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  • DE-94078 Freyung, DE-94078 Freyung
  • 11/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-269056)

Natur in Freyung 2022


  • 1. Anerkennung

    Naturnaher Badesee mit Waldsauna, © A24 Landschaft

    Landschaftsarchitekten
    A24 Landschaft, Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: FRÖLICHSCHREIBER, Berlin (DE)

    Preisgeld
    30.000 EUR

    Erläuterungstext
    Natur in Freyung 2022

    Walderleben Geyersberg
    Die Stadt Freyung und der Ortsteil Geyersberg betten sich in eine landschaftlich reizvolle Szenerie aus Mischwäldern, Wiesen, landwirtschaftlichen Flächen und dörflichen Strukturen, verbunden mit dem weiten Blick auf die Alpen und den Bayerischen Wald. Die momentane Situation kann jedoch dem touristischen Potenzial des Ortes nicht gerecht werden. Bauliche Großstrukturen mit ausufernden Erschließungsflächen und funktional gestalteten Freianlagen nehmen kaum Bezug zu den vorhandenen landschaftlichen Qualitäten. Der tiefgreifende Wandel in der touristischen Neuausrichtung wird bereits im Transformationsprozess des städtebaulichen Umfeldes deutlich.
    Der Entwurf greift die Vision des Höhenparks Geyersberg auf und entwickelt diese weiter zu einem dicht gewebten Landschaftserlebnis, bei dem der gesamte Berg mit all seinen landschaftsräumlichen Facetten in den Fokus rückt. Das kleinteilige und abwechslungsreiche Landschaftsmosaik mit seiner stimmungsvollen Abfolge aus Licht und Schatten, sonniger Wärme und feuchter Kühle, Enge und Weite, Nähe und Ferne prägt das Gesamterlebnis. Durch neue bauliche Setzungen entwickelt der Höhenpark eine eigene kraftvolle Gestaltsprache, die sich behutsam in die Landschaft einbettet. Die Grundgliederung besteht aus drei Hauptelementen: Promenadenachse, Rundwegeschleifen und Verbindungsklammern.

    Promenadenachse
    Das zentrale Rückgrat des Landschaftsparks bildet die Promenadenachse. Die über den Bergsattel verlaufende Promenade bildet die zentrale Erschließungsachse und stadtseitige Eingangssituation auf den Geyersberg. Sie verbindet sämtliche Wegeschleifen miteinander.
    Die Dominanz der Verkehrsinfrastruktur wird deutlich reduziert, zugunsten einer von Baumreihen gerahmten Freizeitpromenade für Fußgänger und Radfahrer. Die Mischverkehrsfläche schafft einen ruhigen, einheitlichen Rahmen aus Natursteinpflaster. Die Neuordnung des ruhenden Verkehrs reaktiviert vorhandene Aufenthaltsqualitäten. Der Parksuchverkehr wird bereits an den nördlichen und südlichen Zufahrtsbereichen auf großflächigen Parkplätzen sowie in der neu errichteten Garage untergebracht. Lediglich die Gäste von Hotel und Ferienpark sowie Anlieferung und Busse befahren den zentralen Bereich.

    Festplatz
    Der zentrale Festplatz bildet den baulichen Kern der Anlage. Mit seinem mineralischen Erscheinungsbild schafft er einen starken Kontrast zum lieblichen Landschaftsbild. Als monolithischer Felsblock passt er sich in die bewegte Geländetopographie ein, schiebt sich aus der Böschungskante heraus oder schneidet in das Gelände ein. Ein großformatiger Plattenbelag aus Bayerwaldgranit mit unterschiedlicher Oberflächenbehandlung erzeugt ein abwechslungsreiches Erscheinungsbild. Eine locker hingestreute Gruppe aus Larix decidua bildet einen malerischen Schwerpunkt und vertikales Element auf dem Platz. Lange Platzmöbel aus gestaffelten Stirnholzblöcken bilden Aufenthaltsbereiche. Sie sind Versammlungsort und Tribüne für die zahlreichen temporären Veranstaltungen und Feste, auch in den Wintermonaten (Aprés-Ski und Eisskulpturenfestival).
    Attraktionen, wie die Bergglashütte Weinfurtner und die Berghütte flankieren den Platz und erhalten eigene kleine Vorplatzbereiche. Ein Glasgarten trägt das Ausstellungsthema der Bergglashütte in den Außenraum. Flächen aus Glasgranulat in wechselnden Grüntönen und „Felsblöcke“ aus geschmolzenem Glas lassen durch die künstlerische Verfremdung des Baustoffs Glas das traditionsreiche Gewerbe in einem unerwarteten Kontext erlebbar werden. Der Berggasthof erhält eine großzügige Außenfläche mit Biergarten unter einem stimmungsvollen Baumdach aus rotblühenden Aesclus x carnea.

