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  • DE-49565 Bramsche
  • 02/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-277143)

Sanierungsgebiet Bahnhofsumfeld


  • 2. Preis

    Städtebaulicher Entwurf

    Stadtplaner, Landschaftsarchitekten
    pp a|s pesch partner architekten stadtplaner GmbH, Dortmund (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Hannes Bäuerle, Teodor Vladov

    Erläuterungstext
    Städtebauliche Idee:
    Zwischen Osnabrücker Straße und Bahnlinie entwickelt sich ein innenstadtnahes Quartier, das mit seinen vielfältigen Wohnangeboten – vom gemischt genutzten Block über Wohnhöfe bis hin zu Einfamilienhäusern – die Wohnungsnachfrage in Bramsche abbildet. Ältere Menschen, Familien mit Kindern, Wohngemeinschaften, Zweipersonen- und Single-Haushalte sollen in einem Quartier der kurzen Wege zukünftig ihre Heimat finden. Entsprechend der Lage und Zentralität des neuen Quartiers in Bramsche ist von einer mittleren Dichte auszugehen. Die besondere Herausforderung des Gebiets – der stetig präsente Lärmeintrag aus den tangierenden Verkehrsbändern – wird über städtebauliche Maßnahmen gelöst. Es soll der Eindruck eines Lebens zwischen Lärmschutzwänden bzw. -wällen vermieden werden. Den Bewohnern wird ein Quartier mit hochwertigem Grün und angenehm dimensionierten Straßen und Plätzen angeboten. Die öffentlichen Räume stehen für Identität und Attraktivität des Quartiers. Neben Straßenräumen mit angenehmer Atmosphäre werden attraktive Verweilmöglichkeiten angeboten: der Gerhart-Hauptmann-Platz auf der Westseite des Bahnhofs und der Düstergatt-Park mit dem erhaltenswerten Feuchtbiotop. Durch die Lage dieser prägenden Freiräume wird das Quartier räumlich gegliedert und mit wohnungsnahen Spiel- und Erholungsflächen ausgestattet. Ihnen sind auch die besonderen Einrichtungen zugeordnet.

    Wohnhöfe im Süden:
    Das schmale Grundstück eignet sich für Wohnmodule, die den Höhenunterschied im Inneren aufnehmen. Diese öffnen sich zur bahnabgewandten Seite nach Westen und schließen sich nach Osten zur Bahn hin. Die erprobten Gebäude- und Grundrisstypologien gewährleisten einen optimalen städtebaulichen Schallschutz. Konsequent werden die schutzwürdigen Räume durch die bauliche Konfiguration und Grundrisslösungen abgeschirmt. Die drei angebotenen Gebäudetypologien erlauben lärmgeschützes Wohnen in unterschiedlicher Dichte: Die Höfe beiderseits des neuen Platzes weisen eine höhere städtebauliche Dichte auf, die offenere Variante bildet den Übergang zu westlich anschließenden Quartier am Park. Im Übergang zur kleinteiligen Bebauung an der Gerhart-Hauptmann-Straße wird der Geschosswohnungsbau in Punkthäuser aufgelöst. Insgesamt können in den Wohnhöfen rd. 420 Wohnungen mit einer Durchschnittsgröße von 70 m² entstehen. Denkbar sind sowohl Eigentums- und Mietwohnungen als auch gefördertes Wohnen.

    Nachbarschaft im Norden:
    Am Park bildet der Generationenhof ein kräftiges Gegenüber zur Weite des offenen Grünraums. Die im Norden anschließende Bebauung greift in Wohnform und städtebaulicher Korngröße den kleinteiligen Bestand auf. Die fragmentarische Bebauung wird komplettiert. Angeboten werden zwei- bis dreigeschossige Doppel-, Reihen- und Einfamilienhäuser in lockerer Folge, erschlossen über verkehrsberuhigte Stichstraßen. Die Kante zur Osnabrücker Straße wird von Grünterrassen gebildet, in die die notwendige Lärmschutzwand integriert wird. Das notwendige Erdreich für die Gartenterrassen wird über notwendigen Aushub der Baumaßnahmen im Quartier bereitgestellt. Die Terrassen werden extensiv begrünt und können mit ihrer Habitatfunktion als Ausgleichsmaßnahmen für die Bebauung herangezogen werden.

    Gerhart-Hauptmann-Platz:
    Der neue Platz erhält eine urbane Fassung mit einer drei- bis viergeschossigen Bebauung. Die Erdgeschosszone erhält mit einem kleinen Lebensmittelgeschäft und einer Bäckerei einen belebten Saum am Platz. Die Randbebauung eignet sich ein Hotel, Büros oder Temporäres Wohnen. Dem südlichen Gebäudeflügel wird die Fußgängerbrücke vorgelagert, über die der Bahnhof barrierefrei erreicht werden kann.
    Von der Gerhart-Hauptmann-Straße wird der Platz über eine Treppenstraße erreicht. Die Oberfläche wird eben gestaltet und mit gezogenen Platanen begrünt.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.