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  • DE-12357 Berlin, DE-12040 Berlin
  • 12/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-272967)

Zentrum für Sprache und Bewegung


  • 3. Preis

    Perspektive, © harris + kurrle architekten

    Architekten
    harris + kurrle architekten bda Partnerschaft mbB, Stuttgart (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Volker Kurrle , Joel Harris

    Mitarbeit
    Elena Guerrero

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: bbz landschaftsarchitekten, Berlin (DE), Freiburg (DE), Bern (CH)

    Preisgeld
    5.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit reagiert mit einem skulpturalen und durchgearbeiteten Gebäude auf die Aufgabenstellung. Städtebaulich orientiert sich die Architektur an den Baufluchten der Mensa und der vorhandenen Sporthalle. Insbesondere durch die Gestaltung eines Vorplatzes an der Kreuzung Fritz-ErlerAllee / Efeuweg und dem viergeschossigen Kopfbau formulieren die Autoren eine markante Adresse und einen sichtbaren Eingang zur neuen Campuspromenade.

    Zugleich wird durch die Höhe des Gebäudes ein kraftvoller Kontrapunkt zum Jugendzentrum Ufo am nördlichen Ende der Campuspromenade gebildet. Die Kubatur ist zur Sporthalle hin nur zweigeschossig konzipiert und vermittelt so zur Nachbarbebauung, insbesondere zur kleinteiligen Einfamilienhausbebauung, östlich des Efeuwegs.

    Durch die großzügige, raumhohe Verglasung von Café, Foyer, und Galerie wird im Erdgeschoss eine einladende, wohltuende Großzügigkeit erzeugt. Die Durchsicht vom Efeuweg zum Schulhof hin verstärkt diesen Eindruck. Café, Foyer und Galerie sind stützenfrei gehalten und können bei Bedarf zusammengeschaltet werden und versprechen vielfältige Nutzungsvarianten.

    Im Obergeschoss gruppieren sich Räume für Bewegung und Musik um einen Innenhof mit Baum und eine Dachterrasse und erzeugen Kommunikationsbereiche und informelle Räume von besonderer Aufenthaltsqualität.

    Der Innenhof öffnet sich zum Pausenhof hin und verzahnt sich gleichsam mit dem Schulgelände. Die beschriebenen räumlichen Elemente schlagen sich jedoch in einer erhöhten Bruttogeschossfläche nieder.

    Die gewählte Materialität der Fassade aus weißen Sichtbetonelementen mit sensibler, horizontaler Fugenausbildung kann überzeugen. Dem gegenüber wurden die eher rigiden Fassadenöffnungen aus gleichgroßen, quadratischen Fenstern, die nicht auf die differenzierte räumliche Nutzung eingehen, kritisch diskutiert. Die Fenster sind zudem ohne Lüftungsflügel konzipiert und in dieser Form nicht realisierbar. Erhebliche Probleme werden beim Konzept des zweiten baulichen Rettungsweges im 2. und 3. OG gesehen, der in der vorgeschlagen Form überarbeitet werden müsste.

    Insgesamt wird die Arbeit als gute Lösung bewertet, die ihre Stärken aus der skulpturalen Bauform und schönen innenräumlichen Situationen bezieht.