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  • 5. Preis


    Architekten
    Project GmbH Planungsgesellschaft für Städtebau, Architektur und Freianlagen, Esslingen (DE), München (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Dipl.-Ing. Landschaftsarchitektin Cornelia Franke Dipl.-Ing. Architekt Nicolas Pollich

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die landschaftlichen Gegebenheiten werden von den Verfassern sehr gut erkannt, so dass daraus das städtebaulich-landschaftliche Konzept entwickelt wurde mit den richtigen Ansätzen:

    - der Offenhaltung der Ziegelstraße begleitenden Freiräume
    - der Integration des Baumfeldes auf dem Galgenberg und Herausarbeitung als „Grüne Mitte“ des Quartiers Galgenberg
    - Der Übernahme der Gehölzgruppe und Weiterentwicklung zur „Grünen Mitte“ des Quartiers Schlatäcker

    Dieser selbstverständliche Ansatz ist identitätsstiftend für die neuen Baufelder und wird in hohem Maße anerkannt.
    Überzeugend ist dabei die weiterführende Grünfuge auf dem Galgenberg in Richtung Stadt und vor allem nach außen mit begleitender Wegeführung ins Hirschbachtal und Tannenwäldchen. Die grünen Mitten erhalten mit der Überbückung der Ziegelstraße eine starke Querbeziehung und vernetzen die Quartiere sehr gut, welche durch die Anordnung der Spielplätze noch gestärkt wird.

    Diese Freiraumkonzeption bildet die Grundlage der Baustruktur, die an den Zufahrtsstellen und an den Grünspangen durch Geschosswohnungsbauprägnanz und in den Quartieren eine simple Ordnung und Differenzierung von Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern erhält.

    Besonders betont wird die Variabilität von Haustypen auf gleichen Baufeldern, damit reagieren die Verfasser auf die gewünschte Flexibilität bei der Wohnungsnutzungsentwicklung.

    Die angebotenen Wohnungseinheiten liegen im geforderten Bereich mit 407 Wohnungen, wobei die Einfamilienhäuser mit 55 % den größten Teil ausmachen. Dieses kann jedoch innerhalb des Konzeptes variabel gestaltet werden.

    Auf höchstem Punkt erschließen sich beide Quartiere über einen Kreisverkehr, was zur Auffindbarkeit für Außenstehende eindeutig ist.

    Von da aus erschließen zwei Bügel, die Gebiete und binden richtigerweise stadtseitig wieder an der Ziegelstraße an.

    Im Schlatäcker werden die ankommenden Straßen sehr sinnvoll vernetzt. Leider wirkt die Straßenführung und Anknüpfung an die Ziegelstraße etwas verkrampft und ungelenkig. Dafür vernetzt sich das Fußwegesystem gut mit den Plätzen und angrenzenden Quartieren.

    Insgesamt bildet die Arbeit einen Beitrag für eine gartenstadtähnliche Baustruktur in dieser landschaftlich sensiblen Situation.