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  • DE-80797 München, DE-85748 Garching bei München
  • 10/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-258651)

WB GIZ Gründer- und Innovationszentrum München


  • 3. Rang

    Außenansicht Innovations- und Gründerzentrum, © Henning Larsen

    Architekten
    Henning Larsen Architects, Copenhagen V (DK), Oslo (NO), Munich (DE), Riyadh (SA), Gøta (FO) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Bauunternehmer: MAUSS BAU Erlangen GmbH & Co. KG, Erlangen (DE)

    Erläuterungstext
    Kommunikations- und Eventbereiche fördern Networking in Start-Up Gründerzentren

    Start-Up Gründerzentren sind der ideale Ort um Netzwerke zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen. Die Planung des neuen Gründer- und Innovationszentrum in München sieht die Verschmelzung von Büros, Eventbereichen und den sogenannten „MakerSpace“ vor, die unabhängig voneinander nutzbar sein sollen. Der Wettbewerbsentwurf vom internationalen Architekturbüro Henning Larsen sieht eine Staffelung vor, die einen öffentlichen Marktplatz im Sockel des Gebäudes für den MakerSpace schafft, der sich über mehrere Etagen terrassenförmig nach oben fortsetzt. Die dadurch entstehenden Plattformen eignen sich zur Nutzung als Eventbereiche und fördern den gegenseitigen Dialog und den Wissensaustausch.
    Der Besucher wird über mehrere Ebenen in einer offenen kommunikationsfördernden Innovationslandschaft nach oben zu den Seminarbereichen geleitet, vorbei an Tech-Labs, Retail-Labs und dem Fitness-Lab während die oberen Geschossen Platz für ruhige Bürozonen und Think-Tanks bieten.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Städtebauliche Einbindung
    Der gegenüber der ersten Stufe unveränderte Baukörper wird städtebaulich positiv beurteil.
    Der Abstand zur Wohnbebauung an der Dachauerstraße lässt eine Gestaltung der Hofräume als erstrebenswertes Wohnumfeld zu. Allerdings ist dort auch die Anlieferzone auf eigenem Grund nachgewiesen, die dort Unruhe und Lärm in die Wohnhöfe bringt.
    Der Freiraum zur Tonnenhalle wird als wesentliche Kommunikations- und Verbindungsraum für dass Kreativquartier zum nördlich anschließenden Park erfasst.
    Am Übergang zum nördlich anschließenden Park erfolgt die Haupterschließung des GIZ mit einer starken räumlichen Bezugnahme der zweigeschossigen Eingangshalle mit Cafe zum Park.
    Der MakerSpace ist richtigerweise mit wesentlichen Flächen dem öffentlichen Freiraum zugeordnet.

    Innere Organisation
    Cafe und Küche mit Lager funktionieren nun im Betrieb und sind von anderen Funktionen z. B. von der Arena klar abgegrenzbar. Der Bereich MakerSpace ist richtigerweise nach wie vor mit wesentlichen Flächen dem öffentlichen Freiraum zugeordnet. Die Aufteilung des MakerSpace auf drei Etagen führt zu funktionalen Schwächen.
    Die Überarbeitung der großzügigen Kommunikationszone über alle Geschoße ist erfolgt, führt jedoch zu einem nicht unerheblichen Verlust der innenräumlichen Qualität der durch die, jetzt angebotenen, abgestuften Loggen nicht kompensiert wird. Die Qualität der Aussicht bzw. Aufenthaltsqualität der Loggien wird kontrovers diskutiert.
    Im Gegensatz zu den Flächen der ‚Plattformen’ sind Erschließungsräume zu knapp und unübersichtlich (z. B. Flure von ca. 1m Breite).
    Zu bemängeln sind die Innenraumzonen (keine Dauerarbeitsplätze) die ungenügend mit Tageslicht versorgt sind.
    Die Rettungsweglängen und die Organisation der Treppenläufe werfen Fragen auf.

    Fassade
    Die überarbeitete Fassade bleibt in der Aussage unverbindlich. Daher kann die Angemessenheit der Fassade zum Charakter eines GIZ nicht wirklich beurteilt werden.
    Konkrete Aussagen zur Fassade und dem Sonnenschutz (bei der zweistöckigen Fassade) bleiben unvollständig.

    Technik
    Technikflächen auf dem Dach sind nicht vollständig dargestellt.

    Freiräume
    Die Aussenanlagen haben auch die Fläche zur Tonnenhalle mit Experimentierpark und Smart CityFeld erfasst, wirken strukturiert aber wenig aussagekräftig.
    Ein starkes symbolhaftes Statement sind die intensiv bepflanzten gestischen Terrassen an der Ostfassade. Eine Aussichtsterrasse am Dach bietet eine zusätzliche Freiraumqualität.
    Die zu den Wohngebäuden im Südwesten locker gesetzten Bäume benötigen eine Nachbarzustimmung.