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  • DE-13407 Berlin, DE-10249 Berlin
  • 01/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-255148)

Neue Nutzungen auf dem Friedhof St. Johannes Evangelist


  • Gewinner

    Lageplan M 1:500

    Stadtplaner
    Machleidt GmbH, Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Benjamin Wille

    Mitarbeit
    Carolin Arand, Steffen Wörsdörfer

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: reset., Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    WALD-SIEDLUNG ST. JOHANNES: nachhaltig - vielfältig - nachbarschaftlich

    Das neue Quartier entwickelt eine innovative, ortsspezifische, prägende Struktur, welche sich in den Reigen der unterschiedlichen, aber jeweils sehr markanten Baustrukturen der Umgebung eingliedert. Die aufgelockerte Bauweise respektiert den wertvollen Baumbestand und schafft gleichzeitig ein einmaliges Wohnerlebnis „im Wald“ in urbaner Lage.

    STÄDTEBAU | EINBINDUNG
    Die umliegenden Stadtgebiete, wie auch das Englische Viertel, sind durch kleine Einheiten differenzierter Baustrukturen bzw. Wohnquartiere geprägt, wodurch sich ein „Flickenteppich“ aus verschiedenen Stadtbausteinen und Grünräumen ablesen lässt. In direkter Nachbarschaft sind dies die UNESCO-Welterbe-Siedlung Schillerpark mit ihrer offenen Zeilenstruktur und Flachdach sowie der denkmalgeschützte Schillerhof mit seiner Raum bildenden Figur und Schrägdach. Das neue Quartier am Friedhof fügt sich behutsam in diesen Kontext ein und stellt bewusst eine weitere eigenständige Siedlungsstruktur innerhalb des baustrukturellen „Flickenteppichs“ dar. Dadurch bleiben die geschützten Bestandsquartiere als solche eindeutig ablesbar. Das Aufgreifen übergeordneter Entwurfsideen bzw. -elemente – z.B. Material Mauerwerk/Putz, Fassadengliederung, Gemeinschaftsanlagen etc. – schafft trotz baustruktureller Eigenlogik eine gute Vernetzung und Einbindung in den Kontext.
    QUARTIER
    Das städtebauliche Grundgerüst orientiert sich neben dem baulichen Umfeld stark am vorhandenen Baumbestand. Einzelne Wohnhöfe in Form von Baufeldern, welche frei im öffentlichen Friedhofswald liegen, bilden die städtebauliche Grundidee. Diese Wohnhöfe liegen im Bereich der ehemaligen/derzeitigen Grabfelder und somit zwischen den wertvollen Alleen. Da die Wohnhöfe etwas kleiner als die Grabfelder sind können diese frei zwischen den Alleebäumen positioniert werden und somit auch Rücksicht auf erhaltenswerte Solitärbäume nehmen.
    WOHNHÖFE
    Die einzelnen Wohnhöfe bestehen jeweils aus einer Kombination eines Geschosswohnungsbaus mit individuelleren Wohnungstypologien, die von einer gemeinsamen Mauer um den Wohnhof eingefasst werden. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Grundtypen: a) einen siebengeschossigen Vierspänner + Reihenhäuser und b) einen sechsgeschossigen Dreispänner + sechs Duplextypen (gestapelte Reihenhäuser). Beide Typen werden jeweils durch einen gemeinschaftlichen Hof erschlossen und bilden individuelle private Freiräume aus.
    NUTZUNGEN
    Die Schollen dienen überwiegend dem Wohnen. In den an den südlichen Quartiersplatz angrenzenden EG-Zonen befinden sich einige wenige kleinteilige Gewerbeeinheiten (z.B. Laden, Gastro, Gemeinschaftshaus). Vereinzelt wird in den Schollen am Rand auch geparkt. Für die Kapelle wird ein Friedhofs-Café (vgl. Café Strauss im Dreifaltigkeitsfriedhof an der Bergmannstraße) vorgeschlagen. Ebenfalls könnten im Kellergeschoss der Kapelle quartiersübergreifende, gemeinschaftliche Nutzungen wie etwa eine Werkstatt, ein Co-Working Space oder Self-Storage Räume entstehen.

