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  • 2. Preis

    © Astoc Architects and Planners / Kuehn Malvezzi / Levin Monsigny

    Architekten
    KUEHN MALVEZZI, Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten, Stadtplaner: ASTOC ARCHITECTS AND PLANNERS GmbH, Köln (DE)
    Landschaftsarchitekten: Levin Monsigny Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin (DE)

    Preisgeld
    40.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Beitrag besticht durch eine klare städtebauliche Haltung, die es schafft, das gesamte Areal in einen Zusammenhang zu bringen. Zwei konsequent entwickelte Blockstrukturen an den lärmempfindlichen Bereichen übernehmen Gelenkfunktionen in die benachbarten Bereiche und sind im Maßstab angemessen.

    Der 20er-Jahre-Struktur mit ihrem wunderbaren Grünraum wird mit mehreren U-förmigen Baustrukturen geantwortet, die sich zum gemeinsamen Grünraum deutlich öffnen und damit den schönen Baumbestand akzentuieren. Gelungen ist die bauliche Fassung des Grünraums zur Daimlerstraße als Pendant zur Fassung im Bestand, allerdings wird damit der Edisonplatz überbaut.
    Durch die Schrägstellung in der U-förmigen Bebauung entstehen zum einen gut proportionierte Eingangshöfe, zum anderen ist die Besonnung der Gartenräume gewährleistet. Auf der Straßenseite (Benzstraße) antwortet die Bebauung sensibel auf die nördliche Nachbarschaft. Der Rhythmus von geschlossenem U als Gegenüber zu den ankommenden Wohnstraßen und perspektivisch sich verjüngenden Höfen als Antwort auf die nördlich Freiräume schafft einen klar gegliederten Straßenraum. Über einen urbanen Platz wird dieser Raum in den Grünzug zum Bahn-Freiraum geleitet, so dass diese rhythmisierte Achse zum starken Rückgrat wird. Der zentrale Quartiersplatz bildet das Gelenk zum östlich Quartier, das gut strukturiert im Wechsel von Erschließungshöfen und Grünräumen die Schrägstellung aus der westl. Bebauung aufgreift. Das grüne Band im Süden des Ergänzungsbereichs 3 vermittelt zur angrenzenden Bebauung und wirkt als wohltuender Puffer zu dieser ausfransenden Bebauung. Die gut entwickelten Baufelder werden durch eine hohe Dichte sinnvoll ausgenutzt.

    Die von den Entwurfsverfassern vorgeschlagenen Fassaden überzeugen in ihrer Anmutung für die Aufgabenstellung im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus nicht in Gänze.

    Insgesamt stellt die Arbeit einen hervorragenden Ansatz zur Nachverdichtung dieses besonderen Quartiers dar.