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  • DE-95111 Rehau, DE-95111 Rehau
  • 05/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-248428)

Neubau Erlebniszentrum Biodiversität „artenoah Rehau“


  • Anerkennung

    © karlundp

    Landschaftsarchitekten
    Schegk Landschaftsarchitekten | Stadtplaner, Haimhausen (DE), Memmingen (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: karlundp (ehem. Karl + Probst), München (DE)

    Preisgeld
    6.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Gebäude
    Der Entwurf bildet eine sehr prägnante Landmarke ab. Die reduzierte Form baut durch die leichte Verschiebung der senkrechten zu einer schiefen Struktur eine Spannung auf, die das Interesse des Betrachters weckt.
    Das Raumkonzept der Ausstellungsebene im 1.OG beschränkt sich auf den ringförmigen Raum mit Ausblickmöglichkeiten. Eine erlebbare Raumstruktur, die zwischen den Themenbereichen vermittelt oder diese inszeniert, fehlt.
    Der Eingangsbereich mit Kasse, Shop und Garderoben ist nicht folgerichtig zugeordnet. Die Besucher kreuzen Bereiche nach der Kasse und vor der Kasse, dies trägt zur Übersichtlichkeit wenig bei. Der Seminarraum ist in einem Bereich angeordnet, der eine Querung interner Bereiche fordert. Der Gastronomiebereich ist abkoppelbar, mit dem Nachteil, dass der Zugang durch die Anlieferungszone erfolgen muss. Aus dem Ausstellungsbereich ist die Gastronomie nicht erlebbar erschlossen.

    Freiraumgestaltung
    Der Baukörper und die Funktionsbereiche im Freigelände sind belanglos auf dem Grundstück verteilt ohne eine das Erlebnis steigernde Verknüpfung. Die Besuchererschließung führt zum Gebäude hin. Die Anlieferung ist zwar im Gebäudegrundriss dargestellt, eine ablesbare Erreichbarkeit ist in den Außenanlagen nicht erkennbar. Eine Differenzierung von Erlebnisbereichen im Außenraum wird nicht angeboten; es wird auf die Attraktivität des Gebäudes vertraut. Besonders anerkennenswert ist die prägnante Gebäudestruktur als Landmarke mit Ihren Fernwirkung als Solitär

    Energiekonzept
    Der Entwurf sieht zunächst die Nutzung passiver Solarenergie vor. Eine Überhitzung des Gebäudeinnenraumes wird mit außenliegendem Sonnenschutz begegnet. Wärme wird an sonnenarmen Tagen durch eine herkömmliche, allerding wenig innovative Pellet -/ Hackschnitzelheizung erzeugt und mittels Fußbodenheizung verteilt. Solarthermie- und PV-Anlagen ergänzen das energetische System. Die energetische Planung ist in Summe als funktional aber nicht als sonderlich bemerkenswert zu betrachten.

    Ausstellungskonzept
    Zentrales Element in diesem Entwurf stellt das grüne Herz dar, dass die Natur ins Zentrum dieses Gebäudes holt und in Szene setzt. Darin eingeschrieben befindet sich als Kontrapunkt der Kunstraum des Kaleidoskops. Das grüne Zentrum ist ganzjährlich erlebbar und steht im Kontrast zur über die Jahreszeiten veränderlichen Natur im Außenraum. Ebene 2 bietet hohe Flexibilität für die Inszenierung der Ausstellungsinhalte.