    FREIRAUM | BAUMBESTAND
    Momentan ist das Friedhofareal primär durch den prächtigen Baumbestand geprägt. Dieses Image wird auch in Zukunft den Charakter des Quartiers im Wesentlichen bestimmen. Ziel ist es, ein „Wald-Quartier“ zu entwickeln. Dabei ordnen sich die Baustrukturen den Vegetationsstrukturen – Saum, Alleen, Solitärbaum – unter. Dadurch wird ein maximaler Erhalt an wertvollen Bestandsbäumen bei gleichzeitiger Erfüllung der geforderten Wohneinheiten erreicht.
    ÖFFENTLICHER FREIRAUM
    Das gesamte Friedhofsareal wird als großer zusammenhängender öffentlicher Freiraum gestaltet. Hierin eingebettet liegen die kompakten Baufelder in Form von Wohnhöfen. Der Freiraum hat den Charakter eines Stadtwaldes mit den imagebildenden Bäumen. Das Erscheinungsbild der Grundfläche erinnert an einen klassischen Waldboden mit begrünten Lichtungen. Eine besondere Stellung nimmt dabei der zentrale Bereich um die Kapelle ein.
    Der bestehende Hauptweg in Nord-Süd-Richtung wird gestärkt und in Richtung Corker Straße um einen Hauptabzweig ergänzt, welcher über die Oxforder Straße die Anbindung an den Schillerpark gewährleistet. Die weiteren Bestandswege werden ebenfalls größtenteils erhalten und im Westen an die angrenzenden Wege angebunden bzw. im Osten um neue Stichwege ergänzt.
    Der Eingangsbereich im Norden mit der einladenden Geste der Mauerführung wird durch eine Querungshilfe im Straßenraum bereichert. Das südliche Entrée bildet ein kleiner Quartiersplatz mit hoher Aufenthaltsqualität an der Schnittstelle zu den Bestandsquartieren. Hier sind Spielgeräte für unterschiedliche Altersgruppen angeordnet. Die angrenzenden EG-Zonen werden mit belebenden Funktionen angereichert.
    GEMEINSCHAFTLICHE FREIRÄUME
    Die Wohnhöfe werden über einen gemeinschaftlichen Nachbarschafts-Hof erschlossen, welcher durch eine semitransparente Mauerwerkseinfriedung von dem öffentlichen Waldraum abgesetzt ist. Der Hof verbindet die unterschiedlichen Wohntypen und besitzt in seiner Mitte eine Kommunikationszone mit nachbarschaftlichen Funktionen und Treffpunkten. In Richtung der Hauseingänge wird der Charakter des Wohnhofes zunehmend privater bis schließlich die einzelnen Häuser erschlossen werden. Alle Geschosswohnungsbauten verfügen darüber hinaus über großzügig dimensionierte, gemeinschaftliche Dachterrassen mit einer Grillmöglichkeit sowie einer kleinen Bar.
    PRIVATE FREIRÄUME
    In den Geschosswohnungsbauten sind alle Wohnungen mit einer Loggia und in der Regel mit einem zusätzlichen, französischen Balkon mit geschosshoher Verglasung versehen, so dass sich die privaten Freiräume in mindestens zwei Himmelsrichtungen orientieren. Die Wohneinheiten im Dach verfügen zudem über private Dachterrassen. Die zum Wohnhof orientierten Erdgeschosse besitzen einen Privatgarten der mit einem Niveauversprung zum Hof eine gewisse Privatheit ermöglicht. In den Reihenhäusern und Duplextypen orientieren sich die Erdgeschosse zum Hof mit einem Freibereich in Verlängerung der Küche. Rückseitig schließt ein privater Garten an. In den Obergeschossen finden sich Loggien, Balkone und Erker in Ost- bzw. Westrichtung. Die Dachgeschosse bieten jeweils zwei private Dachterrassen an. 