    Garage
    Die Garage mit 215 Stellplätzen befindet sich südlich des Gartenschauareals. Die Anbindung für Fahrzeuge führt über die Hauptstraße zwischen der bestehenden Bebauung, die fußläufige Erschließung erfolgt über einen kurzen Zuweg direkt zum Hauptplatz. Die Garage wird im Innern mit einem raumeffizienten Splitlevel erschlossen. Nach außen ergibt sich dadurch eine optimale Einbettung in die Hanglage, die dem Gefälle folgt und die sichtbare Silhouette trotz der hohen Stellplatzanzahl gering hält. Im Sockel ist das Gebäude um eine Ebene im Boden eingelassen, um eine sichere Gründung zu garantieren. In den anderen Geschossen handelt es sich um eine Stahlrahmenkonstruktion, die mit Stahlbetonhohldielen belegt wird. Dies ermöglicht einen einfachen Aufbau mit hohem Vorfertigungsgrad und kurzer Bauzeit. Die Fassade interpretiert mit ihrem Muster aus gespaltenen Baumstämmen die Bearbeitung von Holz aus dem Wald. Die Anordnung von Holzscheiten mit alternierenden Spaltwinkeln (siehe Grafik) erzeugt ein changierendes Muster, das vom geschlossenen Baumstamm zum offenen Holz wechselt. So setzt die Hülle einen eigenen Akzent und fügt sich gut in die von Waldwirtschaft und Holzbauten geprägte Umgebung ein.

    Rundwegeschleifen
    Die Rundwegeschleifen unterscheiden sich in ihrer Thematik und gestalterischen Ausprägung. Ein äußerer Ring legt sich um die Bergkuppe, ein innerer Ring teilt sich thematisch in zwei Hälften, die einerseits über den Höhenkamm verlaufen und andererseits das Plateau der ehemaligen GESA-Klinik umschließen.
    Der äußere Beltway schließt an das bestehende Waldwegenetz an und verbindet es zu einem geschlossenen Rundweg. Er verbindet eine szenische Abfolge abwechslungsreicher Landschaftsbilder. Panoramabalkone inszenieren weite Ausblicke in die umgebende Mittelgebirgslandschaft. In unregelmäßigen Abständen verstärken Gartenstationen die spezifischen Ortsqualitäten zu einer atmosphärisch dichten Runde um den Geyersberg. Im Westen passiert der Beltway den aufgestauten Waldsee. Eine Seeuferterrasse mit Kiosk schließt an den Wasserspielplatz an. Im rückwärtigen Bereich des naturnah gestalteten Badeweihers werden die Waldsauna und ein Badedeck positioniert. Im östlichen Bereich verbindet sich der Beltway mit den Achtsamkeitsgärten, im nördlichen Bereich mit Skipiste und Rodelhang. Der nahegelegene Waldkindergarten wird um mehrere didaktisch wertvolle Waldgärten ergänzt. Architektonisch klare Holzkonstruktionen, wie die Waldvitrinen mit Pilzgalerien und Farnen oder der Stammbaumgarten, verweisen auf die Themen nachhaltige Forstwirtschaft und essbarer Wald. Nutzholz, vom filigranen Zweig bis zum massiven Kantholz, mit seinen spezifischen Materialeigenschaften, prägt ihr ästhetisches Erscheinungsbild.
    Der Gipfel Loop verläuft als kurze Runde und Panoramaroute über den Höhenkamm des Geyersberg. Ein Wald- und ein Wiesenplateau bilden Verbindungen zu den Aktivklammern. Der ikonografische Panoramaturm bildet einen weithin sichtbaren Bezugspunkt auf dem Höhenkamm.
    Der Garten Loop umschließt das Plateau der ehemaligen GESA-Klinik. Den Südhang prägen die Bergwiesengärten. Eine Gastronomieterrasse nutzt die Lagegunst und die ruhige Yogawiese stellt einen thematischen Bezug zu den Achtsamkeitsgärten her. Felsgärten mit Erläuterungen zu den Gesteinsarten und historischen Relikten der mittelalterlichen Höhenburg ergänzen den Rundweg.

