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  • DE-50374 Erftstadt, DE-50374 Erftstadt
  • 09/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-253492)

Altstadtplätze Carl-Schurz-Straße


  • 1. Preis Zuschlag

    kein Bild vorhanden
    Bauingenieure
    KEMPEN KRAUSE INGENIEURE GmbH, Aachen (DE), Berlin (DE), Ingolstadt (DE), Euskirchen (DE), Hamburg (DE), Köln (DE), Düsseldorf (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: hermanns landschaftsarchitektur umweltplanung, Schwalmtal (DE)

    Preisgeld
    17.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf greift auf überzeugende Weise das übergeordnete Konzept der historischen Römerstraße auf und interpretiert es zeitgemäß für den Liblarer Stadtraum neu. Er besticht durch seine Einfachheit und Klarheit. Es gelingt ihm, die Hauptachse der Römerstraße als Lebensader mit vielfältiger Aufenthaltsqualität herauszuarbeiten und dabei mit einfachen Mittel eine Raumfolge individueller Plätze unterschiedlicher Charakteristik zu gestalten. Das Verhältnis von befestigter Fläche zu unbefestigten Rasenflächen erscheint ausgewogen und den vorhandenen Nutzungsansprüchen an den öffentlichen Raum angemessen.

    Die Gestaltung des Marienplatzes wird sowohl den Ansprüchen der angrenzenden VHS, als auch dem öffentlichen Straßenraum von seiner Nutzbarkeit gerecht. Dadurch wird die vorhandene Überdimensionierung des bestehenden Platzes aufgelöst, ohne die Volkshochschule mit einem „privaten Garten“ abzuschotten. Das Aufgreifen des Kiefernhains schafft eine eigenständige Atmosphäre hoher Qualität. Die angedachte Neubebauung am Esser Hof (Marien-Café) trägt zusätzlich zur räumlichen Definition des Platzes sowie zu dessen Belebung bei.

    Die Neugestaltung des Viry-Chatillon-Platzes bewahrt dessen Multifunktionalität als vielfältig nutzbarer Marktplatz. Gleichzeitig erhält er durch die 2-reihige Baumbepflanzung eine räumliche Fassung hin zur Hauptachse.

    Der Carl-Schurz-Platz schafft einen neuen räumlichen Bezug zum Schloss Gracht und interpretiert das Thema der römischen Villa mit Garten für eine zeitgemäße Gliederung des Platzes in befestigte und unbefestigte Flächen. Dabei erfährt das Carl-Schurz-Denkmal auf der planen Rasenfläche mit einfachen Mitteln eine hervorgehobene Positionierung.

    Die avisierte Verkehrskonzeption berücksichtigt alle Bedürfnisse in angemessener Weise (Fahrrad, Fußgänger, MIV, Bus) und gibt auch hier mit einfachen Mitteln klare Orientierung.

    Insgesamt überzeugt der vorliegende Entwurf mit seiner inhaltlich-räumlichen Konzeption und besticht durch seine Einfachheit, Klarheit und Wirtschaftlichkeit.