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  • 03/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-265349)

Objektplanung Gebäude

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  • Anerkennung

    kein Bild vorhanden
    Bauphysiker
    Müller-BBM GmbH, Planegg/München (DE), Berlin (DE), Dresden (DE), Frankfurt (DE), Gelsenkirchen (DE), Hamburg (DE), Karlsruhe (DE), Köln (DE), Nürnberg (DE), Reutlingen (DE), Stuttgart (DE), Weimar (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Nieto Sobejano Arquitectos, Berlin (DE), Madrid (ES)
    Tragwerksplaner: Bollinger + Grohmann Ingenieure, Frankfurt am Main (DE), Berlin (DE), München (DE), Wien (AT), Paris (FR), Oslo (NO), Melbourne (AU), Rom (IT)
    TGA-Fachplaner: WSGreenTechnologies GmbH, Stuttgart (DE)
    Brandschutzplaner: Kaupa Ingenieure, Windorf (DE)

    Preisgeld
    31.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Dieser Entwurf zeichnet sich durch zwei zentrale Ideen aus, die ihn von seinen Konkurrenten deutlich unterscheiden. Die erste Idee ist der in den erweiterten Innenhof eingestellte Betonkubus, der dem Gesamtkomplex sein organisatorisches und bauliches Herz bieten soll. Die zweite Idee bezieht sich auf die Erschließung. Der Vorschlag, vor allem die barrierefreie Erschließung von Nord Osten zu organisieren, löst auf scheinbar einfache Art und Weise die komplizierten Situation am Haupteingang an der Hans Thoma Straße. Aus organisatorischer Sicht entstehen durch die Einrichtung von zwei Haupteingängen jedoch eher Nachteile.

    Die Idee, einen Betonkubus in das Gefüge der bestehenden Anlage einzufügen wird ebenfalls sehr kontrovers diskutiert. Diese neue Intervention scheint den Bestand zu dominieren und das Thema des bestehenden Hofraums, nämlich der Gleichzeitigkeit von Bauteilen unterschiedlicher Generationen, weitgehend zu überdecken.

    Auch andere organisatorische Entscheidungen der Autoren finden keine Zustimmung, zum Beispiel die Platzierung der Hans Thoma Kapelle, die Anordnung des Sonderausstellung im Verteilerraum unter dem Betonkubus oder die Raumsequenz im Übergang zu den zukünftigen Erweiterung.

    Trotz offensichtlicher Fehler wird die Arbeit jedoch als interessanter konzeptueller Diskussionsbeitrag vom Preisgericht gewürdigt. Auch ist der Vorschlag in vielen Details (z.B statisch) gut durchdacht und sehr professionell präsentiert.

    Was den Abriss des Amtsgerichtsgebäude betrifft, kann das Preisgericht den Gedankengängen der Autoren nicht unmittelbar folgen. Den Abriss des bestehenden Gebäudes würde man wahrscheinlich vorallem dann vorschlagen, wenn man zu dem Ergebnis käme, dass die bestehende Struktur das neue Raumprogramm allzu sehr einengt. Der annähernde Wiederaufbau der Bestandsstruktur in einer neuen Architektursprache wäre eingehend zu begründen.