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  • DE-97996 Niederstetten, DE-97996 Niederstetten
  • 11/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-272554)

Neubau der Bildungsakademie des UFZ Niederstetten e.V.


  • 2. Preis

    Lageplan, © pussert kosch architekten

    Architekten
    pussert kosch architekten, Dresden (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Achim Kosch , Dirk Pussert

    Mitarbeit
    Chris Eger, Farhad Babayev

    Preisgeld
    9.000 EUR

    Erläuterungstext
    Das nördlich gelegenen Bildungszentrum und die Spielstätte „Kult“ haben aufgrund des dichten Baumbestandes entlang des Vorbachs keinen städtebaulichen Einfluss auf die neue Bauaufgabe. Die östliche Wohnbebauung ist kleinteilig und gruppiert sich um einen grünen Gemeinschaftsgarten. Die Sporthalle mit den vorgelagerten Stellplätzen wird zukünftig baulich durch den neuen ZOB ergänzt, der südlich an das Baugrundstück angrenzt. Die Sport- und Freiflächen im Westen bilden eine große zusammenhängende Freifläche. Eine wichtige Wegebeziehung führt vom Bushahnhof zum Bildungszentrum.

    Das neue Umschulungs- und Fortbildungszentrum orientiert sich an der Ausrichtung der südlich gelegenen Sporthalle und setzt die vorhandene städtebauliche Kante fort. Damit erhält die große Freifläche einen adäquaten räumlichen Abschluss nach Osten. Um seine Eigenständigkeit und Identität zu betonen, wendet sich der Neubau subtil von der bestehenden Wohnbebauung ab und orientiert sich zur Flussaue und dem davorliegen-den Festplatz.

    Die vorhandene Erschließung im Norden wird für die PKW-Zufahrt und die Anlieferung genutzt. Ein Kreuzungs-verkehr und damit eine zusätzliche Unfallgefahr im Bereich des ZOB werden damit vermieden. Nur in Ausnahmefälle und bei der Nutzung des Festplatzes ist die Durchfahrt von Nord nach Süd möglich. Die direkte fußläufige Wegeverbindung vom ZOB zum Bildungszentrum verläuft an der östlichen Grundstückgrenze. Vor hier aus hat man durch die großzügige Verglasung einen direkten Einblick in den Werkstattbetrieb. Eine Grünzone entlang der Grenze schirmt die benachbarten Wohngärten ab.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der in Nord-Süd-Richtung langgestreckte Baukörper schließt nachvollziehbar die Lücke zwischen Sporthalle und Realschule.
    Das Gebäude zeigt sich zum Osten hin eingeschossig, was in Bezug zu der benachbarten Wohnbebauung positiv beurteilt wird. Nach Westen bildet das Gebäude einen zweigeschossigen Rücken aufgebaut aus.
    Die Zuwegung bzw. Zufahrt erfolgt über die Nordseite des Grundstücks und beeinträchtigt somit nicht den Busverkehr.
    Auch die parallel zum Gebäude platzierte Fußwegverbindung von der Sporthalle zur Realschule wird sehr positiv gesehen.
    Durch die städtebauliche Platzierung bindet sich das UFZ selbstverständlich in die Bildungslandschaft von Niederstetten ein.
    Sämtliche Parkplätze werden im Westen platziert und sind gut anfahrbar.

    Der Eingang liegt im Westen ist vom Parkplatz gut auffindbar.
    Das Gebäude ist eindeutig als Zweibund organisiert ist bietet daher im Inneren eine gute Orientierung.
    Sämtliche Werkstätten orientieren sich nach Osten und sind gut durch Oberlichter und ein langgestrecktes Fensterband belichtete.
    Schulungs-und Unterrichtsräume, Büroräume sowie dienende Funktionen wie Umkleiden und WCAnlagen orientieren sich nach Westen.

    Die Erschließungszone erscheint jedoch viel zu schmal, da über diesen Erschließungsbereich auch ein Austausch von Maschinen bzw. Material notwendig ist. Auch bietet die stringente Flurzone keine Aufenthaltsqualitäten.
    Kritisch wird die Lage des Schweißraums mit einer Ganzglasecke gesehen.
    Über zwei Treppenhäuser erreicht man die attraktiv platzierte und zentral gelegene Aufenthaltsfläche im Obergeschoss. Bei den Treppenhäusern muss darauf geachtet werden, dass ein direktes Flüchten ins Freie möglich ist. Auch die Position ist brandschutztechnisch zu hinterfragen.
    Das Ausbilderbüro Elektro hat keinen Zugriff auf die Elektrowerkstatt. Ebenso sind Mängel in der Platzierung des Ausbilders Metall zu erkennen (keine Zugriff auf den Theorieraum und Metallwerkstatt).

    Das Gebäude zeigt sich in seiner Materialität robust und klar. Das langgestreckte östliche Fensterband wird begrüßt, da hierdurch Ein- und Ausblicke vom Fußweg aus möglich werden.
    Die westliche Fassade, die sich im EG bis auf den Eingangsbereich hermetisch geschlossen zeigt, wird kritisch diskutiert.

    Insgesamt leistet die Arbeite städtebaulich einen wertvollen Beitrag, weißt aber funktional für den schulischen Betrieb Mängel auf.


INFO-BOX

Angelegt am 07.12.2017, 12:56
Zuletzt aktualisiert 15.12.2017, 15:11
Beitrags-ID 4-149517
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