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  • DE-10969 Berlin
  • 02/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-282998)

competitionline campus 2018


  • Gewinner Studentenarbeiten

    © Marius Mersinger, Ivan Lit

    Projekt
    zeltHAUS

    Architekten
    Marius Mersinger

    Verfasser
    Ivan Lit. , Marius Mersinger

    In Zusammenarbeit mit:
    Universitäten / Hochschulen: Frankfurt University of Applied Sciences, Frankfurt am Main (DE)
    Architekten: Ivan Lit.

    Preisgeld
    1.000 EUR

    Erläuterungstext
    Für das temporäre zeltHAUS werden dreidimensionale Textilstrukturen verwendet, die als verlorene Schalung zur Herstellung stabiler Leichtbauelemente ausgeschäumt werden. Diese sogenannte Abstandstextilien bestehen aus zwei über Polfäden auf Abstand gehaltenen Deckschichten. Sie werden im Verbund mit dem Schaum zu leichten und gleichermaßen stabilen wie gedämmten Sandwichelementen. Darüberhinaus ist ein scharnierloser Faltmechanismus integriert, der schnellen Auf- und Abbau garantiert. Anders als bei herkömmlichen Zelten benötigt das zeltHAUS dadurch kein separates Gestänge, es kann ohne zusätzliche Hilfsmittel einfach und von Laien aufgebaut werden und bietet durch seine Dämmung in heißen wie kalten Klimazonen Schutz bei Natukatastrophen, in Flüchtlingslagern oder kann als temporäre Unterkunft in urbanen Megastrukturen dienen.

    Der Faltmechanismus nutzt die textilen Anteile des Verbundmaterials. Nach dem Aussschäumen werden die Elemente bis auf die gegenüberliegende Decklage hinunter aufgeschnitten, sie wirkt dann als textiles Scharnier. Die dadurch möglichen Faltungen erhöhen die Eigenstabilität der in sich bereits stabilen Einzelelmente zusätzlich. In der Kombination einer mittigen Längsfaltung und durch zwei Faltungen in Querrichtung entstehen einzelne Hausmodule mit biegesteifen Ecken. Im letzten Schritt wird durch seitliches Auffalten bzw. Aufkanten der Elemente deren Stabilität weiter verbessert und zudem die Fügung der Segmente zu unterschiedlich großen Einheiten ermöglicht. Die Verbindung der Längsfaltungen untereinander sowie der einzelnen Segmente geschieht durch integrierte Klettverschlüsse. Die Gesamtstabilität ebenso wie Regenschutz werden im letzten Schritt durch eine über die gesamte Konstruktion gespannte, leichte Zelthaut gewährleistet.

    Für das Projekt wurden sechs Zentimer dicke Abstandstextilien gewählt. Ausgeschäumt ensteht im Verbund der faserbasierten wie porenbasierten Materialanteile ein zug- wie druckfestes, gedämmtes Bauelement, das mechanische wie bauphysikalische Vorteil gegenüber klassischen Zeltkonstruktionen mit Ihrer Trennung von Tragwerk und Hülle aufweist.


    Frankfurt University of Applied Sciences, Studio Prof. Lüling

    Ansprechpartner: Marius Mersinger
    Fachbereich 1, Studiengang Architektur

    www.frankfurt-university.de/fb1

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 16.02.2018, 10:42
Zuletzt aktualisiert 01.08.2018, 14:43
Beitrags-ID 4-152277
Seitenaufrufe 298