loading
  • DE-33098 Paderborn, DE-33098 Paderborn
  • 04/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-279650)

Abdinghof in Paderborn


  • Anerkennung

    Perspektive Marienplatz, © EPS_Architekten

    Architekten
    Ellertmann Schmitz Architekten BDA, Münster (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Christian Schmitz , Berthold Ellertmann

    Mitarbeit
    Thomas Bergerbusch, Fokko van der Linde

    Preisgeld
    10.000 EUR

    Erläuterungstext
    Leitidee
    Der Beitrag sieht eine Bürgerebene vor, welche ein transparentes und offenes Bild der Stadtverwaltung Paderborn in den öffentlichen Raum transportiert. Alle dem Bürger nahen Funktionen finden hier ihren Platz und werden durch das Herzstück des Entwurfs, der Kinder- und Computerbibliothek, im Innenhof des Ensembles gestärkt.
    Das städtebauliche Ensemble der bestehenden Verwaltungsbauten wird vervollständigt und bildet die Schnittstelle zwischen urbaner, mittelalterlicher Stadtstruktur und dem Grünzug der Paderquellen. Die Gebäudekubatur bezieht bestehende bauliche Strukturen in das Konzept mit ein und erzeugt eine Mitte für die Belange der Bürgerinnen und Bürger. Die resultierende städtebauliche Höhenentwicklung orientiert sich an der Bestandsbebauung, welche die Kulisse des öffentlichen Lebens der Stadt Paderborn bildet.

    Freiraumplanung
    Die Gestaltung der Freiräume obliegt den Charakteren der einzelnen Plätze, so wird der Franz-Stock-Platz aus historischen Gesichtspunkten in seinen Ursprungszustand zurückgeführt und bildet einen musischen Rückzugsort, welcher flexibel für kulturelle Angebote genutzt werden kann.

    Der Platz am Abdinghof bildet durch die Neugestaltung die repräsentative Vorzone des Stadtmuseums. Exponatflächen vor dem Museum erzeugen Räume, welche flexibel nutzbar sind und zugleich die Geschichte der Stadt Paderborn erlebbar machen.

    Der Marienplatz ist als urbaner Knotenpunkt zu verstehen, welcher durch das öffentliche Leben bespielt wird. Das Konzept sieht vor, die komplexe Topographie in die Gestaltung mit einzubeziehen und eine öffentliche Stadtterrasse zu erzeugen, welche durch Sitzstufen zwischen den Geländeniveaus vermittelt und den Auftakt des neuen Haupteingangs bildet.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das Grundstück wird mit einem klaren Baukörper besetzt. Das Konzept stellt insofern einen dem Stadtgrundriss entsprechenden Lösungsansatz dar. Die etwas bemüht traditionell gestalteten Fassaden weisen wertige, dauerhafte Materialität auf, jedoch leidet durch zu vielfältigen Einsatz formaler Ideen die Lesbarkeit des Gebäudes als Rathaus. Das dem Baukörper vorgelagerte Treppenbauwerk wirkt eher als trennendes denn als verbindendes Element. Die Grundrisse sind grundsätzlich klar strukturiert. Die innenräumliche Qualität mit langen Wegen und überwiegend spannungsarmen Verkehrsflächen wird kritisch beurteilt. Die Lösungsansätze zur Freiraumgestaltung überzeugen nicht.