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  • DE Konstanz
  • 05/2007
  • Ergebnis
  • (ID 2-8369)

Konversion Great Lakes Areal


  • Ankauf

    Kontext

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    Architekten
    urbanegestalt, Köln (DE)

    Mitarbeit
    Johannes Böttger Mitarbeit: Anke Hunrath Sandra Kleigrewe

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: ASTOC ARCHITECTS AND PLANNERS GmbH, Köln (DE)

    Erläuterungstext
    Der Entwurf verfolgt zwei wesentliche Ziele: Zum einen die adäquate Ergänzung der Uferbebauung mit einer angemessenen Fortführung der Promenade und zum anderen die Fassung des Straßenraums und die Vermittlung zu den nördlich angrenzenden stadträumlichen Strukturen.

    Südareal
    Die geplante und zum Teil realisierte östlich angrenzende Wohnbebauung definiert eindeutig den städtischen Anspruch am dortigen Ufer des Seerheins. Die U - förmigen Wohnhöfe begrenzen räumlich präzise den Straßenraum und öffnen sich mit ihren terrassiert angeordneten Gebäudestrukturen zum Fluss. Dieser Grundtypus wird in unserem strukturellen Vorschlag aufgenommen aber etwas freier interpretiert. Gebäude und Freiräume passen sich, der bewegten Geometrie der Uferlinie entsprechend.

    An der Straßenseite befindet sich die großzügige Vorzone mit Vorfahrtsbereichen, der Zufahrt zur gemeinsamen Tiefgarage und einem Boulevardbereich zur Bundesstraße.
    Die Gebäude bilden mit großzügigen Hofeingängen ihre Adressen zur Straße hin aus und leiten die Besucher in gemeinsame Erschließungsbereiche mit Blick auf das Wasser. Von hier aus gelangt man durch getrennt zugängliche Kerne in die flexibel unterteilbaren Büroeinheiten. Durch diese Zonierung und ihren Sockel ermöglichen die Gebäude ein verträgliches Nebeneinander der öffentlichen Uferpromenade, der intimeren Hofbereiche und der individuellen Arbeitsbereiche. Wasserhöfe, auf denen Grauwasser in Schilffeldern gereinigt wird, verbinden ideell und ökologisch die Gewerbebauten mit dem besonderen Standort am Seerhein.

    Hotel
    Das Hotel liegt an der wichtigen Nahtstelle zwischen den östlich liegenden, streng angeordneten Wohngebäuden und den bewegter ausgebildeten Bürogebäuden des Kompetenzzentrums. Der Baukörper vermittelt zwischen den unterschiedlichen Dimensionen und stellt den Kontakt zu dem erhaltenswerten Gebäudebestand her.
    Die Nutzungsbereiche im Eingangsgeschoss gruppieren sich um den zentralen Hof, die Erschließung erfolgt vom Grünzug aus, der hier als Platzfläche gestaltet wird, der Restaurantbereich südlich angeordnet, er belebt Promenade und kann ein wichtiger Orientierungspunkt am Flussufer werden. Die U – Form der Regelgeschosse bietet eine maximale Zahl ruhiger Zimmer mit Seeblick. Der Konferenzbereich liegt als Penthouse im obersten Stockwerk mit freiem Blick über den See.

    Seerheinpromenade
    Die Promenade am Seerhein wird durchgängig ausgebaut, wobei zwei Abschnitte mit unterschiedlichen Qualitäten formuliert werden. Von Osten kommend setzt sich bis zum zentralen Platz, an dem der Grünzug von Norden her anschließt der städtische Charakter der bereits im Bau befindlichen Promenade fort. Erstellte. Längs strukturierte Bewegungsbereiche, Formgehölzflächen zur Bebauung und eine raumbildende Baumreihe.
    Nach der Unterbrechung am Grünzug, beginnt nach Westen hin die Panoramapromenade. Der Wasserlinie folgend, nach außen gewölbt lenkt sie den Blick stets auf die Wasserfläche, vor dem Promenadenweg ist hier ein Aufenthaltsbereich mit Sonnendecks angelegt. Abgängen zum Kiesufer ergänzen das Angebot und tragen zu einem intensiven Erleben des Naturraums Seerhein bei.


    Nordareal
    Der Gebäudekomplex nördlich der Strasse muss vielfältigen Ansprüchen gerecht werden. Er muss sich in seinem heterogenen Umfeld behaupten und die nicht so leicht kombinierbaren Programmbestandteile Wohnen und Einzelhandel integrieren. Zwei sehr unterschiedlich ausgeprägte Seiten, zur Straße und zur nördlich angrenzenden Bebauung entstehen in unserem Vorschlag. Zur Straße präsentiert sich der Einkaufsbereich mit einem großzügigen Vorplatz. Die Dachkontur nimmt den leichten Knick der Straße auf und mündet in einem Kopfbau, der Bezug nimmt auf die dichter werdende städtische Bebauung. Im nördlichen Teil des Grundstücks verbindet ein erhöhter Wohnweg die Uferstrasse mit dem neuen Grünzug vom Stadtteil Petershausen zum Seeufer.
    An diesem durch Rampen erschlossenen, öffentlichen Weg liegen drei leicht unterschiedlich ausgeformte Wohngebäude. Die Wohntypologie ist den verschiedenen Gebäudecharakteren angepasst. Während in dem leicht erhöhten Teil Geschosswohnungen untergebracht sind, befinden sich in den dreigeschossigen Gebäudeteilen Variationen von verdichteten Reihenhäusern mit eigenem Garten auf dem Dach. Die leicht ansteigende Dachform schirmt die privaten Grünbereiche vor dem Straßenlärm ab und ermöglicht eine großzügige begrünte Dachlandschaft.

    Der Entwurf versucht die Eigenheiten des komplexen Stadtgefüges zu interpretieren und durch bauliche Ergänzungen ein eindeutiges städtisches Raumgefüge zu definieren.
    Es soll kein überinszenierter Stadteingang entstehen, sondern ein selbstbewusster Ort, der städtische Funktionen und Qualitäten kombiniert und ausstrahlt. Prägnante und klar identifizierbare Stadtbausteine für Handel, Wohnen und Wissenschaft und die verbesserte Zugänglichkeit des Seerheins befördern wesentlich den Standort Petershausen und verankern das ehemalige Great Lakes Areal fest im Stadtgefüge von Konstanz.



    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

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