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  • DE-88477 Schwendi
  • 03/1994
  • Ergebnis
  • (ID 2-8249)

Hotel


  • 2. Preis

    Modellbild

    Architekten
    Schädler & Zwerger Architekten GmbH, Leinfelden-Echterdingen (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Mitarbeiter: Nils Roscher

    Erläuterungstext
    WETTBEWERBSAUFGABE

    „Die Fa. Max Weishaupt beabsichtigt in Schwendi ein Hotel zu errichten. Die Gäste werden unter anderem Geschäftskunden und Seminar /Lehrgangsteilnehmer
    der Fa. Weishaupt sein. Mit dem Hotelneubau soll zugleich eine \"Initialzündung\"
    für die nachfolgende bauliche Strukturverbesserung und Gestaltung der durch heterogene Bebauung gekennzeichneten Ortsmitte von Schwendi erreicht werden. Der Auslober stellt sich vor, daß beim Hotelwettbewerb der Typ des soliden \"Landgasthofes\" erreicht wird ohne in „vordergründige Gemütlichkeit „ zu verfallen. Das für die Bebauung vorgesehene Grundstück (ca. 3.050 m²) liegt westlich der Hauptstraße in zentraler Lage in der Dorfmitte von Schwendi. Auf der Nordseite liegt das Nebengebäude des Schlosses. Im Süden liegt der abgewinkelte Baukörper der Sparkasse mit Ladengeschäften. Auf der Westseite geht der Bauplatz in den Schloßpark mit Teich und wertvollem Baumbestand über. Dort liegt im südlichen Teil ein Musikvereinsheim. Die bestehende Zufahrt entlang der südlichen Grundstücksgrenze ist gemeinsam für dieses Vereinsheim, für die Häuser Biberacher Straße 4 -12 und die Sparkasse. Die beiden Gebäude Hauptstraße 9 (Gasthof \"Deutsches Haus\") und 15 mit Nebenbauten werden abgebrochen. Das Buswartehäuschen wird verlegt. Der Bauplatz hat von der Hauptstraße nach Westen zum Schloßpark ein Gefälle von knapp 3 m. Das Hotel, dessen Raumprogramm insgesamt 2.272 m² umfaßt, soll 30 Zimmer mit je 25 m² erhalten. Die Hotelzimmer sind mit 25 m² als Einbettzimmer sehr großzügig dimensioniert. Der Auslober legt daher großen Weh darauf, daß besonders die Seminarteilnehmer sich in den Zimmern wohlfühlen und auch genügend Platz zum Lesen, für Schreibarbeiten usw., vorhanden ist. Das Restaurant (Gaststätte mit 50 Plätzen und Bierstube mit 20 Plätzen) soll auch direkt von außen erreichbar sein. Die Gliederung des Gastbereiches soll ermöglichen, daß sich kleine und größere Gästegruppen wohlfühlen. Der Veranstaltungsraum (200 m²) wird von der Öffentlichkeit für Vereinsfeste , Hochzeiten, Schulungen usw. genutzt (ca. 100-150 Personen mit Musikkapelle und Tanzfläche). Der Clubraum (30m²) dient in erster Linie den Tagungsgästen der Fa. Weishaupt. Besondere Bedeutung kommt dem aktiven und passiven Lärmschutz zu. Da die östlich verlaufende Hauptstraße mit ihrem relativ großen Verkehrsaufkommen das Baugrundstück stark beeinträchtigt, ist diesem Rechnung zu tragen. Die \"sportlichen Einrichtungen\" wie Kegelbahnen, Sauna und Fitnessraum sollten so zusammenliegen, daß diese Einrichtungen gut bewirtschaftet werden können und über den Aufzug bzw. das Treppenhaus zu erreichen sind. Die Erweiterung ist wünschenswert im Bereich der Hotelzimmer; ohne Erweiterung soll für den Erstzustand eine \"Torso\"-Wirkung vermieden werden.“

    PRESSE

    wettbewerbe aktuell 5/1994
    AW 160 12/1994

    Beurteilung durch das Preisgericht

    \"Die Verfasser der Arbeit haben richtig erkannt, dass Sie auf die bestehende heterogene Situation mit einem klaren, beruhigenden Baukörper reagieren müssen.
    Es gelingt Ihnen mit nur wenigen Elementen dem Ort eine Qualität zu geben, die an das bestehende denkmalgeschützte Schloss anknüpft ohne sich aufzudrängen.
    Die Entscheidung das geforderte Programm in zwei Gebäuden unterzubringen und eindeutig diesen zuzuordnen wird begrüßt.
    Aus dieser Haltung heraus entstehen Bereiche von großer Qualität und Einfachheit.
    Von der Gaststätte über den Saal bis hin zu den Hotelzimmern ist die vornehme Zurückhaltung spürbar.
    Restaurant und Gasthof gehören zusammen ohne sich gegenseitig zu stören. Das Projekt vermittelt den Charakter eines Landgasthofes der endlich einmal frei ist von aller \"Heimattümelei\".
    Besonders positiv wird vermerkt, dass sich die Gastzimmer im ruhigen, schönen Bereich nach Westen hin orientieren, während Gasthof und Saal Teil des Ortes Schwendi sind, dem sie dienen.
    Die Zufahrt zur Garage bereitet Probleme.
    Zusammenfassend ist festzustellen, dass es sich sowohl in Erstellung als auch im Unterhalten um ein höchst wirtschaftliches Projekt handelt. Es hat architektonische Qualität und wird im Falle einer Realisierung zu wenig Problemen führen.\"


INFO-BOX

Angelegt am
Zuletzt aktualisiert 12.09.2009, 12:22
Beitrags-ID 4-14791
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