loading
  • DE-94078 Freyung, DE-94078 Freyung
  • 11/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-269056)

Natur in Freyung 2022


  • 2. Anerkennung

    Perspektive Platz, © QF1

    Landschaftsarchitekten, Stadtplaner, Architekten
    QUERFELD EINS Landschaft | Städtebau | Architektur PartGmbB, Dresden (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Daniel Stöcker-Fischer , Annegret Stöcker , Frank Großkopf

    Mitarbeit
    Sebastian Weingart, Justina Antonia Luetgebrune, Richard Roeder, Alexander Mai, Marie-Luise Tschirner, Catalina Galupa

    Preisgeld
    23.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser der Arbeit setzen die Nord-Süd-gerichtete Promenade und den Beltway als zentrale Entwurfselemente innerhalb des vorgegebenen Planungsumgriffs konsequent um. Die orthogonale Formensprache der Promenade wirkt dem landschaftlichen Kontext jedoch nicht angemessen und rigide. Zusammen mit dem begleitenden Allen zerschneiden die beiden Erschließungsstraßen den offenen Wiesenkorridor und können daher sowohl unter räumlichen, als auch unter gestalterischen Gesichtspunkten nicht überzeugen.
    Im Zentrum der Promenade wird ein neuer Marktplatz zwischen der Bergglashütte und der ehemaligen GESA-Klinik ausgebildet, der in seiner Dimension und räumlichen Fassung durch ein eingeschossiges Bauwerk im Süden kritisch beurteilt wird. Dieses als „Bergkristall“ titulierte Bauwerk wird aufgrund seiner Konkurrenz zur nahegelegenen Bergglashütte und der vorhandenen gastronomischen Einrichtungen angezweifelt. Als Endpunkte der Promenade werden Ausblickbalkone nach Norden und Süden ausgebildet, die die gewünschten Sichtbezüge in die umgebende Landschaft inszenieren, in ihrer Ausgestaltung jedoch kritisch diskutiert werden.
    Die Aufteilung der Stellplätze auf drei Standorte mit zwei offenen Parkplätzen im Norden und Süden und einem zentralen Parkdeck wird grundsätzlich begrüßt. Das vorgeschlagene Parkdeck fügt sich dabei gut in die vorhandene Topographie des Wiesentals ein, wenngleich es entgegen der Plandarstellung mit einer baulichen Kante in Erscheinung treten wird. Die dargestellte Erschließungssituation des Parkdecks wird jedoch angezweifelt und die Überdeckung als nicht ausreichend beurteilt.
    Das Freiraumangebot entlang des Waldsaums wirkt selbstverständlich und dem Ort angemessen. Aussagen zur Anbindung des Ferienparks werden weitestgehend vermisst. Die Lage und Attraktivität des Spielplatzes am Südende der Promenade kann nicht überzeugen.
    Die Ausstellungen der Gartenschau werden sehr kompakt im Bereich um die ehemalige GESA-Klink organisiert. Dies erlaubt eine gute Ver- und Entsorgung des Areals und die uneingeschränkte Nutzung der öffentlichen Verkehrsflächen während der Gartenschau. Der Umgriff wird allerdings als zu eng beurteilt. Die vorhandenen landschaftlichen Potenziale werden leider häufig nicht aufgegriffen.
    Mit der konsequenten Ausformulierung der unterschiedlichen Wege- und Erschließungssysteme stellt die Arbeit einen interessanten Beitrag dar, der aufgrund des wenig sensiblen Umgangs mit dem umgebenden Landschaftsraum letztendlich nur in Teilbereichen überzeugen kann.