    Aktivklammern
    Drei markante Freiraumklammern verbinden die Rundwegesysteme miteinander und verlängern sich in die Landschaft. Sie schaffen Verbindungswege zwischen den Ebenen und laden zum spielerischen Entdecken und Träumen ein. Kleine Plätze an den Endpunkten verankern die Klammern auf den Rundwegen.
    Die Achtsamkeitsgärten ergänzen sowohl das gesundheitsorientierte Wellnesskonzept des zukünftigen Hotelkomplexes als auch der nahegelegenen Kurklinik. Auf schmalen Wegen taucht der Besucher in die Tiefen des Waldes ein, bis er am tiefsten Punkt die sich öffnende, sonnige Lichtung erreicht. Poetische und meditative Gartenstationen begleiten den Weg und entfalten eine entschleunigende Wirkung. Entsprechend der Sylvotherapie-Lehre wird eine sinnliche Verbindung zum Wald aufgebaut und die Aufmerksamkeit auf unbeachtete Details gelenkt: die Baumdüfte im Phytoncid Garten, den Klang des Waldes, die Haptik der weichen Moosbänke, den fliegenden Waldteppich mit der emporgehobenen Krautschicht oder die Wunderkammer mit ihren Kuriositäten aus dem Lebensraum Wald. Ein introvertierter Meditationsgarten bildet den Endpunkt des Weges.
    Der Geschwindigkeitsparcour ergänzt die rasante Skisportpiste um eine Sommerrodelbahndurch den Wald. Ein Platz am Beltway verknüpft den Skilift mit der Einstiegsstelle Rodelbahn und einem Sause-Spielplatz. Von dem oberen Waldplateau mit Tribüne kann man dem schnellen Treiben zuschauen.
    Der Spielparcour schafft eine spielerische aber auch herausfordernde Verbindung vom Waldsee bis zum Gipfel. An das Seeufer grenzt der Wasser- und Matschspielplatz mit kleinen Inseln aus Betonsegmenten, die z.T. nur mit Seilflößen erreicht werden können. Ab der Waldkante geht es durch höhlenartige Holzkubaturen (Ameisenhügeln nachempfunden) und über filigrane Netzstrukturen und Holzplattformen (Nestern nachempfunden) bis auf das obere Gipfelplateau. Den spektakulären Endpunkt bildet der markante Panoramaturm mit seinem Nest über den Baumwipfeln.

    Panoramturm
    Der Turm als Wahrzeichen des Geyersbergs ist eine erlebbare dreidimensionale Skulptur, die bereits vom Eingang der Gartenschau sichtbar ist und dazu auffordert, entdeckt und erklommen zu werden. Im Bild einer knorrigen Eiche entlehnt, die den Stürmen trotzt, betritt man den zerklüfteten Stamm durch zwei hohe Einschnitte. Eine Treppe führt hinauf bis ins mittlere Drittel, wo sich die Form öffnet und eine mit Bänken bestückte Plattform zur Rast und Kontemplation zwischen den nahen Bäumen des Waldes einlädt. An der Spitze angelangt öffnet sich eine weit ausladende Aussichtsplattform, die einen weitschweifenden Rundumblick über die gesamte Gegend eröffnet. In der Mitte der Plattform spannt sich ein Netz gleich einem Nest hoch im Baum. Hierauf können sich Wagemutige bewegen und von oben in die Landschaft und die Baumwipfel blicken. Kletterer können den Turm auf installierten Routen von außen erklimmen.
    Das Netz ist ein feinmaschiges geschütztes Stahlgewebe, wie es für Spielplätze beispielsweise von der Firma Corocord angeboten wird. Zur Absicherung befindet sich darunter ein zweites fein gewebtes Sicherheitsnetz, auch gegen möglicherweise herabfallende Gegenstände. Der Turm ist von außen mit Holz beplankt, welches in unterschiedlichen Richtungen variiert und die skulpturale Form unterstreicht. Im Innern führt eine Stahltreppe hinauf zur Spitze, die mit zwei Plattformen gekoppelt ist. Darin kann im Zusammenwirken mit den gefalteten äußeren Wandscheiben ein räumlich ausgesteiftes Stahltragwerk ausgebildet werden, das sich dem Besucher beim Betreten des Turmes erschließt.

    Gartenschau
    Die Regionalgartenschau „Natur in Freyung“ wird als Initiator und erster Baustein zur Umwandlung des Geyersbergs hin zu einer nachhaltigen Parklandschaft sowohl für die aktive, gesundheitsfördernde Freizeitgestaltung als auch für die ruhige, kontemplative Naturerfahrung genutzt. Die Themen fokussieren auf nachhaltige Forstwirtschaft, ökologische Landwirtschaft und Achtsamkeit. Zusammen mit den reaktivierten landschaftlichen Qualitäten erhält sie ein markantes Profil. Highlights sind die künstlerischen Interventionen und poetischen Waldgärten (viele davon als dauerhafte Attraktionen angelegt). Neben den gärtnerischen Themen und ruhigen Orten gibt es neue spielerische und sportliche Attraktionen zu bestaunen. Der Panoramaturm hat das Potenzial zum Wahrzeichen der Gartenschau zu werden. Die Wechselflor- und Staudenpflanzungen aus Wald- und Wiesenblühern bilden den floralen Rahmen. Zur Gartenschau wird das bereits fertig gestellte Parkdeck für die Blumenschau und den Gärtnermarkt (mit zugehörigen Lagerflächen) genutzt.
    Der stadtseitige Haupteingang mit temporärer Busvorfahrt wird am nördlichen Ende der Promenadenachse positioniert. Vom Eingangsplatz wird der Besucher entweder über die Promenade zum zentralen Festplatz mit Hauptbühne und Gastronomie geleitet oder zu den Ausstellungsflächen auf der temporär umgewandelten Parkplatzfläche. Die den Festplatz flankierenden Nutzungen Bergglashütte und Biergarten werden ebenfalls in das Gartenschaukonzept einbezogen. Die temporären Gartenschauflächen werden auf den flachen Sockel des Skihangs erweitert. Das Hotelplateau und die Achtsamkeitsgärten vervollständigen zusammen mit dem östlichen Beltway die Gartenschaurunde.

