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  • DE-81249 München, DE-80804 München
  • 12/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-274331)

Wohngebäude in München Freiham WA 16 und WA 18


  • ein 1. Preis

    © MAIER.NEUBERGER.ARCHITEKTEN, Maximilian Illing Architektur-Visualisierung

    Architekten
    MAIER.NEUBERGER.ARCHITEKTEN GmbH, München (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Stautner+Schäf Landschaftsarchitekten und Stadtplaner Partnerschaft mbB, München (DE)
    Visualisierer: Maximilian Illing Architektur-Visualisierung, München (DE)
    Modellbauer: modellwerkstatt reinhold fischer, München (DE)

    Preisgeld
    33.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Jury würdigt die städtebauliche Gesamtfigur der beiden Baufelder und deren konsequente architektonische Ausarbeitung. Die Rahmenbedingungen des Bebauungsplans sind elegant interpretiert. Durch die teilweise Überschreitung der Baugrenze zum Innenbereich entstehen gestaffelte Anbauten. Die vorgeschlagene kammartige Baustruktur mit hofseitig abgetreppten Gebäudefingern lässt erkennbare Gebäudeeinheiten deutlich werden. Die einzelnen Häuser sind durch Rücksprünge im Dachbereich ablesbar. In städtebaulicher Hinsicht erscheinen die Baufelder WA 16 und WA 18 als klare Einheit.
    Die „Gebäudefinger“ nehmen den natürlichen Kontakt mit den Grünräumen des Innenhofs auf. Eine gute Verzahnung der Wohnräume mit den Höfen im Baufeld WA 16 und WA 18 wird somit möglich. In Verbindung mit der Straßenbebauung entstehen klar erkennbare Stadthäuser mit großzügigen Eingängen aus dem Straßenraum. Die Zugangsbereiche werden als Arkaden ausgebildet. Die architektonische Ausarbeitung der Fassaden lässt den sensiblen und kräftigen Umgang mit den jeweiligen Teilbereichen Aubinger Allee und öffentlicher Grünzug erwarten. Das einheitliche Fassadenbild, eine Mischung aus rotem Putz und Klinkeranteil, überzieht die Baukörper. Eine rötliche Baustruktur ist dabei architektonisches Grundgerüst und wird durch Fensterflächen und Loggien gefüllt. Ein lebendiges städtisches Bild entsteht. Die Wohnungen lassen durch das großzügige Fassadenraster eine optimale natürliche Belichtung erwarten. Der geforderte Wohnungsmix ist umgesetzt und über eine intelligente 4-6 Spänner-Lösung in Zukunft flexibel teilbar.

    Die Kita wird im Erdgeschoss als herausgezogene „Schublade“ angeboten. Die Gruppenräume der Kita sind zu tief und verfügen darüber hinaus über zu wenig Fassadenflächen für die natürliche Belüftung und Belichtung. Der Anbau der Kita auf die Grundstücksgrenze zum Nachbarn im Norden wird kritisch gesehen.

    Die Freianlagen halten überwiegend die Kriterien aus dem B-Plan und die geforderten Auslobungskriterien ein. Die Tiefgaragenüberdeckung ist zu gering. Zu den gemeinschaftlichen Dachterrassen wurden weder zeichnerisch noch textlich Angaben gemacht.
    Die Feuerwehrerschließung findet überwiegend über die im Hof vorhandenen Wege statt. Die Laubengangerschließung mit zweitem Rettungsweg für die Wohnungen oberhalb der KITA ermöglicht eine KITA-Freiflächengestaltung, die von keinen Feuerwehrerschließungsflächen beeinträchtigt ist.
    Hervorzuheben ist die qualitätsvolle Ausarbeitung der Caféflächen in Zusammenspiel mit den Arkaden des Eckgebäudes. Die Gesamtanlage ist klar strukturiert und weist eine logische Zonierung auf. Die Privatgärten sind mit den umlaufenden Hecken und davor liegende Sitzmauer hochwertig und funktional gegliedert. Die privat nutzbaren Freiflächen an den Gebäuden wirken z.T. eng und verschattet.