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  • DE-55116 Mainz, DE-55129 Mainz
  • 08/2018
  • Ergebnis
  • (ID 2-300481)

Stadtquartier ehemalige GFZ-Kaserne in Mainz


  • 3. Preis

    © Thomas Schüler Architekten und Stadtplaner, faktorgruen

    Architekten
    Thomas Schüler Architekten und Stadtplaner, Düsseldorf (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: faktorgruen, Freiburg im Breisgau (DE), Rottweil (DE), Heidelberg (DE), Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    11.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf überzeugt durch klug gesetzte Baustrukturen und öffentliche Räume, die eine gute Orientierung sowie gut proportionierte Quartiere schaffen. Es entsteht eine sehr robuste städtebauliche Grundstruktur, in der die wesentlichen Vorgaben der Rahmenplanung umgesetzt sind. Lage und Proportionen des Quartiersplatzes überzeugen; die Anbindung an die (nordwestliche) Umgebung des Quartiers könnte noch stärker formuliert werden.

    Die Wohnquartiere weisen eine gute Körnung auf und versprechen hohe Wohnqualitäten. Strukturell jedoch wirken sie etwas gleichartig – eine stärkere Differenzierung wäre wünschenswert. Die Anordnung der gewerblichen Strukturen im Norden und Westen ist sinnvoll und gut nutzbar. Die Blöcke sind in ihrer Dimensionierung sehr unterschiedlich – der südlichste Gewerbeblock ist deutlich zu groß.

    Der Anteil an Grün- und Freiflächen ist durchschnittlich, der Anteil an Verkehrsflächen eher gering. Dadurch entsteht ein erhöhter Anteil an Nettobauland; die Anzahl der erreichbaren Wohneinheiten liegt im mittleren Bereich des Teilnehmerfeldes. Die Geschossflächen für Forschungs- und Büronutzungen sind überdurchschnittlich. Die nachgewiesenen Freiflächen für die Kindertagesstätten sind zu gering. Die Schallschutz- und Klimavorgaben sowie die Vorgaben zu Grün- und Freiräumen wurden beachtet. Die Gebäudestellung in der südwestlichen Ecke des Quartiers begünstigt Lärmeintrag vom Pariser Platz. Dies ließe sich jedoch in einer Überarbeitung korrigieren. Der Bedarf an Versickerungsflächen ist noch nicht erfüllt, könnte jedoch in das Konzept integriert werden. Eine abschnittsweise Realisierung ließe sich – unter Berücksichtigung der Abhängigkeiten mit dem Lärmschutz – gut umsetzten.

    Der Entwurf wird als sehr rationaler und schlüssiger Beitrag bewertet, der jedoch insgesamt zu wenig prägende Eigenständigkeit aufweist.