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  • DE-68163 Mannheim
  • 12/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-288722)

Neubau Glücksteinallee Mannheim - Familienheim Rhein-Neckar eG


  • ein 3. Preis

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    Architekten
    Motorlab Architekten, Mannheim (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: motorplan Architekten BDA, Mannheim (DE), Frankfurt am Main (DE), Weimar (DE)
    TGA-Fachplaner: IBV Ingenieurbüro für Versorgungstechnik Mosberger Defiebre, Heidelberg (DE)
    Brandschutzplaner: HHP Süd, Ludwigshafen am Rhein (DE)
    Tragwerksplaner: imagine structure GmbH, Frankfurt am Main (DE), Köln (DE)

    Preisgeld
    2.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf setzt sich aus zwei Baukörpern auf einem gemeinsamen Tiefgaragengeschoss zusammen. Das lineare Verwaltungsgebäude und der winkelförmige Baukörper der Wohnanlage sind ablesbar getrennt und finden nur über die sogenannte DNA der Struktur der gemeinsamen Untergeschossebenen zueinander.
    Der lineare Baukörper des Verwaltungsgebäudes springt von der Baugrenze zurück und nimmt die bestehenden Raumkanten der Glücksteinallee leider nicht auf. Der mittige Eingang mit großem Vordach adressiert sich zur Glücksteinallee und den großvolumigen Nachbargebäuden, während die Stirnseite zum Lindenhofplatz ebenso wie zur Carl-Metz-Straße nachrangig behandelt und durch eine Bauminsel sogar abgrenzt werden. Die Chance, das Verwaltungsgebäude sichtbar und repräsentativ zum Lindenhofplatz zu adressieren, wird nicht wahrgenommen. Das Verwaltungsgebäude selbst ist als klassische Bürotypologie organisiert, die unterschiedliche Nutzungen ermöglicht.
    Die Reihung paralleler Schotten bestimmt im Wohnungsbau die Gestaltung eines plastisch wirkenden Baukörpers im Süden. Das anspruchsvolle Konzept aus stark differenziertem Wohnungsangebot, schaltbaren Räumen und vorgelagerten Terrassen und Balkonen kann als Typologie allerdings nicht vollständig überzeugen. Dies ist weniger den Wohnungen geschuldet, auch wenn die Belichtung zum Teil schwierig und die Flexibilität der unterschiedlichen Wohnungstypologien wohl nur beim Erstbezug von Bedeutung sein wird, sondern insbesondere der städtebaulichen Lage. Die kaskadenartige Gliederung ist ein fremdes Element im Stadtgebiet, das weitgehend durch Blockrandbebauung geprägt ist, und wird dem Straßenraum an dieser Stelle aus Sicht des Preisgerichts nicht gerecht. Gerade der umlaufende Sockel zwischen Fassade und Straßenraum bildet dreieckige Terrassen im Hochparterre als neues Element aus, die zur Meerfeldstraße und Carl-Metz-Straße einen problematischen Kreuzungspunkt mit Doppelgiebel und Dreiecksgarten ausbilden.
    Der Dialog zwischen den beiden Gebäuden ist zentrales Thema in der Gestaltung des gemeinsamen Innenhofes. Filterwände, Filterbaum, Hecken und Stufen als Versatzstücke sollen das Zusammenspiel der beiden unterschiedlichen Nutzungen der Verwaltung und des Wohnens gestalten, doch es wird vor allem deutlich, dass es kein selbstverständliches Nebeneinander ist.
    Der komplexe Entwurf zeichnet sich durch seinen hohen Anspruch aus, das Ensemble kann jedoch aus Sicht des Preisgerichts als Gesamtlösung nicht überzeugen.


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