnet er sich baukörperlich und innenarchitektonisch zu einem gut vorstellbaren Park.

    Die Raffinesse des Sonnendecks mit Park auf dem Dach, das gleichzeitig als transparentes Aquarium das Schwimmen nach außen hin sichtbar machen möchte, wird zumindest für die Wintermonate in Frage gestellt.

    Anerkannt wird die Professionalität und Entwurfsqualität der Arbeit, die konzeptionell und detailtechnisch besticht.

    In Frage gestellt wird der Entwurf allerdings an diesem spezifischen Ort, an der Tholeyerstraße, einer wichtigen und lauten Ausfallstraße von St. Wendel und im unmittelbaren Ensemble einer ehemaligen Kaserne aus den 30er Jahren gelegen.

    Der Entwurf trägt nachvollziehbar dem wichtigen und mitentscheidenden Kriterium der Wirtschaftlichkeit Rechnung.