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  • DE-51147 Köln
  • 06/2007
  • Ergebnis
  • (ID 2-7859)

Wohnen am Eltzhof


  • Anerkennung


    Architekten
    Eller + Eller Architekten, Düsseldorf (DE), Berlin (DE), Moskau (RU) Büroprofil

    Mitarbeit
    Erasmus Eller Peter Detering Nina Küpers Rebekka Christ Claudia Palmen Tim Runkel

    Erläuterungstext
    Wettbewerb Wohnen am Eltzhof in Köln-Wahn


    Planung Mai 2007
    Größe des
    Planungsgebiets: ca. 43.500 m² (Brutto-Grundstücksgrößen)
    Wohnungen 240 WE mit Wohnungsgrößen von 60-180 m²
    BGF ca. 38.000 m²
    WoFL ca. 36.100 m²

    Neuer Wohn-, Gewerbe- und Mischbauflächen entstehen am Ortsrand von Wahn südlich von Köln. Besondere energetische Überlegungen qualifizieren das Planungsgebiet für das Programm „50 Solarsiedlungen in NRW“.

    Städtebaulich wird der Nahbereichs Wahn und die Anbindung an die vorhandene S-Bahn-Station unter Berücksichtigung der unter Denkmalschutz stehenden Burg Wahn gestärkt. Burg und der ebenfalls denkmalgeschützte Eltzhof rücken stärker in die Ortsmitte und bilden damit einen besonderen Identifikationspunkt. Im südlichen Planungsbereich sind Einzelhandelseinheiten zur Unterstützung einer Weiterentwicklung des Nahversorgungsangebots zwischen dem Ortskern Wahn und dem bestehenden S-Bahnhof untergebracht.

    Teile der neuen Wohnbebauung begleiten als lebendiger „Lärmschutzriegel“ die Haupterschließungsstraße und fassen die Straßenräume. Die stark variierenden Grundrisse verfügen über Loggien, zweigeschossige Wintergärten und Dachterrassen. Wohnräume öffnen sich über zwei Geschosse. Maisonettewohnungen bieten, übereinander gestapelt, abwechslungsreiche Wohnformen. Die ebenerdigen Wohneinheiten verfügen über Gärten und sind optional behindertengerecht. Aufzüge lassen in den Obergeschossen komfortables und generationenübergreifendes Wohnen zu. Eine interne Fußwegerschließung ermöglicht das gefahrlose Erreichen der vorgesehenen Kinderbetreuungseinrichtungen. In unmittelbarer Nähe zur Burg Wahn bildet eine aufgelockerte Bebauung aus höherwertigen Eigentumswohnungen ein zurückhaltendes Gegenüber.

    Entlang der Stichstraßen entstehen Einfamilienhäuser. Aus energetischen Überlegungen wurde hier mit verdichteten Wohnformen experimentiert. Das Ergebnis sind Kettenhäuser, die wiederum aus aneinander gefügten Doppelhäusern bestehen. Ein Hauptbaukörper wird durch niedrigere Seitenflügel erweitert und bietet den Vorteil minimierter Verschattung in Verbindung mit einer starken Verdichtung und gefassten Außenräumen. Die Grundrisse erlauben eine Öffnung der Räume in verschiedene Richtungen. Die Wohnstraßen werden durch die Höhenversprünge der Ketten- und Einfamilienhäuser rhythmisiert und akzentuiert. Wohnzeilen und Einfamilienhäuser bilden eine architektonische Einheit. Geothermische Anlagen und Sonnenkollektorflächen auf den Dächern gewährleisten eine Ressourcen schonende Brauchwassererwärmung. Vorbereiche mit Gliederungselementen ermöglichen die Unterbringung von bis zu drei Privat-PKW auf den Grundstücken. Besucherparkplätze werden im Straßenraum angeboten und dienen gleichzeitig der Verkehrsberuhigung.

    Die freistehenden Einfamilienhäuser lassen Wohneinheiten in Passivhaus-Bauweise zu. Ein begehbares Dach, ein in Teilen zweigeschossiger Wohnraum und entsprechende Grundstücksgrößen weisen an dieser Stelle die Möglichkeiten energetisch optimierter Einfamilienhaustypen nach. Die Wohneinheiten ermöglichen die Anpassung an persönliche Nutzerwünsche vom Zimmer-Haus bis zum offenen Zonen-Haus.

    Ein Grünzug lässt Blickbeziehungen zu den städtebaulichen Identifikationsfiguren frei.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.