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  • DE-80687 München
  • 06/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-231909)

SWM | Zschokkestraße | Westendstraße


  • Anerkennung

    EG + Umgebung, © dv architekten bda

    Architekten
    dv architekten deffner voitländer, Dachau (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Prof. Dorothea Voitländer , Prof. Konrad Deffner

    Mitarbeit
    Rafael Zehntner, Sven Abe Tjalma

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Burger Landschaftsarchitekten Susanne Burger und Peter Kühn Partnerschaft, München (DE)

    Preisgeld
    3.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das Konzept sieht einen städtisch formulierten Rand mit einem nach Süd-Westen offenen Freiraum vor. Die Schule bildet als freischwimmender Baukörper im Parkraum eine Art Pendant zum umschlossenen Platzraum am Quartiersauftakt an der U-Bahn.
    Das Quartier baut sich aus vier typologisichen Bausteinen auf: den geschlossenen Rand zur Straße, die freistehenden Häuser zum Inneren des Quartiers, die fast geschlossenen Blöcke und die freistehenden Hoftypologien (Hotel und Schule).
    Die unterschiedlichen Charaktere der einzelnen Typologien stehen unvermittelt nebeneinander. Die Herausforderung der Übergänge und die Chance hier eine spannende Raumabfolge zu kreieren bleibt ungenutzt. Insbesondere der Übergang zwischen dem nördlichen Quartiersplatz und öffentlichem Park ist extrem beengt.
    Der großzügige, nach Südwesten offene Parkraum bietet ein hohes Potential und vernetzt das Quartier mit der benachbarten Siedlung. Allerdings ist das Abrücken der umzäunten Sportflächen von der Schule nicht praktikabel und müsste an die Schule herangerückt werden. Das Baufeld für die Schule erscheint zu klein dimensioniert.
    Die nach innen freistehenden Häuser bilden über einen verbindenden Sockelbereich einen gemeinschaftlichen Freiraum. Somit entsteht eine städtische Kante zum inneren Parkraum. Der Sockel wird zwar über verschiedene Nutzungen (Eingänge, Ateliers etc.) aktiviert, wirkt allerdings in seiner Höhe als Barriere.
    Die Höfe sind teilweise sehr eng, insbesondere die KITA Nutzung ist in dieser beengten Situation nicht vorstellbar.
    Die zweite Reihe Punkthäuser erscheint nicht schlüssig und ist konzeptionell nicht nachvollziehbar.

    Wohntypologie
    Der Zweispännertypus im Blockrand macht durchgehend einen durchgesteckten Wohnungstypus möglich.
    Die Punkthäuser verfügen über zwei bauliche Fluchtwege.
    Die privaten Freiräume in den EG-Wohnungen haben private Terrassen, die Punkthäuser in den oberen Geschossen Balkone und die Blockrandbebauung zum Hofinneren Loggien.

    Funktionalität
    Die Vorfahrt des Hotels an der Westendstraße und die Anlieferung des Supermarkts funktionieren sehr gut. Jedoch wird ein längerer zentraler Abschnitt der Westendstraße an Aufenthaltsqualität verlieren.

    Energiekonzept
    Das vorgeschlagene Energiekonzept hat viele, teilweise widersprüchliche Ansätze. Es fehlt die gestalterische Ausformulierung.

    Verkehr
    Die Erschließung erfolgt von der Westendstraße, einem neuen Erschließungsstrich in Verlängerung des Kiem-Pauli-Wegs und der Barmerstraße (südl. Teil). An der Westendstraße wurden zwei neue Stichstraßen angebunden. Die Hans-Thonauerstr. und Barmerstr. werden zum Teil aufgelassen. Die Erschließung erfolgt damit überwiegend von außen. Das Gebietsinnere bleibt KFZ-frei.

    Emission
    Der Verkehrslärm ist weitgehend gelöst. Die Abstände der Rasenspielfläche zur Bestandsbebauung sind aber nicht eingehalten.
    Insgesamt gelingt es der Arbeit in großen Teilen die gestellten Aufgaben funktional gut zu lösen, dennoch bleiben an vielen Stellen offene Fragen.


INFO-BOX

Angelegt am 15.11.2016, 16:30
Zuletzt aktualisiert 23.03.2017, 10:49
Beitrags-ID 4-130834
Seitenaufrufe 272