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  • DE-41844 Wegberg
  • 04/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-281542)

Neubau Feuerwache in Wegberg


  • 1. Preis

    © Scheidt Kasprusch Ges. v. Architekten mbH

    Architekten
    Scheidt Kasprusch Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Prof. Frank Kasprusch , Hermann Scheidt

    Mitarbeit
    Sam Bassani, Bianca Klinger, Tristan Hans, Riccardo Turcato

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: KuBuS Freiraumplanung GmbH & Co. KG, Wetzlar (DE), Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser positionieren den langgestreckten Baukörper, vom Grenzlandring zurückgezogen, parallel zur Planstraße und zonieren klar die Funktionsbereiche von Süd nach Nord. Zum Grenzlandring liegen repräsentativ und gut sichtbar die Wagenhalle mit davor liegender Aufstellfläche, Übungshof und freigestelltem Turm als Signet.
    Auf der Nordseite liegen gut organisiert die Stellplätze für ankommende Einsatzkräfte, ohne dass Laufwege gekreuzt werden. Die geforderten Fahrbeziehungen, insbesondere die Alarmausfahrt werden gut und konfliktfrei erfüllt, inklusive der möglichen Anbindung an die zukünftige Planstraße.
    Die vorhandene Rettungswache wird gut integriert und fußläufig angebunden.
    Der neue Feuerwehrstandort erhält einen räumlich wirksamen, wohltuend klaren grünen Rahmen aus einem Baumhain, der die erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen gut umsetzbar macht.
    Mittig in diesem grünen Rahmen entsteht in zentraler Lage ein attraktiver und gut nutzbarer Freiraum in direkter Verbindung zum Löschwasserbecken.
    Die innere Organisation des Gebäudes überzeugt. Ankommende Einsatzkräfte erreichen über kurze Wege Umkleide- und Wagenhalle, die Abläufe der vom Einsatz zurückkommenden Kräfte werden sehr gut erfüllt.
    Der Werkstattbereich mit An- und Ablieferung ist schlüssig und gut mit eigener Anlieferungszone im Osten organisiert. Gut gelöst ist auch der Bereich mit Schulungsraum im Erdgeschoss, der sichtbar und direkt an der Maaseiker Straße liegt und gegebenenfalls auch separat vermietbar wäre. Im Obergeschoss liegt der Sozialbereich an einer Dachterrasse und ist somit gut nutzbar, die Einsatzzentrale auf der Gebäudeecke ist gut positioniert.
    Die Verfasser schlagen selbstbewusst eine Holzbauweise vor mit guten Argumenten zur Nachhaltigkeit und Energieeffizienz.
    Für die Fassade wird eine kombinierte als grau verwitterte Holzschalung vorgeschlagen, die langlebig ist und einen geringen Unterhaltungsaufwand erwarten lässt, darüber hinaus führt der kontrollierte Verkohlungsprozess der Oberfläche zu einer angemessenen Symbolik für ein Feuerwehrgebäude.
    Die energetischen Zielsetzungen des Auftraggebers sind mit den vorgeschlagenen Bauteilqualitäten umsetzbar. Das Energiekonzept erscheint der baulichen Lösung angemessen. Auch die angestrebte einfache Umsetzung getrennter Heizzonen im Gebäude ist mit der vorgeschlagenen funktionalen Zonierung gut umsetzbar.