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  • DE-15562 Rüdersdorf bei Berlin, DE-15562 Rüdersdorf bei Berlin
  • 09/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-260196)

Quartiersplatz und Schulerweiterungsbau Heinitz-Gymnasium


  • Anerkennung

    © Stefan Bernard Landschaftsarchitekten

    Landschaftsarchitekten
    Stefan Bernard Landschaftsarchitekten, Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: AV1 Architekten GmbH Dujmovic Schanné Urig, Kaiserslautern (DE), Berlin (DE), Münster (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Städtebau:
    Die Verfasser entwickeln durch vier quadratische Neubauten eine Abfolge von differenzierten Außenräumen, die das Quartier bereichern. Das obere Platzniveau wird von Norden kommend durch eine breite Treppe und durch eine behindertengerechte Rampe erreicht. Obwohl durch die Gebäudestellung und durch das Anlegen von Bauminseln unterschiedliche Außenraumsituationen entstehen, überzeugt die Anordnung nicht vollständig. Insbesondere wird das Ausbilden der Kante hin zur nördlichen Brückenstraße im Zusammenhang mit einem viergeschossigen Baukörper als zu städtisch betrachtet.

    Objektplanung:
    Der Baukörper der Schulerweiterung befindet sich in der Flucht der angrenzenden Wohnbebauung. Die Lage ist nachvollziehbar, wobei eine etwas größere Distanz zum westlich benachbarten Wohnhof wünschenswert wäre. Der Haupteingang des Neubaus befindet sich auf der Südseite und wendet sich durch den überdachten Eingangsbereich hin zum Eingang des Bestandgebäudes. Die Lage des Eingangs bedingt, dass sich die vom Schulbus an-kommenden Schüler zuerst um den Neubau herum begeben müssen, bevor sie in das Schulgebäude eintreten können; die Kompensation durch den Nebeneingang Nordost wird in Frage gestellt. Die Anordnung der Fahrradständer im Bereich zwischen Bestandsgebäude und Schulerweiterungsbau wird kritisch betrachtet, da sie die Durchwegung und die Sichtbeziehung entlang des Bestandsschulhauses einschränken.

    Die dreigeschossige Schulerweiterung ist um einen Innenhof organisiert, der als Schulhof ausgewiesen wird. Die angrenzenden Flurflächen werden durch den Hof natürlich belichtet und belüftet. Allerdings erscheint die Lärmbelastung, die durch den Schulhof innerhalb des Gebäudes voraussichtlich entstehen wird, nachteilig für den Schulbetrieb. Das Raumpro-gramm wird funktional und ökonomisch umgesetzt und es entsteht im 2. Obergeschoss ein attraktiver, zusätzlicher offener Lernbereich, der sich zum Hof hin wendet. Die Fassaden folgen logisch der Grundrissaufteilung und verfügen über eine Eigenständigkeit, die der Schulnutzung entspricht.

    Insgesamt stellt die Arbeit einen ausgereiften Beitrag zur Wettbewerbsaufgabe dar, ohne allerdings einen wesentlichen neuen Akzent, sowohl im Städtebau, als auch in der Organisation der Lernformen zu setzen.