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  • DE-81379 München
  • 07/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-275018)

Gmunder Strasse


  • 1. Preis

    kein Bild vorhanden
    Bauphysiker
    Müller-BBM GmbH, Planegg/München (DE), Berlin (DE), Dresden (DE), Frankfurt (DE), Gelsenkirchen (DE), Hamburg (DE), Karlsruhe (DE), Köln (DE), Nürnberg (DE), Reutlingen (DE), Stuttgart (DE), Weimar (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Hierl Architekten, München (DE)
    Landschaftsarchitekten: Jühling&Partner Landschaftsarchitekten bdla mbB, München (DE)
    Tragwerksplaner: AWD Ingenieurgesellschaft mbH, Köln (DE), Berlin (DE)

    Preisgeld
    25.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Durch die Setzung zweier Blockstrukturen entsteht auf dem Grundstück eine klare und robuste städtebauliche Figur, die zwischen Hofmann- und Gmunder Straße eine öffentliche Durchwegung über das Grundstück anbietet.

    Der westliche, kleine Block setzt dabei die Bestandsbebauung konsequent fort, der östliche orientiert sich in der Dimensionierung an den östlich gelegenen Beständen an der Geltinger Straße. Ein nördlich angeordneter Ergänzungsbaustein nimmt die gleiche Formensprache auf, gerät in der allzu gleichen Konzeption allerdings qualitativ weniger überzeugend.

    Entlang der Straßenräume gelingt so eine überzeugende Einordnung. Neue Bauteile nehmen Traufhöhen und Dachformen auf und interpretieren sie skulptural weiter. Die höheren Bauteile im Innenbereich des Grundstücks werden durch schräge Traufen verbunden. Dies erzeugt ein eigenständiges Architekturbild, welches in seiner wiederholten Anwendung auf alle Baufelder allerdings anzuzweifeln ist.

    Im Anschluss an die nördliche Grünverbindung entsteht durch Abrücken der Bauten eine interessante und als öffentliche Grünflächen generell gut zu nutzende Struktur. Sie verknüpft sich mit dem „harten“ Quartiersplatz als Gelenk, wobei die Übergänge zwischen großen und kleinen Räumen besser differenziert werden könnten.

    Der bei weitem größte zusammenhängende Freiraum entsteht allerdings im Inneren der östlichen Blockstruktur und ist nur möglich durch die konsequente Erschließung der Bebauung von der Außenseite. Dies setzt auch eine konsequente Durcharbeitung des Brandschutzkonzeptes voraus, die bislang nur angedeutet ist.

    Die Innenhofstrukturen nehmen auch die Freiflächen für die Kinderbetreuung auf. Somit verbleibt ein knappes, dennoch gut gefasstes öffentliches Raumgeflecht, welches durch eine Überprüfung der Erdgeschossnutzungen im Bereich des Quartierplatzes noch zu stärken wäre.

    In der architektonischen Durcharbeitung verbleiben offene Fragen: Einerseits bleibt der nur wenig durchgearbeitete Vorschlag Aussagen zur Ortspezifizität im Kontext und auf dem Areal selbst schuldig. Andererseits entstehen durch die kristallinen Anschnitte der Gebäudevolumen eine Vielzahl von Anschlussproblemen im Bereich der Fassade und der Loggien.

    Im Kontext verknüpft sich das Areal hervorragend zu benachbarten und ferneren Orientierungspunkten, Bebauungen und Nutzungen. Insgesamt betrachtet stellt damit der Beitrag einen wesentlichen Anstoß für die Neuentwicklung in Obersendling und die Vermittlung zwischen Neu und Alt dar.