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  • 1. Preis Sickingenplatz/Neubau Polizei

    Visualisierung, © Renderbar

    Stadtplaner
    Hähnig + Gemmeke Freie Architekten BDA, Tübingen (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Anthony Carimando, Jan Gienau

    Erläuterungstext
    Mit der Entwicklung der Konversionsbereiche Sickinger Platz, Mark-Twain-Village West und Polizeistandort entsteht im Kontext der vorhandenen Gebietsentwicklungen, Planungen und Freiraumideen eine städtebauliche Gesamtkonzeption, die durch die geplanten städtebaulichen Setzungen ein erlebbares urbanes Quartier generiert.
    Übergeordnete Leitgedanken und identitätsstiftende Integration von denkmalgeschützten Gebäuden und ensemblegeschützten Bereichen lassen einen eigenständigen Siedlungs-, Stadtraum entstehen.
    Der öffentliche Raum, geprägt durch eine Folge von Parksituationen (Bürgerpark), dem neuen Forum (Paradeplatz), dem Kulturmarkt vor dem Karlstorbahnhof und das von Nord nach Süd verlaufende, rückgratähnliche Entwicklungsband gewährleisten, in Ergänzung der geplanten Platzsituationen, Gelenksituationen im Bereich von MTV Nord und der Schnittstelle zum Areal Sickinger Platz einen lebendigen, durch seine begleitenden Nutzungen belebten, attraktiven Stadtraum.
    Bestand und Neuplanung wachsen an diesen Schnittstellen zusammen, definieren klare Raumkanten und formulieren differenzierte öffentliche und private Zonen. Die Besonderheiten, die Eigenständigkeit des Ortes wird durch diese stadträumliche Entwicklung gestärkt und hervorgehoben.
    Im Süden bilden die neuen Wohnquartiere eine straßenbegleitende Raumfolge zur Sickinger Straße. Bestehender „Turm“ und der angrenzende vorhandene Spiel- und Bolzplatz werden integriert und eingebunden. Im Übergang zwischen Neuplanung und bestehenden Bebauungsstrukturen wird ein Platz als Bestandteil des Entwicklungsbandes vorgeschlagen, zu dem sich in den Erdgeschosszonen öffentliche Nutzungen orientieren. Innerhalb der Quartiersstrukturen entstehen Stadthäuser, Einfamilienhäuser in urbanem Kontext. Durch Kleinparzellierungen, differenzierte Höhenentwicklungen, unterschiedliche Geschossigkeiten und direkt zugeordneten Grundstücken entsteht ein vielfältiges, architektonisch differenziertes Nebeneinander von privaten Stadthäusern und Geschosswohnungsbau.
    Die grünen Innenhöhe, Innengärten schaffen geschützte Privatbereiche im verdichteten städtischen Kontext des Umfeldes.
    Der Polizeineubau wird als starker Solitär in diese urbane, freiräumliche Umgebung im Umfeld von Konversionssolitären eingebunden und kann eine neue Mitte für die Polizei an diesem Standort formulieren.
    Die geplante Nutzungsvielfalt und Nachbarschaft von Wohnen, Kindertageseinrichtung, Cafe, Kreativwerkstatt, Kunst und Verwaltung generiert ein Stück „Stadt“ als neuen Lebensraum.
    Im Bereich MTV Nord wird an der Gelenksituation von Entwicklungsband und Ost-West verlaufender grünen Spange von Bürgerpark zu den westlich angrenzenden Frei- und Kleingartengebieten ein Platz vorgeschlagen, der vernetzt, Orientierung schafft und übergeordnete Wegeverbindungen für Fußgänger und Radfahrer aufzeigt. In einer parkähnlichen Landschaft werden südorientierte Solitärbaukörper als 4-6-geschossige Stadthäuser geplant. Vorhandene Baumstrukturen werden ergänzt, schaffen Übergänge und generieren ein eigenständiges Wohnquartier als nördlichen Auftakt der Entwicklungsspange.
    Ein gemeinsamer privater Quartiersplatz mit Spielmöglichkeiten und Aufenthaltszonen bietet eine geschützte Mitte der Solitärstruktur. Auch an diesem Ort entsteht durch ein unterschiedliches Nutzungsgemenge, besonderen Wohnformen, einer Kindertagesstätte, den angrenzenden Kleingärten, Büroflächen und dem Bürgerpark ein, in das Stadtgebiet integrierter neuer Stadtbaustein.
    Die städtebaulichen Arrondierungen stärken den neuen Siedlungskörper Konversionsfläche Südstadt, formulieren klare Übergänge, integrieren Bestehendes und leisten durch neue vielfältige Wohn- und Nutzungsangebote einen entscheidenden Beitrag für den neuen Stadtteil. Eine städtebauliche Chance, die bisher „Geplantes“ stärkt, den Gedanken „des anderen Parks“ aufnimmt und die durch klare räumliche Entscheidungen diesen Stadtteil erlebbar macht.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 13.04.2018, 12:53
Zuletzt aktualisiert 09.05.2018, 16:28
Beitrags-ID 4-155115
Seitenaufrufe 154