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  • DE-54290 Trier, DE-54293 Trier
  • 04/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-279957)

Ruwertalschule – Neubau Grund- und Realschule plus und Teilsanierung Mehrzweckhalle


  • 2. Preis

    © Mettler Landschaftsarchitektur, AV1 Architekten

    Landschaftsarchitekten
    Mettler Landschaftsarchitektur, Gossau (CH), Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: AV1 Architekten GmbH Dujmovic Schanné Urig, Kaiserslautern (DE), Berlin (DE), Münster (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das weite Abrücken des Neubaus von der Hangkante der Schulstrasse schafft einen eindeutigen Hofraum mit hoher Aufenthaltsqualität. Es entsteht ein großes, nur zweigeschossiges Schulhaus für Grund- und Realschule. Die im Inneren klare und gleichzeitig subtile Aufteilung der beiden Bereiche erlaubt es, die Bereiche nach Bedarf zu trennen oder zu verbinden. Ein gemeinsamer Eingangsbereich mit nebeneinander liegenden und doch deutlich getrennten Zugängen für Grund- und Realschule ist gut erreich- und auffindbar im Nordost-Bereich des Geländes angeordnet. Die eingeschnittenen Lichthöfe mit den dortigen Gärten ermöglichen in den angrenzenden Unterrichtsbereichen eine konzentrierte Lernatmosphäre. Alle Bereiche des Gebäudes werden sehr gut mit Tageslicht versorgt. Die Anlage der Schulhofflächen zwischen dem Schulgebäude und dem Hang zur Schulstrasse verhindert zugleich Nutzungskonflikte mit der Nachbarschaft nach Westen. Die Gliederung der Nutzungen im Inneren ist gut gelöst:

    Die Grundschulbereiche befinden sich auf beiden Ebenen im Norden des Gebäudes, im südlichen Bereich befindet sich die Realschule. Die Bereiche für Verwaltung/Lehrer und Fachklassen liegen vermittelnd dazwischen. Die robuste und stringente Grundrissorganisation bietet durch Aufweitungen der Flurbereiche in den Zwischenzonen zusätzliche attraktive Aufenthalts- bzw. Lernbereiche. Der Bestandsbau wird recht selbstverständlich integriert und bildet den südlichen Abschluss des Hofbereichs. Das Mehrzweckgebäude tritt dadurch ein wenig in die zweite Reihe und ist z. B. für Anlieferung oder Rettungsfahrzeuge nicht gut erreichbar. Dies müsste in weiteren Bearbeitungsschritten noch überprüft und ermöglicht werden.

    Der Vorschlag eines Holzbaus mit den Möglichkeiten der Vorfertigung ist der Bauaufgabe angemessen und wird in der ökologischen Gesamtbetrachtung positiv gewertet. Die einfache Fassaden- und Grundrissstruktur lässt eine wirtschaftliche Realisierung erwarten. Die aufgrund der Lage des Neubaus mögliche Option, die vorhandene Schule während der Bauzeit weiter zu nutzen, stellt einen zusätzlichen Vorteil dar. Intensiv diskutiert werden die Einfügung des sehr großflächigen Gebäudes in die eher dörfliche Struktur von Waldrach sowie die funktionalen und schulorganisatorischen Vor- und Nachteile des Entwurfs. Insgesamt wird festgestellt, dass der Entwurf einen sehr guten Wettbewerbsbeitrag mit überraschenden und innovativen Vorzügen darstellt, der jedoch hinsichtlich seiner städtebaulichen Einfügung auch kritisch gesehen wird und im täglichen Betrieb beider Schulformen als organisatorisch anspruchsvoll empfunden wird.