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  • DE-28844 Weyhe, DE-28844 Weyhe
  • 08/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-293193)

Kultur- und Bildungszentrum in Leeste


  • 1. Preis

    kein Bild vorhanden
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    Modellbauer
    Czylwik + Lotze GmbH Architekturmodellbau, Hannover (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten, Stadtplaner: HÜBOTTER + STÜRKEN + DIMITROVA Architektur & Stadtplanung BDA Partnerschaftsgesellschaft mbB, Hannover (DE)
    Visualisierer: proforma Markus Eusterbrock, Kassel (DE)

    Preisgeld
    12.600 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurfsverfasser entscheidet sich für ein Gebäudeensemble aus drei Baukörpern, die über einen Foyerbereich miteinander verbunden sind. Zur Leester Straße zeigen sich zwei Giebelfassaden, die Haupterschließung erfolgt über die Fuge zwischen den Baukörpern. Die Jury bewertet die Maßstäblichkeit der beiden Giebelfassaden als richtig und der Leester Straße angemessen. Platzseitig präsentiert sich das Gebäude skulptural und selbstbewusst mit einer dreigeschossigen Bauweise.
    Die Staffelung des Gebäudekörpers zur zweigeschossigen Alten Wache gelingt unangestrengt und sensibel. Der Gebäudekopf schafft einen gelungenen Dialog mit den übrigen platzkonturierenden Gebäuden. Besonders hervorzuheben ist dabei die räumliche Beziehung, die das Bibliotheksgebäude mit der Kirche aufzunehmen vermag, was sich beispielhaft in der Anordnung und Ausbildung der platzseitigen Fensteröffnungen darstellt. Die Bibliothek zeigt sich zum Henry-Wetjen-Platz mit einer großformatigen Öffnung und belebt dadurch diesen mit sichtbaren Nutzungen. Die Dachterrasse verstärkt diesen Ausdruck. Die Fassadenausbildung mit Wasserstrich-Ziegeln wird begrüßt, die Farbwahl in grau-beige lässt sich allerdings kontrovers diskutieren. Die Schaffung eigenständiger, ablesbarer Funktionsbereiche gelingt. Es wäre allerdings zielführend, die Funktion der Bibliotheksflächen optisch deutlicher mit dem platzseitigen Café und Foyer zu verbinden, um die öffentliche Nutzung des Erdgeschosses zu stärken. Eine funktionale. eindeutige Abtrennung des Bibliotheksbereiches ist jedoch zwingend erforderlich. Darüber kann es sinnvoll sein, die Büros der Bibliothek in die oberen Geschosse zu verlagern.
    Die VHS ist über zwei Eingänge und ein abteilbares Foyer zweckmäßig erschlossen, die interne Struktur der VHS und die entsprechende Umsetzung des Raumprogramms sind positiv zu bewerten. Der Zuschnitt des Gesundheitsraumes im 2. OG erscheint jedoch noch optimierungsfähig. Die Neubauten gehen sensibel mit dem baulichen Bestand um. Bereichernd könnte eine stärkere Ablesbarkeit der bestehenden, konstruktiven, historischen Elemente auch im Inneren des Gebäudes sein. Die Entwurfsverfasser vermitteln, dass die Anforderungen an Brandschutz, Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit im Zuge der weiteren Planungen erfüllt werden können.
    Fazit: Der geplante Gebäudekomplex vermag es, den gewünschten Identifikationspunkt für den Leester Ortskern zu schaffen und damit im Zusammenspiel mit der Neugestaltung des Henry-Wetjen-Platzes eine gemeinschaftsbildende Funktion zu entfalten.


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