    ARCHITEKTUR | TYPOLOGIE UND WOHNFORMEN
    Die Wohnhöfe werden jeweils mit einer Kombination aus zwei Grundtypen um den Nachbarschaftshof gebildet.
    Wohnhof A wird hierbei aus einem Vierspännertypus in Kombination mit vier Reihenhäusern geformt. Der als „Haus der Nachbarschaften“ organisierte, barrierefreie 4-Spänner bietet eine hohe Flexibilität an Wohnformen, sowie eine hausdurchwandernde Erschließung mit einigen Gemeinschaftsräumen an. Ergänzend zu dem reichhaltigen Wohnungsmix (vom 1 Zimmer Loft, über die Servicewohnung hin zu zwei- oder dreiseitig orientierten Mehrzimmerwohnungen, sowie großzügigen Maisonetten und Penthäusern) können im Haus unterschiedliche Standards (z.B. Wohnungen mit Privataufzug) für eine vielfältige Nutzer- und Bewohnerstruktur angeboten werden. Alle Wohnungen verfügen in der Regel über Tagslichtbäder, sowie mindestens zwei private Freiräume. Im Gegensatz zu dem urbanen Wohnen auf dem Geschoss lassen sich die Reihenhäuser auf Grund Ihrer einfachen aber qualitätvollen Organisation und Struktur, sowie einer sehr effizienten Erschließung, in ihrem Inneren höchst individuell und abwechslungsreich organisieren und sprechen somit ein weiteres Klientel an.
    Der Wohnhof B wird aus einem Dreispännertypus in Kombination mit sechs Duplexeinheiten gebildet. Der barrierefreie und effizient organisierte Dreispänner gewährleistet in jedem Geschoss mindestens zweiseitig belichtete Einheiten, wobei die Nordwohnung in der Regel dreiseitig belichtet ist. Eine effiziente Grundrissgestaltung mit einem Kern ermöglicht eine freie Zimmereinteilung. Die Wohneinheiten sind hier etwas kleiner gehalten als im „Haus der Nachbarschaften“ und die Gemeinschaftsräume konzentrieren sich auf das Erd- und Dachgeschoss. Hierdurch wird ein hohes Maß an Effizienz und Flexibilität im Grundriss erreicht, welches in Kombination mit dem hohen Bezug zu den äußerst wertvollen Außenräumen ein kostengünstiges und qualitätvolles Wohnen ermöglicht. Die Duplexeinheiten als gestapelte Reihenhäuser bieten jeder Wohneinheit einen separaten Eingang im Erdgeschoss. Die Wohnungen sind etwas kleiner als die großzügigen Reihenhäuser bieten jedoch ähnliche individuelle Qualitäten – private Gärten im Erdgeschoss, Durchwohnen mit mehrseitig orientierten Freiräumen und Dachterrassen, sowie flexible Grundrissgestaltung.
    GEMEINSCHAFT
    Das Thema der vielfältigen und guten Nachbarschaften ist das bestimmende Merkmal des architektonischen Entwurfs. Ziel ist es mit dem Zusammenbringen von unterschiedlichen Wohnformen, differenzierten Ausbaustandards, sowie verschiedenen Wohnungstypologien und –Größen, möglichst vielen Lebensstilen und Nutzern zu entsprechen. Das Zusammenkommen unterschiedlicher Wohnformen und Lebensweisen resultiert hierbei in einem breiten Angebot an gemeinschaftlichen Räumen sowie differenzierten Folgen vom öffentlichen Raum über den Gemeinschaftsraum hin zur einzelnen, privaten Wohnung. So bietet etwa der Nachbarschaftshof einen „Raumfilter“ zwischen dem Quartier und der individuelleren Nachbarschaft. Hier werden die Häuser erschlossen und es findet sich eine Kommunikationszone mit Sonnendeck, Fahrradabstellplätzen und Raum für Hoffeste. Im „Haus der Nachbarschaften“ wandern die Gemeinschaftsräume als kontinuierliches Band durch das Haus. Im Erdgeschoss befindet sich eine Fahrradwerkstatt, welche die gesamte Hofgemeinschaft nutzen kann. Im Obergeschoss zwei sind vier Servicewohnungen (z.B. für Senioren oder Studierende) als eine Clustereinheit mit einer gemeinsamen Koch- Ess- und Wohnzimmermöglichkeit versehen. Im Obergeschoss vier finden sich eine gemeinsam nutzbare Bibliothek und eine Gästewohnung. Das Dachgeschoss bietet Zugang zu einer gemeinsamen Dachterrasse mit Bar und Grill.
