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  • DE-58511 Lüdenscheid, DE-58507 Lüdenscheid
  • 09/2016
  • Ergebnis
  • (ID 2-228816)

Neubau der Musikschule


  • Anerkennung

    Perspektive, © SEP Architekten BDA

    Architekten
    SEP I ARCHITEKTEN Bockelmann Klaus PartG mbB, Hannover (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: nsp christoph schonhoff landschaftsarchitekten stadtplaner, Hannover (DE)
    Energieplaner: Janßen Energieplanung, Hannover (DE)

    Preisgeld
    2.500 EUR

    Erläuterungstext
    Der Neubau der Musikschule Lüdenscheid besetzt ganz selbstverständlich das Eckgrundstück an der Staberger-/ Hochstraße als Solitär und bildet den baulichen Anker zur Altstadt.
    Durch seine präzise Situierung innerhalb des Bauplatzes, leicht aus dem Straßenraum herausgedreht, entstehen 3 unterschiedlich geprägte, spannende Platzräume: Entreeplatz - Musikhof - Freitreppe.
    Zwischen dem Neubau der Musikschule und dem Geschwister-Scholl-Gymnasium entwickelt sich eine großzügige Stufenanlage, welche die bereits bestehende fußläufige Verbindung zwischen Altstadt, Kulturhaus und Gymnasien auf besondere Weise inszeniert.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser schlagen mit ihrer Arbeit einen solitären Baukörper vor, der durch seine verdrehte Setzung einen angemessenen großzügigen, der Altstadt zugewandten Vorbereich mit großer Aufenthaltsqualität schafft.
    Das Gebäude fügt sich geschickt in die Topographie ein, es entstehen barrierefreie Zugänge zur Kreuzung Hochstraße / Staberger Straße wie auch auf der dem Zeppelin-Gymnasium zugewandten Seite. Die Zufahrt zur vorgeschlagenen Tiefgarage von der Staberger Straße ist nachvollziehbar positioniert. Besonders positiv hervor zu heben ist die einladende Geste des Eingangs mit angrenzendem Atrium in Richtung der historischen Altstadt. Auch fügt sich der 3-geschossige Baukörper mit seiner Höhe harmonisch in das bauliche Umfeld ein. Die Gliederung der Fassade erscheint dagegen eher zufällig und gewollt.
    Die Organisation der Grundrisse um ein zentrales, mit Tageslicht durchflutetes Atrium wird positiv bewertet. Zu prüfen sind hier die sich für den zusätzliche erforderlichen Brandschutz ergebenden Maßnahmen. Die einzelnen Grundrissebenen sind wohl durchdacht und großzügig. So entstehen qualitätsvolle Zwischenräume für informelle Begegnungen. Die Bühne ist nicht barrierefrei zugänglich, ebenso bestehen Schwächen in der akustischen Trennung zwischen Multifunktionsraum und
    Schlagwerkraum.
    Die insgesamt großzügigen Grundrisskompositionen mit einer vergleichsweise hohen Bruttogrundfläche bedingen ein überdurchschnittlich hohes Verhältnis von Verkehrsflächen zu Nutzflächen.
    Des Weiteren wirkt sich die Planung einer Tiefgarage Kosten treibend aus. Zusammen mit den erhöhten Brandschutzaufwendungen aufgrund des offenen Atriums, führt dies dazu, dass die unzweifelhaft qualitätvolle Arbeit offensichtlich nicht im vorgegebenen wirtschaftlichen Rahmen umsetzbar ist.