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  • DE-77855 Achern, DE-77855 Achern
  • 05/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-247507)

Lammbrücke / Auftakt Stadtkern


  • 2. Preis

    Günter Hermann Architekten

    Stadtplaner
    Günter Hermann Architekten, Stuttgart (DE), Tuttlingen (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Stadtplaner: kommunalPLAN Henner Lamm, Tuttlingen (DE)
    Verkehrsplaner: Planungsgruppe Kölz, Ludwigsburg (DE)

    Preisgeld
    9.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit schafft durch eine weit von der Acher zurückgesetzte Raumkante ein großzügiges Entree in die Stadt. Der dadurch entstehende Platzraum überbrückt die Hauptstraße. Am südlichen Eingangsplatz entsteht durch eine Abtreppung eine gute Verbindung zum Fluss. Die zurückgezogene Raumkante in Bezug auf das Weinbrennerhaus wird positiv gesehen.
    Die unterschiedliche Wertigkeit der Bebauung nördlich und südlich der Hauptstraße wird kritisch gesehen, da hierdurch keine klare Eingangssituation in die Stadt geschaffen wird. Die Platznische am Eingangsplatz führt zu einer Solitärstellung des viergeschossigen Bausteins. Hier wird die Platzkante geschwächt. Die vorgeschlagenen Nutzungen mit Geschäften, Dienstleistung und überwiegend Wohnen werden als positiv und angemessen bewertet.
    Die Fußwegebeziehung im nördlichen Bereich von Ost nach West ist nicht möglich. Dies erschwert den Zugang zu den bestehenden Schulen.
    Die Bebauung im Bereich der privaten Grundstücke kann in Form und Ausführung nicht überzeugen. Die offene Tiefgaragenzufahrt im südlichen Bereich ist schwierig für die angrenzenden Nutzungen. Dies kann jedoch einfach behoben werden. Die Andienung der Garage über die Wilhelm-Schechter-Straße und die Spitalstraße wird positiv gesehen und führt zur Entlastung der Hauptstraße. Die Kreisellösung am Stadteingang wird hinterfragt. Hier wird eine Prüfung einer Kreuzungslösung empfohlen. Hierdurch könnte auch die Grünverbindung an der Acher von Nord nach Süd verbessert werden.

    Mit der Umgestaltung zum Kreisverkehrsplatz gibt die Stadt die Steuerbarkeit der Verkehrsströme durch die Lichtsignalisierung auf. Der 32m-Durchmesser des Kreisverkehrs ist nicht optimal für die Befahrung mit großen Fahrzeugen (z.B. Bussen). Die Trassierung führt den Kfz-Verkehr zunächst auf den Platzbereich und anschließend in die Hauptstraße. Mit der Umwidmung in einen verkehrsberuhigten Bereich bietet der Entwurf die Chance im Rahmen des Verkehrskonzeptes weitergehende Verkehrsreduzierungen und ggfs. auch daraus resultierende Anpassungen der Fahrbahnbreiten in der Innenstadt zu diskutieren und umzusetzen. Mit einer entsprechenden Straßenraumgestaltung könnte die Wahrnehmung als Stadteingang verstärkt werden. Die Zufahrt zur südlichen Tiefgarage als Einrichtungsverkehr in der Zufahrt über die Hauptstraße in die Spitalstraße und in der Ausfahrt über die Spitalstraße und Wilhelm-Schechter-Straße ist positiv, da damit die Verkehrsmengen im Bereich des Innenstadteingangs reduziert werden.

    Insgesamt stellt die Arbeit eine gute Lösung für die gestellte Aufgabe dar. Eine maßvolle, höhere Verdichtung der Bebauung könnte zu einer eindeutigeren Ausformulierung des Stadteingangs führen.