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  • DE-86919 Utting am Ammersee, DE-86919 Utting am Ammersee
  • 04/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-270987)

Errichtung von geförderten Wohnungen auf dem Schmucker-Areal


  • ein 3. Preis

    © BEHLES & JOCHIMSEN

    Architekten
    BEHLES & JOCHIMSEN, Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: ANNABAU Architektur und Landschaft, Berlin (DE)
    Tragwerksplaner: Pirmin Jung Ingenieure, Rain (CH), Sinzig (DE)

    Preisgeld
    16.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die 84 Wohnungen verteilen sich auf acht gleiche Gebäude, die sich einfach und unaufgeregt in die umliegende Bebauung einfügen. Die Maßstäblichkeit der Gebäude mit ihren gleichen Firstrichtungen nehmen die Typologie der Nachbarschaft auf. Durch den Versatz nach Norden und Süden entstehen eine gefällige Gebäudeoptik und interessante Freiraumbezüge, die dem ganzen Quartier eine gute Nutzbarkeit erlauben. Die Baukörper werden zusätzlich in der Höhe um ein halbes Geschoss versetzt, um ein geschütztes Hochparterre entlang des öffentlichen Weges zu erhalten. Der Quartiersplatz mit dem Anschluss des Gebäudes der Wärmezentrale erscheint richtig in der Mitte der Bebauung.
    Das Gemeinschaftshaus an der Schondorfer Straße verspricht mit der giebelständigen Fassade eine adäquate Adressbildung. Zu bemängeln sind die Stellplätze vor dem Gebäude.
    Der Wohnungsmix ist wie vom Auslober gewünscht erreicht. Durch die gelungene Gebäudestruktur ergibt sich eine niedrige Versiegelung. Die Wohnungen versprechen eine gute Wohnqualität und sind vorwiegend nach zwei und drei Himmelsrichtungen ausgerichtet.
    Die Erschließung des Quartiers von drei Seiten funktioniert gut. Die Tiefgaragenzugänge von den Häusern sind wirtschaftlich gelöst. Lediglich die Breite der Zu- und Abfahrt zur Tiefgarage ist so nicht möglich; eine Lösung über eine Ampelschaltung wäre realisierbar. Hinterfragt werden die zwei Müllsammelstellen im Osten und Westen für das gesamte Quartier.

    Entlang eines durchgängigen Ost-West-Weges reiht sich eine Abfolge von Plätzen auf. Die Spielflächen liegen zum Teil sehr nah an den Wohngebäuden. Der Quartiersplatz lässt in der dargestellten Weise keine Qualität erkennen. Dahingegen wird die Öffnung des Moosgrabens begrüßt. An der Schondorfer Straße wird von dem Gemeinschaftsraum ein öffentlicher Charakter vermisst. Hinsichtlich des Regenwassermanagements wird das unterirdische Rückhaltebecken in Frage gestellt.

    Insgesamt gelingt den Verfassern der Arbeit ein homogenes identitätsstiftendes Quartier durch die wohlproportionierte kompakte Gebäudeform und die angenehme Fassadengestaltung. In Verbindung mit der Verwendung des Baustoffes Holz ist ein nachhaltiges und effizientes Projekt für Utting zu erwarten.