    MATERIALITÄT UND FASSADE
    Das Prinzip ist es, in Anlehnung an die umgebenden Quartiere, mit einfachen aber wertigen Materialien und dezenten Gliederungen eine spannende aber klare Gestaltung zu erzielen. Die äußere Gestalt dominieren hierbei drei wesentliche Materialien: Ziegel, Putz und Holz. Der Ziegel findet sich vor allem im unteren Bereich der Häuser sowie entlang der Mauer des Nachbarschaftshofes. Die Mauer besteht aus einem halbtransparenten Ziegelverbund mit jeweils einem „fehlenden Stein“ und geht im Bereich der Häuser in eine geschosshohe Sockelzone aus Sichtmauerwerk über. Der Ziegel stellt somit die Verbindung zwischen Taut-Siedlung, Kapelle, Friedhofsmauer und neuer Baustruktur her. Die oberen Geschosse sind mit weißem Feinputz und leichten Gliederungen ausgestattet und verknüpfen somit thematisch auch zur Siedlung Schillerhof. Als neues Element kommt Holz hinzu, welches in Form von Fensterrahmen und Schattierungselemente die Fassade komplettiert. Holz als nachhaltiger und vielseitiger Werkstoff führt sich in der Waldsiedlung auch bei der Gestaltung und Ausstattung der Gemeinschaftsflächen und Räume fort. Bezüglich der Primärkonstruktion sowie der Wärmedämmung wird auf die Verwendung von nachhaltigen und ökologischen Baumaterialien Wert gelegt auch wenn diese teils eine massivere Konstruktion erfordern.
    Die horizontale Gliederung der Fassade erfolgt über den Materialwechsel von Ziegel zu Putz, sowie über leichte horizontale Bossierungen im Putz. Vertikal wird die Fassade durch dezente Vor- und Rücksprünge in Form von Loggien und französischen Balkonen gegliedert.
    MOBILITÄT
    AUTOARMES QUARTIER
    Das Wald-Quartier wird konsequenterweise als autoarmes Viertel mit einem Stellplatzschlüssel von 0,6 Stellplätzen je Wohneinheit entwickelt. Dies wird auch durch die gute ÖPNV-Anbindung sowie die Nähe (gut zu Fuß oder per Fahrrad erreichbar) zum Stadtteilzentrum gerechtfertigt. Zusätzlich können Sharing-Angebote (Fahrrad/Auto) in die Quartiersgaragen integriert werden.
    RUHENDER VERKEHR
    Die damit notwendig werdenden Stellplätze befinden sich in vier dezentralen Quartiersgaragen, welche in die Schollen integriert sind. Durch die dezentrale Anordnung werden die Wegestrecken zwischen Wohnung und Stellplatz minimiert (meist unter 75m) und die phasenweise Umsetzung gewährleistet. Die Quartiersgaragen haben jeweils eine direkte Zufahrt von einer Bestandsstraße. Besucherstellplätze sind in den bestehenden angrenzenden Straßenräumen vorgesehen.
    MOBILITÄTSKONZEPT
    Dieses Mobilitätskonzept stärkt den Charakter des Wohnens im Wald, da innerhalb des Quartiers nur sehr wenig Autoverkehr (Befahrbarkeit für Anwohner (in besonderen Situationen), Müll, Feuerwehr etc.) entsteht und nicht geparkt sondern nur gehalten werden darf („kein Blech im Wald“).
    PHASIERUNG
    Das Quartier kann wie vorgegeben in den drei zusammenhängenden Entwicklungsabschnitten realisiert werden.
    Alternativ ermöglicht das Konzept eine sehr freie und flexible Umsetzung je nach Verfügbarkeit von einzelnen Grabfeldern, da nicht mehr in größeren zusammenhängenden Teilquartieren gedacht werden muss.

