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  • DE-36037 Fulda, DE-36041 Fulda
  • 05/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-291784)

Landesgartenschau Fulda 2023


  • 2. Preis

    Konzept Daueranlagen, © capattistaubach Landschaftsarchitekten

    Landschaftsarchitekten
    capattistaubach Landschaftsarchitekten, Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Matthias Staubach , Tancredi Capatti

    Mitarbeit
    Thomas Steinborn

    Preisgeld
    35.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Als wiederkehrendes Element verbinden Plätze mit Hainen bzw. Baumkarrees die verschiedenen Teilbereiche. Diese Wiederholung der Karrees an der Bastion bzw. im weiteren Verlauf der Verbindung vom Parkplatz zum Haupteingang wird positiv bewertet.

    Die gelungene Wegeführung entlang des Heimattiergartens zur Hauptattraktion des in die Brücke integrierten "Baumwipfelloop" ist die Stärke dieser Arbeit, wenn auch die Zuführungen im Detail überarbeitet werden müssen.

    Das landwirtschaftliche Thema an der Bastion erscheint mit den „Frischwiesen“ und der teilweise kleinteiligen Gliederung zur Sickelser Straße unzureichend formuliert.

    Demgegenüber erlaubt die Raumbildung am Engelshaus durch die Wegeführung zur Neuenberger Straße vielfältige Gestaltungsoptionen. Der Auftaktplatz mit der Rampe ist jedoch nicht barrierefrei ausgebildet. Vermisst wird auch eine gestalterische Einbeziehung des Straßenraums St.- Laurentius- und Neuenberger Strasse.

    Vermisst wird eine Gestaltung des Parkplatzes an der Hornungsbrücke. Hier werden Entwicklungsmöglichkeiten im Kernbereich der Aue nicht genutzt. Auch die direkte Anbindung des Umweltzentrums als Haupterschließung von der Hornungsbrücke über einen Steg durch die Schilfflächen wird kritisch gesehen.

    Die Gestaltung der Flächen um und im Licht- und Luftbad mit der Einbeziehung von Wehr und Fischtreppe sowie einem Naturtheater wird gewürdigt. Der Bereich wird so stärker wieder ein Teil der Aue und verspricht neue Aufenthalts- und Nutzungsqualitäten.

    Der Badegarten wird wirkungsvoll durch einen Stichweg entlang der Ausgleichsfläche an den geöffneten Fuldakanals angebunden. Am oberen Ende befindet sich ein wiederum mit einem Baumkarree überstandener Eingangsbereich, der mit der vorgeschlagenen Kanalpromenade einen gelungene Auftakt in das Auengelände bildet. Der naturnahe Charakter der Ausgleichsflächen kann erhalten bleiben.

    Der zusätzliche neue Weg am Ostufer der Fulda mit Steg über die Weiher durchschneidet Biotop- und Ausgleichsflächen und wird in seiner Sinnhaftigkeit kritisch gesehen.

    Insgesamt zeigt die Arbeit einen wertvollen Beitrag insbesondere durch die identitätsbildenden Ausgestaltung des Brücken- und Baumwipfelloops.