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  • DE-76275 Ettlingen
  • 03/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-246620)

Altes Feuerwehrareal


  • Engere Wahl

    kein Bild vorhanden
    Landschaftsarchitekten
    bbz landschaftsarchitekten, Berlin (DE), Freiburg (DE), Bern (CH) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Projektentwickler: Siedlungswerk GmbH Wohnungs- und Städtebau, Stuttgart (DE)
    Architekten: YM-Architekten Inh. Michael Welle, Offenburg (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf vervollständigt nachvollziehbar die Straßenabwicklung entlang der Pforzheimer Straße. Am westlichen Abschluss verbreitert sich der Baukörper, so wird der Kirche ein angemessenes Volumen gegenübergestellt und die Ecke betont. Die Wahl des Walmdachabschlusses kontakariert jedoch diesen Ansatz. Das Gebäude könnte an dieser Stelle selbstbewusster auftreten, zudem die Baulückenschließung ungewiss ist. Positiv wird die differenzierte Baukörperabwicklung entlang der Ludwig-Albert-Straße gewertet.

    Die rückwärtige Wohnbebauung in 2-3-geschossiger Bauweise ist hinsichtlich Dichte und Baukörperdifferenzierung ausgewogen. Zentraler Baustein ist ein räumlich gefasster zentraler Innenhof mit Nutzungen für die Bewohnerschaft. Ein kleiner Platz kann der gewerblichen Nutzung funktional sinnvoll zugeordnet werden. Es werden klar abgegrenzte private Freiräume unterschiedlicher Qualität angeboten.

    Es wird sehr positiv bewertet, dass der zentrale Hof und Grünraum konsequent autofrei gehalten wird. Die Abtrennung des Quartiersplatzes mit Spielbereich wird durch Heckenstrukturen von den Hausgärten getrennt, so dass dennoch eine Privatheit gepflegt werden kann. Die doppelte Baumreihe entlang der Pforzheimer Straße mit großen Pflanzinseln wird hingegen kritische gesehen. Der Straßenraum mit seiner stringenten Fassadenflucht wird dort leider geschwächt.

    Die vorgeschlagene Architektursprache und die vorgeschlagenen Materialität werden als zu vielfältig erachtet. Die polygonalen Grundformen führen teilweise zu Einschränkungen in den Grundrissen und zu erhöhten Aufwendungen im tragwerkstechnischen Übergang zur Tiefgarage.

    Die Wohnungsverteilung und Wohnungsgrößen entsprechen den Anforderungen der Auslobung. Die Ausbildung der privaten Wohnungsfreiräume mittels Loggien stellt eine hohe Wohnqualität her. Der Innenflur des 6-Spänners ist zu schmal dimensioniert. Der Anteil Gewerbeflächen ist sehr gering und müsste vergrößert werden.

    Die Erschließung der Baukörper erfolgt sinnvoll über die öffentlichen Räume. Die Stellplatzanzahl des Realisierungsteiles ist zu gering, die Rampenneigung zu steil. Oberirdische Fahrradparkplätze wären zu ergänzen.

    Das beschriebene Energiekonzept mit KfW-55-Standard wird positiv gewertet. Durch die Anordnung der Baukörper ist für die gewählte Dichte eine Belichtung gewährleistet. Die Flachdachflächen in den obersten Geschossen sind für PV oder Solarthermie geeignet.

    Die wirtschaftlichen Kennzahlen liegen im oberen Bereich. Die Eigentumstrennung hat im UG abweichend vom EG zu erfolgen.