    Durch die Anreicherung und konsequente Verknüpfung der Einzelnutzungen auf dem Geyersberg können diese zu einer zeitgemäßen Freizeitlandschaft mit überregionaler Strahlkraft verdichtet werden. Ein mit allen Sinnen erfahrbares ästhetisches Landschaftserlebnis transformiert die Themen und Materialien der Region wie Holz und Forstwirtschaft, Gestein und Glasgewinnung, Wiesen und Wälder in spektakuläre Gärten, Spielangebote und Architekturen mit hohem Wiedererkennungswert.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das übergeordnete Motiv, den einzelnen Teilbereichen des Geyersbergs eine zentrale und verbindende Mitte zu geben, ist nachvollziehbar. Das von den Verfassern dazu gewählte Element des Festplatzes wird auf Grund seiner Ausdehnung und seiner starken baulichen Ausprägung jedoch in Frage gestellt - bildet er damit doch eine starke Zäsur im sonst offenen Landschaftsraum. Durch die kleinteilige Gestaltung der Mitte wird die verbindende Wirkung des Elements zusätzlich konterkariert. Die Einbindung des Festplatzes in eine von Norden nach Süden führende Promenade folgt dem konzeptionellen Wunsch nach einer Verbindung der Teilbereiche. Die Nutzungsqualität, Sicherheit und der Komfort dieser Verbindung wird auf Grund der Ausprägung als gemischt genutzte Straßen- und Fußwegefläche jedoch in Frage gestellt. Vermisst wird darüber hinaus ein angemessenes südliches Ende der Promenade.
    Reizvoll und überzeugend ist hingegen der Vorschlag, die umgebenden Wald- und Wiesenflächen über verschiedene Rundwege („Beltway“, „Gipfelloop“ und „Gartenloop“) an die zentrale Mitte anzubinden und über intensiv gestaltete und mit Spiel- und Aufenthaltsnutzungen belegte „Aktivklammern“ miteinander zu verweben.
    Das vorgeschlagene Parkierungskonzept setzt auf eine dezentrale Anordnung, führt jedoch mit der Abwicklung über einen zentralen Knoten zu einer vergleichsweise großen Verkehrsbelastung im zentralen Freibereich und lässt die Frage nach der Orientierung bei der Parkplatzsuche aufkommen. Die vorgeschlagene Lage des Parkhauses im südlichen Bereich des Wettbewerbsumgriffs wird auf Grund der damit verbundenen langen Fahrwege kritisch gesehen. Fragwürdig erscheint auch die Dimension des Bauwerks und die zu erwartende Beeinträchtigung der direkt angrenzenden Einfamilienhausbebauung an dieser Stelle.
    Als konfliktträchtig könnte sich darüber hinaus die Nähe des inneren östlichen Rundwegs („Gartenloop“) zur Erdgeschosszone des zukünftigen Hotels im Gebäude der GESA-Klinik erweisen.
    Das vorgeschlagene Wegenetz und die Inanspruchnahme der Flächen bewegt sich weitestgehend innerhalb der zur Verfügung stehenden Flächen. Lediglich der Waldsee und die Anbindung des Sees an den „Gipfelloop“ sind hinsichtlich der Realisierbarkeit nicht gesichert.
    Das Flächenlayout der temporären Gartenschau orientiert sich stark am langfristigen Gestaltungskonzept und erscheint damit angemessen und glaubwürdig. Äußerst konfliktträchtig erscheint die Abwicklung des südlichen Anliegerverkehrs über den Zentralbereich der Gartenschau.
    Zu würdigen ist der hohe Durcharbeitungsgrad der Arbeit und die kreativen und phantasievollen Vorschläge für die Spiel- und Erlebnisangebote.
    Insgesamt handelt es sich bei der Arbeit um einen ansprechenden und angemessenen Beitrag für die gestellte Aufgabe, der jedoch stark unter den konzeptionellen und funktionalen Mängeln im Kernbereich leidet.