    NACHHALTIGKEIT | MINIMIERUNG DER EINGRIFFE IN NATUR UND LANDSCHAFT
    Durch die minimalinvasiven Baustrukturen wird nur ein sehr kleiner Teil der Freiflächen versiegelt und der Freiraum bleibt neben seinen imagebildenden Freiraumqualitäten auch als Versickerungsfläche nahezu vollständig erhalten. Durch das Schollenkonzept werden der umgebende Baumsaum und die Alleebäume komplett sowie¬ die Mehrheit der wertvollen Solitärbäume erhalten.
    REGENWASSERMANAGEMENT
    Die Dachflächen der neuen Bebauung werden als kombinierte Grün- und Energiefächer ausgebildet. Hierbei werden die Attikabereiche zur solaren Strombereitstellung mit integrierter Photovoltaik versehen. Die restlichen Flächen werden zur Retention und Reinigung von Regenwasser intensiv begrünt. Es wird ein Regenwasserrückhalt von ca. 70% der jährlichen Niederschläge angestrebt. Überschüssiges Regenwasser aus dem Überlauf von Dachflächen wird in den Waldboden geleitet. Dort wird es über die belebte Bodenzone gereinigt, versickert, oder verdunstet. Extreme Starkregenereignisse entwässern in die umliegenden Freiräume.
    Optional wird ein Grauwasserrecycling vorgeschlagen. Hierfür werden schwach belastete Grauwässer (Dusche, Waschbecken, ggf. Waschmaschine) gereinigt und als Pflegewasser zur WC Spülung, Waschmaschine oder Gartenbewässerung rückgeführt. Hierdurch wird eine Einsparung von bis zu 50% wertvollen Trinkwassers erwartet.
    ÖKOLOGISCHE BAUWEISEN
    Gebäude werden aus nachwachsenden, bzw. vollständig rezyklierbaren Materialien errichtet. Konstruktionen sind so auszuführen, dass eine vollständige und sortenreine Demontage möglich ist. Bei der Materialwahl sind ökologische und schadstoffarme Materialien zu verwenden um Risiken für Mensch und lokale Umwelt zu minimieren.
    REGENERATIVE ENERGIEVERSORGUNG
    Für alle Gebäude wird eine hohe energetische Qualität der Gebäudehülle von mindestens EnEV 2016 minus 30% angestrebt. Die Nutzenergetische Optimierung wird durch eine gute Kompaktheit, optimierte Grundrisszonierungen und Fensterflächenverteilung, einem sehr guten Dämmstandard, wärmebrückenfreie Konstruktionen und kontrollierter Wohnungslüftung erreicht.
    Der verbleibende sehr geringe Energiebedarf soll überwiegend durch regenerative Quellen am Gebäude selbst oder im unmittelbaren Umfeld gedeckt werden. Die energetischen Ziele orientieren sich an den Vorgaben der EU-Gebäuderichtlinie, die ab Ende 2020 einen "Niedrigstenergiestandard" für alle Neubauten vorschreibt. Das Energieversorgungskonzept nimmt als Ausgangspunkt die städtebauliche Grundkonzeption der einzelnen Baufelder auf. Eine Bilanzierung auf Quartiersebene nutzt Synergieeffekte, die bei einer konventionellen, gebäudeweisen Einzelbetrachtung unberücksichtigt blieben. Ca. 25% der Dachflächen werden mit Photovoltaik versehen. Diese erzeugen Strom vorrangig zur Eigennutzung. Solarsysteme sind in der Planung gestalterisch zu integrieren. Optional kann durch die Einbindung von Elektromobilität in die Energieinfrastruktur der Stromeigennutzungsgrad nochmals erhöht werden.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 02.02.2017, 10:54
Zuletzt aktualisiert 06.02.2017, 16:02
Beitrags-ID 4-134974
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