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  • 1. Preis


    Architekten
    Poos Isensee Architekten, Hannover (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Dipl. Ing. Mónica Llobell

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: nsp christoph schonhoff landschaftsarchitekten stadtplaner, Hannover (DE)
    Tragwerksplaner: Burmester + Sellmann Ingenieurgesellschaft mbH, Garbsen (DE)
    Bauingenieure: Planungsgruppe VA GmbH, Hannover (DE), Bad Vilbel (DE), Magdeburg (DE), Nürnberg (DE)

    Preisgeld
    100.000 EUR

    Erläuterungstext
    Gestalt und Prägung
    Ein viergeschossiger Neubau mit Innengärten erweitert die Verwaltungsgebäude im ersten Bauabschnitt (KL00x) und wird durch Galerien an der Mießtaler Straße im Weiteren ergänzt, so
    dass durch einen gläsernen Sockel die neueren Gebäude der Landesverwaltung funktional und städtebaulich zu einer Einheit zusammengefasst werden.

    Der kristalline Blockrand steht im Kontrast zu den steinernen Solitären im Park. Von Osten dringt der Park in die überglasten Gärten zwischen den Verwaltungsebenen.

    In das abgesenkte Lapidarium münden die Anbindungen an die Regierungsgebäude, das Museum, das Depot und die Tiefgaragen. Das Bürgerzentrum mit Beratung und Lobby verlagert sich im zweiten Bauabschnitt ins Zentrum der Gesamtanlage. Die Glasmembran macht die Funktion nach innen und außen transparent, verkleinert die Außenfläche und nutzt passiv und aktiv Solarenergie. Ein- und Ausblicke machen die Verwaltung durchschaubar.

    Der für den menschlichen Maßstab sympatisch niedrige Sockel wird als bürgerfreundlich empfunden und tritt den historischen Gebäuden respektvoll gegenüber.
    Allein das Hochhaus mit dem Erweiterungsturm ragt heraus und verdeutlicht die Sachkompetenz der Verwaltung.

    Das Lapidarium mit den Arkaden, Galerien, lichtdurchfluteten Lufträumen, Geschossverbindungen und Brücken ist Vorzone, Übergangsbereich zur Öffentlichkeit. Als Identität stiftende
    Verknüpfungsebene der Verwaltungen entsteht ein neuer Identifikationsort in der Stadt.
    Mit den vielfältigen kommunikativen, kulturellen, kommerziellen und gesellschaftlichen Aktivitäten eines Treffpunktes und witterungsunabhängigen Aufenthaltsortes geriert das Lapidarium als
    Empfangsraum der Landesverwaltung.

    Aussenraum und Innenhöfe
    Ein langer, durchgehender Boulevard, bildet das neue Rückgrat des Regierungsviertels in Klagenfurt , welcher als zentrales Element die Regierungsgebäude zueinander in Beziehung setzt, als Kommunikations- und Aufenthaltsraum einen platzartigen Charakter erhält. Er verläuft als lineares, strenges Element durch die weichen, organischen Formen der vorhandenen Vegetationsflächen und nimmt in seiner Strenge den Charakter der Gebäude, die er verbinden soll,
    wieder auf.

    Eine homogene Fläche aus dem gleichen Oberflächenmaterial entsteht, welche die verschiedenen Funktionen vereinigt, ohne die Fläche optisch zu zerteilen. Fahrender Verkehr wird ermöglicht, wobei der Fußgänger Priorität genießt. Eingelassen in diese einheitliche, ruhige Fläche sind Elemente wie Grünstreifen, Bänke, Lichtsteelen und Teile des neuen Gebäudes, in dessen Inneren der Belag weitergeführt wird.

    Der im Osten an den Boulevard angrenzende Park erhält so eine Terrasse, von der aus der Park zu beobachten und zu betreten sein wird. So werden die verschiedenen Freiraumqualitäten miteinander in Beziehung gesetzt. Diese ineinander verzahnte Struktur setzt sich in den Innenhöfen des Gebäudes fort. Die Innenhöfe spiegeln die freie Form des Parks künstlerisch wieder. Durch die unterschiedlichen Besonderheiten der Innenhöfe entsteht ein zusätzliches Orientierungs- und Identifiktionssystem im Haus.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.