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  • DE-82418 Murnau am Staffelsee, DE-82418 Murnau am Staffelsee
  • 10/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-267419)

Wohnanlage am Längenfeldweg


  • Anerkennung

    © dv architekten

    Architekten
    dv architekten deffner voitländer, Dachau (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Prof. Dorothea Voitländer , Prof. Konrad Deffner

    Mitarbeit
    Marie Laabs, Stefan Bohnengel

    Preisgeld
    1.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Solitärbaukörper bilden die stadträumliche Fortsetzung der nördlichen Zeilenbebauung, die Hofsituation wird schlüssig weitergeführt und bildet durch die Baukörperstellung einen organischen Abschluß im Süden. Die monolithisch wirkenden Gebäude stehen für sich selbst und können somit frei auf die Hangsituation reagieren. Allerdings gibt es hierdurch in der Innenhofzone keine logische Verbindung zwischen den Gebäuden, die einen Gemeinschaftsgedanken ausprägen könnte.

    Die Baukörper wirken in ihrer konsequenten Ausformung interessant, korrespondieren allerdings nur bedingt mit der Grundrisseinteilung. Die Baukörperform wird eher mit Sonderbautypen assoziiert. Sie lässt sich insbesondere in Bezug auf die eigenwillige Dachform innenräumlich nur bedingt begründen. Die Erschließungsfunktionen sind durchgehend im Norden angeordnet, die Tiefgaragenzufahrt liegt ganz im Osten, so dass das gesamte Grundstück zum Erschließen der Tiefgaragen sowie der nordseitigen Parkzeile durchfahren werden muss. Durch die Tiefgaragenanordnung ist nach Osten die Einbettung der Erdgeschosswohnungen ins Gelände an der attraktivsten Stelle des Grundstücks nicht möglich.

    Die Wohnräume werden durch über Eck liegende Loggien interessant gestaltet, an den Nordecken wird eine ausreichende Belichtung der dahinter liegenden Räume bezweifelt. Der westliche Teil von Haus A liegt in der lärmbelasteten Zone, ohne dass hierauf ausreichend reagiert wird. Trotz der Massivität der Baukörper wird das geforderte Mindestraumprogramm nur knapp erfüllt, zusätzliche Potentiale können angesichts der geschlossenen Bauform wohl nicht generiert werden. Ein alternativer Wohnbereich wird nicht angeboten. Die Erschließung des westlichen Bauteils aus der Tiefgarage ist unbefriedigend.

    Der Entwurf suggeriert gute Wirtschaftlichkeitsdaten, allerdings werden nur wenige Stellplätze in der Tiefgarage sowie nur eine im Vergleich kleine Wohnfläche nachgewiesen. Insgesamt bieten die Verfasser einen eigenständigen Ansatz auf das heterogene Umfeld zu reagieren. Die Fassadengestaltung und Dachform ist in sich stimmig und trendkonform.